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Die Ruhe nach dem Sturm: Tipps zum Entspannen nach dem 11.11

Die Karnevalssession ist offiziell eröffnet. Am Montag strömten tausende Jecke nach Köln um den Sessionsauftakt feuchtfröhlich zu feiern. Doch das Singen, Tanzen, Schunkeln und Bützen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch echt anstrengend. Nach der wilden Sause ist danach erst einmal Ruhe und Erholung angesagt. Vor allem, weil der 11.11. in diesem Jahr nicht aufs Wochenende fiel, sondern direkt auf den Wochenanfang. Die Akkus müssen wieder aufgeladen und Abwehrkräfte gestärkt werden. Wir zeigen euch ruhige Orte in und um die Domstadt, an denen ihr Entspannung findet.

Wie ein Tag am Meer

Entspannen und tief durchatmen: In der Salzgrotte könnt ihr wunderbar abschalten. Die wohltuende Wirkung der Salzluft wie beispielsweise vom Toten Meer oder der Nordsee reinigt die Schleimhäute, hat einen desinfizierenden Effekt und wirkt lindernd bei Atemwegserkrankungen, Allergien und Hautbeschwerden. In bequemer Alltagskleidung und eingekuschelt in eine Decke könnt ihr eine 45-minütige Sitzung in einem Salzraum genießen und den Stress vergessen. In Köln gibt’s unter anderem in Neustadt-Nord, Lindenthal oder Porz eine Salzgrotte.

 

Der Decksteiner Weiher bietet sich bei jeder Jahreszeit für einen Spaziergang an. //Foto: Adobe Stock

Ruhe in der Natur

Wer kein Geld für Wellness hat oder lieber raus in die Natur möchte, dem werden in Köln zahlreiche Möglichkeiten geboten. Ob ein Spaziergang an den Poller Wiesen, im Stadtwald, am Decksteiner Weiher oder entlang der Lindenthaler Kanäle – ruhige Plätze gibt es ausreichend. Und wem das noch nicht genügend Stille ist, der kann die absolute Ruhe bei einem Rundgang auf dem Melaten genießen.

 

Exotische Ruheoase

Ihr sucht die Abwechslung zu herkömmlichen Massagen? Eine exotische Alternative bietet zum Beispiel das türkische Hamam-Dampfbad. Bei Temperaturen zwischen 50-60 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit öffnen sich die Poren der Haut und die Muskeln entspannen sich, dann wird der Körper mit warmen Wasser und Schaum eingeseift. Im Anschluss erfolgt auf den warmen Mamorplatten des Hamam ein Ganzkörperpeeling sowie eine entspannende Massage. Danach steckt euch die Karnevalsfeierei garantiert nicht mehr in den Knochen. Hamams in Köln findet ihr u.a. im Spa-Bereich des Savoy-Hotels oder im Holunderweg.

 

Das Hamam ist eine schaumige Angelegenheit. //Foto: Adobe Stock

Wellness für die Seele

In Köln und Umgebung finden sich jede Menge Wellness-Tempel. Ob das Neptunbad mitten in Ehrenfeld, die Claudius Therme mit Blick auf den Dom oder das Vital Spa des Dorint Hotels samt Solegrotte – es gibt viele Orte, an denen eine kleine Auszeit vom Alltag genommen werden kann. Wer mehr Zeit einplant, kann in umliegenden Spas und Oasen entspannen. Das Kameha Spa in Bonn bietet dank Infinity-Außenpool einen unglaublichen Panoramablick auf die Stadt, im monte mare in Bedburg gibt’s Sauna und Wellness wie auf Bali und in der Badewelt Euskirchen könnt ihr unter Palmen bei angenehmer Wassertemperatur von 33 Grad einfach mal abtauchen oder in der Sauna alle Giftstoffe ausschwitzen.

 

Einfach zu Hause abschalten

Und wem da alles zu viel Aufwand ist oder wer nicht das Geld für einen Ausflug ausgeben möchte, aber trotzdem Lust auf Wellness hat, der kann es sich auch in den eigenen vier Wänden gemütlich machen. Pflegende Gesichtsmasken können günstig in Drogeriemärkten gekauft oder ganz einfach zu Hause selbst angerührt werden. Für die entspannte Massage gibt’s ein elektrisches Nackenmassagegerät oder gleich eine ganze Massagesitzauflage. Die gestressten Füße werden bei einem Sprudelbad samt Fußreflexzonenmassage regeneriert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schaurig schön: Auf diesen Halloween-Partys in Köln wird’s gruselig

Süßes oder Saures? Ihr bekommt beides! Schlüpft in eure Werwolf-, Zombie- oder Vampirkostüme aus und taucht ab in die tanzende Halloween-Meute. In Köln warten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag jede Menge schaurig schöne Partys und Events auf euch.

AfterJobParty Special zu Halloween

Auf drei Tanzflächen wird in der Wolkenburg zu unterschiedlichen Musikrichtungen – von Charts bis House –  open end getanzt. Los geht’s ab 20.30 Uhr, den Eintritt gibt’s für 15,90 Euro (Tickets) inklusive eines Welcomedrinks. Eine Pflicht für das Tragen von Kostümen herrscht für Gäste nicht. Verkleidungen sind aber mehr als willkommen. Wer verkleidet kommt, hat die Chance für das beste Kostüm des Abends prämiert zu werden.

Ü30 meets Ü40 Halloweenparty im Engelshof

Schaurige Deko, süßsaure Getränkespecials, Feuriges vom Grill sowie Klassiker und aktuelle Charthits auf dem Dancefloor – all das erwartet die Besucher auf der Halloweenparty im Engelshof in Köln-Westhoven. Ab 20 Uhr dürfen sich die Füße blutig getanzt werden. Karten gibt’s im Vorverkauf für 8 und an der Abendkasse für 10 Euro. Kostüme sind willkommen, aber keine Pflicht.

Trash McFly- Halloween XXL

Auf drei Areas gibt es alles, was das Herz der 90er- und Milleniumkids begehrt. Als großer Stargast tritt Sängerin Blümchen live auf und lässt die Herzen der 90er-Fans höher schlagen. Als weitere Specials warten auf euch unter anderem Konfetti-Gewitter, Beerpong, Neonschminke, Seifenblasenkanone, Halloweencandy, Lasershow und vieles mehr. Tickets gibt es ab 18,90 Euro hier.

Halloween kann in Köln an viele Orten gefeiert werden. //Foto: Adobe Stock

Halloween im Kölner Zoo

Auch für die jungen Gruselfans ist an Halloween gesorgt. Der Kölner Zoo lädt zu tierischen Aktivitäten ein. Ob Irrgarten-Labyrinth, Fühlparcours, Gruselrutsche oder Sinnespfad – ab 18 Uhr gibt’s für die Kleinen jede Menge zu entdecken. Für Unterhaltung vor Ort sorgen Kürbisschnitzen, Stockbrot grillen, Bastelstationen sowie das Puppentheater-Stück Zwackelmanns Zauberküche, das an dem Abend mehrfach aufgeführt wird. Wer Lust hat, kann bei den Sonderfütterungen im Elefantenpark, im Regenwaldhaus, im Eulenkloster oder im Madagaskarhaus dabei sein. Tickets kosten im Vorverkauf für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren 10,50 Euro und für Erwachsene 21 Euro.

Familienführung: Spukgeschichten an Halloween

In der Nacht zu Allerheiligen sind viele Hexen, Werwölfe, Zauberer, Vampire und andere gruselige Gestalten unterwegs. Bei der Stadtführung für die ganze Familie erfahrt ihr Wissenswertes über die Gruselgestalten. Los geht’s um 17.30 Uhr am Römertorbogen, ein Ticket kostet 8 Euro.

Halloween Reggae/ Dancehall Night

Im Kulturbunker an der Berliner Straße in Mülheim wird zu Reggae und Dancehall gefeiert und getanzt. Die DJs Pow Pow Movement und Six Thirty sorgen für den richtigen Sound. Den ganzen Abend über versorgt Mom Anoh’s Plantain Munchies mit exotischen Snacks aus Kamerun. Karten kosten im Vorverkauf 13 Euro und an der Abendkasse 15 Euro.

Ahoi-Party Happy Halloween

Mit dem Geisterschiff über den Rhein schippern und bei Nacht eine atemberaubende Sicht auf den Kölner Dom genießen. An Bord könnt ihr euch nicht nur gruseln, sondern bis zwei Uhr morgens zu den Beats von zwei DJs tanzen. Nur kostümierten Gästen wird Einlass aufs Schiff gewährt! Die Tickets sind im Vorverkauf für 24,90 Euro zu haben.

Gayoween

Im Wall 7 findet ab 22 Uhr die große schwul-lesbische Halloween-Party statt, die Schwulen, Lesben, Trans und Heteros aus Köln und der Umgebung anlockt. Dank fünf DJs auf zwei Areas plus Außenarea kann in der gruseligsten Nacht des Jahres bis in die Morgenstunden getanzt werden. Kostüme sind keine Pflicht, werden aber gerne gesehen. Der Eintritt kostet 18 Euro, Tickets bekommt ihr hier.

 

 

15 Sätze, die ein Kölner niemals sagen würde

Zugegeben, wir Kölner sind ein sehr eigenes Völkchen. Nichts geht uns über den FC, den Dom, den Karneval und generell die Stadt selbst. Und gerade deshalb gibt es Sätze, die ein Kölner niemals sagen würde. 15 davon haben wir gesammelt. Haben wir etwas vergessen? In den Kommentaren am Ende der Seite freuen wir uns über Ergänzungen!

Hier sind unsere 15 Sätze, die ein Kölner niemals sagen würde:

 

  • „Was macht denn da die Ziege am Spielfeldrand?“

    Am 11.11. sollte sich keiner über Menschenmassen wundern. //Foto: Adobe

  • „Mir doch egal, auf welcher Rheinseite ich wohne.“
  • (Am 11.11.): „Warum ist es eigentlich so voll in der Stadt?“
  • „Wäre ich doch in Düsseldorf geblieben.“
  • „Auf die KVB ist eben immer Verlass.“
  • „Ich hab eine total günstige Wohnung in der Altstadt gefunden.“
  • „Boah, jetzt hätt‘ ich Lust auf ein Alt.“
  • Ich liebe es, samstags auf der Hohe Straße zu shoppen.“
  • „Den Dom braucht doch kein Mensch.“
  • „Toll, so viele Fahrradwege hier.“

    Gibt’s in Köln wie Sand am Meer: Junggesllenabschiede. //Foto: pixabay/Leoderliebe

  • „Silvester feiere ich ja am liebsten auf der Domplatte“
  • „Cool, ich habe sofort einen Parkplatz gefunden!“
  • „Die Junggesellenabschiede in der Altstadt und auf den Ringen nerven mich gar nicht.“
  • „Die Sanierung der Brücke wird pünktlich fertig, wie immer!“
  • „Helau.“

 

Die jecksten Bustouren der Stadt

Köln lässt sich auf viele Art und Weisen erkunden – aber mit dem Bus? Für all diejenigen, denen eine Stadtrundfahrt im Doppeldecker zu langweilig ist oder die das alles schon kennen, gibt es jede Menge jecke Alternativen zu herkömmlichen Touren. Wir stellen sie euch vor.

Köln mal ganz anders auf einer Comedytour erleben. // Bild: Adobe Stock

Mitlachen im Comedy-Bus

Das Modell der witzigen Stadttour gibt es bereits seit zwölf Jahren und in insgesamt acht Städten der Republik. Immer freitags und samstags finden die Fahrten im Spaßmobil statt. Mit rheinischer Fröhlichkeit wird die Stadt aufs Korn genommen. Und während innen hoffentlich kein Auge trocken bleibt, geht es mit dem Bus von der Altstadt über den Rhein bis zur Schäl Sick und natürlich auch zum Dom. Für jeden Gast gibt es ein Glas Kölsch.
Dauer der Tour: 90 Minuten
Kosten: 28 Euro pro Karte
Hier gibt’s alle Infos.

Julie Voyage führt schrill durch die Domstadt // Foto: Lachexpedition.de

Schrilles Sightseeing mit Drag-Queen

Ihr wollt die besonderen und verrückten Ecken Kölns abseits von Touristenmassen erleben? Die erlebnisreiche Bustour mit Drag-Queen Julie Voyage bietet euch genau das. Julie Voyage, die eigentlich Ken Reise heißt, bietet euch eine Drag-Show mit Partyatmosphäre, bei der sie zwei Stunden lang kein Blatt vor den Mund nimmt und auf wilde Party-Safari durch die Stadt und ihre Show-Szene führt. Ein Highlight ist der Besuch in einer Drag-Bar. Im Preis mit inbegriffen ist außerdem ein Glas Kölsch. Wir wünschen Bon voyage!
Dauer der Tour: 120 Minuten
Kosten: 28 Euro pro Karte
Hier gibt’s alle Infos.

Bunte Welt im Schlager-Bus

Einsteigen, singen und jede Menge Spaß haben. Der Schlager-Bus lädt auf eine bunte Gute-Laune-Tour durch Köln ein. An Bord wird eine wilde Show mit den besten Schlagerhits aus der heutigen Zeit und vergangener Jahrzehnte gefeiert. Ziel der Tour sind Orte der Stadt, an denen die Stars auftreten oder zur Ruhe kommen.
Dauer der Tour: 90 Minuten
Kosten: ab 28 Euro pro Karte
Hier gibt’s alle Infos.

Mit der rollenden Theke durch Köln. // Foto: Wolters Reisen

Rollende Party

Ihr wollt eure eigene Party feiern und die Musik und das Programm selbst bestimmen? Dann mietet euch doch einfach Kölns rollende Theke – ein Oldtimerbus, in dem ihr das Programm bestimmt. Gekühltes Kölsch und eine komfortable Toilette sind dabei natürlich an Bord. Die perfekte Idee für Geburtstag, Junggesellenabschied, Betriebsfeier oder einfach nur aus Spaß an der Freud. Hier gibt’s mehr Infos dazu. Aber Achtung: Der Partybus ist ein altes Schätzchen, dass sich derzeit in Reparatur befindet. Er soll jedoch bald wieder im Einsatz sein.

Mitsingen im Karaoke-Bus

Bei der Karaoke-Party im Bus darf jeder mal ans Mikro und seine Gesangskünste zum Besten geben. In den 90 Minuten der Tour gibt es Musik, die wirklich jeder kennt – von Rock über Pop bis Schlager ist alles vertreten. Singt euch die Seele aus dem Leib. Einen Begrüßungsschnaps gibt’s aufs Haus.
Dauer der Tour: 90 Minuten
Kosten: 22 Euro pro Karte
Hier gibt’s alle Infos.

 

83 Tage nach der ersten Mondlandung: So jeck wurden die Astronauten in Köln begrüßt

So berichtete der „EXPRESS“ am 13. Oktober 1969 // Foto: Archiv DuMont

Es war ein kleiner Schritt für die Mondfahrer, aber ein großer für die Kölner: Heute vor exakt 50 Jahren, am 12. Oktober 1969, betraten Neil Armstrong, Edwin E. („Buzz“) Aldrin und Michael Collins auf dem Flughafen Köln/Bonn kurz vor elf Uhr vormittags erstmals gemeinsam deutschen Boden. 83 Tage nachdem Armstrong und Aldrin ihre Füße auf den Mond gesetzt hatten.

Natürlich riefen die Kölner „Kamelle, Kamelle!“, als der Autokorso vom Airport Richtung Altstadt rollte. Und es waren viele Domstädter, die die Weltraumhelden sehen wollten: In ihrem offenen Mercedes 600 gab es für die dauerwinkenden Astronauten zeitweise fast kein Durchkommen mehr. Ihr Ziel: das Alte Rathaus. Dort wollten sie OB Theo Burauen treffen und sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Grund für den hohen Besuch: Die „Giant Leap World Tour“. Sie führte die Apollo 11-Helden rund um den Globus, um überall von ihrem wegweisenden Abenteuer zu erzählen und sich von der Weltbevölkerung feiern zu lassen.

Für Aldrin und Collins war es nicht der erste Aufenthalt in Deutschland. Vor ihrer Zeit als Astronauten dienten beide auf dem US-amerikanischen Militärflugplatz Bitburg Air Base in der Eifel. Zwei Kinder Aldrins, dem zweiten Mann auf dem Mond, wurden sogar in Bitburg geboren.

Noch schnell zum Bundeskanzler

Zurück nach Köln an diesem Sonntag, dem 12. Oktober: Der Besuch der Mondfahrer in der Domstadt dauerte keine zwei Stunden – denn schnell ging es weiter in die benachbarte Bundeshauptstadt Bonn, wo sie um 12.51 Uhr vor der Beethovenhalle ankamen. Auch dort wurden sie von tausenden Menschen jubelnd begrüßt. Nach dem Austausch von Geschenken (die Astronauten hatten ein Foto von Armstrongs erstem Fußabdruck auf dem Mond mitgebracht) und einem Eintrag ins Goldene Buch, folgte die Mittagspause in einem nahen Hotel. Michael Collins verabschiedete sich an diesem Punkt in Richtung Flughafen, um zu einem Termin in Genua zu fliegen.

Dieses Bild brachte der Kölner Stadt-Anzeiger am 13. Oktober 1969 auf seiner Titelseite // Foto: Archiv DuMont

Um 15 Uhr wurde es für die beiden ersten Männer auf dem Mond dann noch offizieller: Ein Besuch im Kanzleramt stand auf dem Programm. So konnte Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) ein letztes Mal sehr ranghohe Gäste empfangen, bevor er sein Amt elf Tage später an Willy Brandt (SPD) abgeben musste. Auch Bundespräsident Gustav Heinemann freute sich anschließend in der wenige hundert Meter entfernten Villa Hammerschmidt über eine Stippvisite der Astronauten. Anschließend kämpften diese sich zu Fuß durch eine große Menschenmenge zur Bundespressekonferenz, um eine Filmzusammenfassung ihrer Mission zu zeigen und Fragen zu beantworten.

 

Was Köln außerdem mit der Mondlandung zu tun hat

Neil Armstrong (l.), Michael Collins (m.) und Buzz Aldrin auf ihrem Weg durch Bonn – festgehalten von einem Amateurfotografen // Foto: Rudolf Jochum/Stadtarchiv Bonn

Die Reise von Apollo 11 vor 50 Jahren war natürlich auch in Deutschland ein riesiges Ereignis. In der ARD wurde es durch eine nie dagewesene 27-stündige Live-Sendung begleitet. Auch wenn zeitweise nicht wirklich viel passierte, hingen die Fernsehzuschauer an den Lippen des Moderators Günter Siefarth, dem viele Experten zur Seite saßen.

So konnten schließlich auch hierzulande die ersten Schritte der Menschheit auf dem Erdtrabanten live mitverfolgt werden. Der Sendemarathon der ARD wurde vom WDR in Köln produziert. Man hatte sogar die Mondlandefähre nachgebaut, um die rund 384.000 Kilometer entfernten Abläufe genau erklären zu können. All das geschah im WDR-Studio am Kölner Wallrafplatz unweit des Doms. Heute wird darin das ARD Morgenmagazin produziert. Highlights der legendären Sendung aus dem Sommer 1969 können hier und hier auf YouTube angeschaut werden.

Und dann war da noch die Schmitz Säule: Ein 4,50 Meter hohes gemauertes Denkmal für die Kölner „Ur-Familie“ Schmitz. Sie befindet sich auf dem Platz hinter Groß Sankt Martin in der Altstadt, unweit des Alter Markts. Und da sie 1969 aufgestellt wurde, nahm man gleich noch eine Seite des Denkmals für das Gedenken an die Mondlandung und ihre Helden in Beschlag. Für die Inschrift wurde eigens vom Institut für Weltraumforschung in Bochum ausgerechnet, wie weit Neil Armstrongs erster Fußabdruck auf dem Mond von der Schmitz Säule entfernt ist – nämlich genau 389.994,100 Kilometer.

 

30 Jahre Mauerfall: Kuriose Fakten zur DDR

Vor 30 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Berliner Mauer und vereinte die geteilte Republik. Doch bis heute kursieren witzige Details und kuriose Klischees aus dem Alltag der DDR: Kannten die Menschen in Ostberlin wirklich keine Bananen? Waren beliebte Namen tatsächlich Mandy, Maik und Chantal? Und wie viel Wahrheit steckt hinter der Behauptung, Jeans seien zu DDR-Zeiten verboten gewesen?

1. Hype um Kleingärten

Rekordzahlen, die sich auch heute noch im Stadtbild niederschlagen: 2,6 Millionen Wochenendgrundstücke und etwa 855.000 Kleingärten wurden zu damaliger Zeiten gezählt. So beliebt war das kleine Gartenhäuschen – auch Datsche genannt – in keinem anderen Land.

Kleingärten gab es wie Sand am Meer. //Foto: Adobe

2. Ein Stück filmreife Geschichte

Das Leben der Anderen, Sonnenallee oder Good Bye, Lenin – all diese Filmen beschäftigen sich mit der DDR. Manch einer schaffte damit sogar den großen Sprung nach Hollywood: Das Leben der Anderen von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck mit Schauspieler Ulrich Mühe in der Hauptrolle, wurde im Jahr 2006 mit einem Oscar der Kategorie „Bester Fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet.

3. Luxusgut: der Fernseher

Was in Zeiten von Netflix und Co. kaum vorstellbar ist, war vor dem Mauerfall Realität: Nur etwa jeder zweite Haushalt Ostberlins war mit einem Farbfernseher ausgestattet. Die westdeutschen Nachbarn hingegen besaßen zu 94 Prozent eine Farbflimmerkiste und zu 98 Prozent ein Telefon. Dies war sogar nur zu neun Prozent in den Ost-Haushalten vorhanden. Eine Waschmaschine hingegen stand in 99 Prozent aller Haushalte – egal ob Ost oder West.

4. Der Hype um die Banane

In Ostberlin waren Bananen sehr wohl bekannt. Allerdings waren sie so begehrt, dass das Produkt häufig ausverkauft war. Der Pro Kopf Import reichte einfach nicht für alle aus, so dass die Frucht zur Mangelware wurde.

Von wegen Bananen waren Mangelware. //Foto: Adobe

5. „So ein Kevin“

In der Tat galt der Name „Mandy“ ab 1974 als DER Mädchenname schlechthin und befand sich unter den Top Ten der Namensliste für weibliche Babys. Doch auch wenn Kevin und Justin, Chantal und Cindy unter den beliebten „Ost-Namen“ zu finden waren, hießen dennoch nicht alle Kinder so.

6. Der Blue Jeans Faktor

Ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit sah die SED-Führung in der robusten Beinbekleidung, die in der Deutschen Demokratischen Republik einst Nietenhose genannt wurde. Argwöhnisch beobachtet und lange Zeit unterbunden, fand das Kleidungsstück dennoch seinen festen Platz in ostdeutschen Kleiderschränken: 1968 wurde die erste Jeans aus Ungarn importiert. Manch einer setze sich sogar für die perfekte Passform mitsamt der Hose in die Badewanne, die dann sehr eng anliegend am Körper trocknete.

Durch das Bad mit Jeanshose saß diese wie angegossen. //Foto: Adobe

 

 

 

 

 

Kölsches Hygge: So gemütlich kann der Herbst sein

Draußen wird es langsam kälter, der Herbst hat Einzug gehalten. Nicht nur die Dänen legen an diesen Tagen Wert auf Gemütlichkeit. Auch hierzulande findet das skandinavische Lebensgefühl, genannt Hygge (gesprochen Hügge) immer mehr Anhänger. Was könnte gerade an nassen, kalten Tagen zu mehr Wohlgefühl beitragen als Kerzenschimmer, Kuscheldecken und heißer Kakao? Wir zeigen euch hyggelige Dinge, die ihr im goldenen Oktober in und rund um die Domstadt tun könnt – sowohl drinnen als auch draußen.

Ins Schwitzen kommen

Abschalten und die Seele baumeln lassen. //Foto: Adobe

Eine Auszeit vom stressigen Alltag nehmen. Ein Besuch in der Sauna stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern es werden auch  Giftstoffe ausgeschwitzt und die Hautdurchblutung gefördert – eine rundum wohltuende Sache für Körper und Geist.  In der Claudius Therme in Deutz etwa könnt ihr in mehreren Schwitzbädern relaxen – sogar mit Blick auf den Dom. Im Neptunbad im Stadtteil Ehrenfeld kann historisch im Jugendstilbad geschwitzt werden.

 

Entspannt die Füße hängen lassen

Kölsch schmeckt nicht nur, sondern ist auch gut für unseren Körper. Wirklich! Als Spülung zweckentfremdet bringt es Glanz und Volumen ins Haar. Auch im Fußbad kann es Wunder bewirken. Einfach Kölsch und heißen (nicht kochenden) Pfefferminztee im Verhältnis 1:1 in einen Eimer oder eine Waschbütte füllen und die Füße etwa 20 Minuten darin baden. Das befreit von Schmerzen und macht die Haut schön weich.

 

Hyggeliger Fernsehabend auf dem Sofa. //Foto: Adobe

Kuschelige Sofa-Aktion

Es stürmt, regnet und draußen ist es einfach nur usselig. Da heißt es: Nichts wie rein in die Kuschelsocken, Kerzen angezündet und es sich mit einem halven Hahn in der Hand, eingekuschelt in die flauschige Decke, auf der Couch gemütlich machen. Ein passender Film zum hyggeligen Kölsch-Feeling ist zum Beispiel der Thriller Collide, der überwiegend in Köln und Umgebung gedreht wurde.

 

Spazieren in der Wahner Heide

Raus in die Natur. //Foto: Adobe

Oh, wie schön ist Panama die Wahner Heide. Inmitten der Natur die Seele baumeln lassen, einfach mal abschalten und die Ruhe genießen – die Wahner Heide macht’s möglich. Rund 7000 Tier- und Pflanzenarten finden sich im zweitgrößten Naturschutzgebiet Nordrhein-Westfalens, das zwischen Köln und Troisdorf liegt. Und wenn die Sonne auf die bunt gefärbten Blätter scheint, macht sich ein Gefühl von Indian Summer breit …

 

Kölsch mal anders

Herbstzeit ist Suppenzeit. //Foto: Adobe

Der Regen prasselt an die Fenster, drinnen hüllen Duftkerzen die Räume in ein warmes Vanillearoma. Der Herbst zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Eine warme Suppe ist da gut gegen die Kälte und für das eigene Wohlbefinden. Klassiker wie Kürbis- oder Maronensuppe gehen natürlich immer. Wer sich gerne mal an außergewöhnlichen Gerichten probiert und die regionale Küche schätzt, der sollte unbedingt die Kölsch-Zupp kochen. Das Rezept findet ihr hier und sogar auf Kölsch (keine Angst, es gibt auch eine deutsche Version).

 

Besuch auf dem Getrudenhof

Sie ist das Highlight auf dem Getrudenhof zur Herbstzeit: die XXL Kürbispyramide. Nicht nur bei Influencern ein beliebtes Fotomotiv. Pünktlich zur goldenen Jahreszeit hat der Erlebnisbauernhof in Hürth alles entsprechend dekoriert. Auf dem Kürbismarkt warten auf Besucher über 20 Hütten mit regionalen Produkten und allerlei Köstlichkeiten aus Kürbis wie etwa Sekt oder Eis. Herbstfeeling pur! Und auch sonst könnt ihr beispielsweise im Streichelzoo oder auf dem Bauernmarkt  jede Menge entdecken.

So schmeckt der Herbst

Ob Kürbissuppe-, -flammkuchen oder -risotto – das orangene Gewächs ist vielseitig einsetzbar. Weniger bekannt dagegen ist Kürbis im Getränk. Dabei gibt es außergewöhnliche Kreationen, die nur darauf warten, probiert zu werden, wie etwa eine Kürbislimonade oder ein Lassi aus dem Gemüse (Rezepte hier). Eine kürbisfreie und warme Alternative zur Limonade ist die heiße Raffaello-Milch (hier geht’s zum Rezept). An kalten Tagen ist diese Köstlichkeit für Fans von Kokos und weißer Schokolade eine köstliche Option zum heißen Kakao.

Heiße Getränke wärmen von innen. //Foto: Adobe

Von wegen alte Masche

Besonders in den kalten Monaten genießen viele die ruhigen Stunden zuhause und gehen wieder vermehrt ihrer Strick- und/oder Häkelleidenschaft nach. Die Lieblingsmusik eingeschaltet, ein Heißgetränk der Wahl aufgebrüht und auf die Wolle, fertig, los. Was bietet sich besser an, als Socken, Schals und Pullover für den kommenden Winter zu stricken?

Residenz Kino

In Zeiten von Netflix und Co. wird der Gang ins Kino immer seltener. Dabei kann das eine so gemütliche Angelegenheit sein. Im Residenz in Köln (Kaiser-Wilhelm-Ring 30-32) kann auf beqemen, verstellbaren Ledersesseln mit Beinablage der Blockbuster der Wahl genossen werden. Dabei einen Cocktail schlürfen und Fingerfood naschen – so hyggelig kann Kino sein.

 

Malle kann jeder: Jecke, außergewöhnliche Reiseziele ab Köln/Bonn

Noch Zeit und Geld für einen schönen Herbsturlaub übrig? Bald sind schließlich schon wieder Ferien am Start. Oder vielleicht wird schon an der großen Reise für nächstes Jahr herumgetüfelt – Vorfreude ist schließlich die schönste. Nur – wohin? Malle, Ibiza, Antalya … alles so nett wie unspannend. Dabei kann man von unserem Airport Köln/Bonn aus sehr ungewöhnlich verreisen. Wir haben euch da mal ein paar Ideen herausgesucht, die ihr ab der nächsten KVB- oder S-Bahn-Haltestelle mit Zwischenstopp am Airport erreichen könnt …

Gruseln in Transsilvanien (Rumänien)

Wunderschön und trotzdem irgendwie gruselig: Die Region Transsilvanien in Rumänien // Foto: stock.adobe.com

Wer sich schon mal auf die gemütlich-gruselige Atmosphäre an Halloween einstimmen möchte, dem sei die Region Siebenbürgen – auch als Transsilvanien bekannt – ans Herz gelegt. Die wunderschöne und sagenumwobene Region im Zentrum Rumäniens wird von Köln aus über den Flughafen in Cluj erreicht und führt den Besucher in eine andere Zeit. Landschaftlich immer beliebter bei den Backpacker-Touristen, beherbergt das Land der Roma einige „unheimlich“ schöne Naturphänomene. Eines davon ist der berühmt-berüchtigte Wald Hoia Baciu, der manchem durch die Medien ebenfalls als das „Bermuda-Dreieck von Europa“ ein Begriff ist. Urbanen Legenden zufolge handelt es sich bei dem Laub-Mischwald um einen Ort, an dem es spukt, und sogar unbekannte Flugobjekte sowie Monstererscheinungen sollen bereits gesichtet worden sein. Schon damals sollen sich die Menschen vor dem Gebiet gefürchtet haben, obgleich der Bezirk seit jeher als Wander- und Jagdgebiet genutzt wird. Die Spuklegende gründet auf einer volkstümlichen Überlieferung, nach der der Wald den Namen eines Hirten trägt,  welcher mitsamt seinen rund 200 Schafen im Waldesinneren verschwunden sein soll. Selbst wenn es nur für ein paar gruselige Fotomotive langt, ein aufregender Urlaub ist hier Programm!

 

Exotisch abtauchen in Tanger (Marokko)

Künstlerisch-kreatives Flair erwartet Besucher in Medina. // Foto: stock.adobe.com

Ein Newcomer unter den Städtetrips ist das boomende Tanger, die sich wandelnde Stadt am nördlichsten Zipfel Marokkos. Die europäische Küste ist mit Spanien in Sichtweite und dennoch befindet man sich in einer quirligen nordafrikanischen Stadt mit künstlerisch-kreativem Flair. Wer einen kleinen Kulturschock bei möglichst geringer Flugzeit sucht, ist mit diesem Ort zwischen Mittelmeer und Atlantischem Ozean bestens beraten. Tanger gelingt der Spagat zwischen europäischer Moderne und exotischer Andersartigkeit wie kaum einer zweiten Stadt. Das urbane Bild ist dabei von so urtümlichen wie farbenfrohen Gassen geprägt, an der kilometerlangen Strandpromenade wachsen stylische Beachclubs, Restaurants und Bars wie Pilze aus dem Boden. Ein Spaziergang zur Altstadt, der Medina, mit seinen wuseligen Märkten und dem betörenden Geruch ist selbstverständlich ein Muss. Auch eine kleine Rast unter Mandarinen- und Feigenbäumen lässt ein orientalisches Feeling aufkommen.

Janz weit draußen auf den Kapverden

Paradiesische Ansicht: die kapverdische Insel Sal. // Foto: stock.adobe.com

Der afrikanische Inselstaat im Atlantik, auf gleicher Höhe wie der Senegal, ist von Köln aus in rund sechseinhalb Stunden Flug erreichbar – bei nur zwei Stunden Zeitverschiebung. Eine der Inseln, Sal, gilt als Sonneninsel schlechthin – mit ganzjährig angenehmen Temperaturen zwischen 23 und 30 Grad. Der Name der Insel deutet übrigens auf Salzabbau hin – heutzutage ermöglichen einige Salinebecken ein schwereloses Schwimmen wie im Toten Meer. Tauchen, Kiten und andere Wassersportarten sind ebenso möglich, wie es an Traumstränden ruhig angehen zu lassen. Wer neben der Entspannung dann doch etwas Umtrieb sucht, dem sei ein Ausflug in eine der Städte auf Sal mit ihren Sehenswürdigkeiten empfohlen. Sogar eine Fata Morgana lässt sich auf der Insel bestaunen! Bei einem Ausmaß von gerade einmal 30 Kilometer Länge und zwölf Kilometer Breite sind die Distanzen dort doch etwas anders zu bewerten als hierzulande und ermöglichen bequem Tagesausflüge an verschiedene Orte.

 

Riesige Vielfalt in Riga (Lettland)

Riga, die Hauptstadt Lettlands überrascht durch ihre Vielfältigkeit. // Foto: stock.adobe.com

Seit 2014 nicht nur Kulturhauptstadt Europas sondern auch UNESCO-Welterbe, gilt die Perle des Baltikums nach wie vor als exotisches Städtereiseziel. Wer fernab von klassischen Städtereisezielen mal etwas ganz anderes sehen will, ist mit einem Flug ins aufregende Riga ganz klar auf der sicheren Seite. Nicht nur aufgrund des Reichtums an kulturellen Angeboten, die etwa Staatsoper und Galerien bieten, sondern eben aufgrund einer einzigartigen Dynamik, die dieses Fleckchen Erde umweht, ist ein Besuch absolut lohnenswert. Ob kulinarische Genüsse (unbedingt Piroggen und Pelmeni probieren), Wellness (ein Besuch der traditionellen lettischen Sauna ist ein Muss), Shopping oder Erholung am Meer (denn Riga liegt direkt an der Ostsee) – die Kulturhauptstadt hat ein vielschichtiges, unerschöpfliches Repertoire an Unternehmungsmöglichkeiten, die man nicht verpassen sollte!

 

Auf zu neuen Ufern in Tirana (Albanien)

Eine atemberaubende Aussicht hat man vom Dajti, dem Hausberg Tiranas, aus. // Foto: stock.adobe.com

Nein, unbedingt schön ist Tirana (Titelfoto dieses Beitrags) nicht. Also schön in dem Sinne, dass Albaniens Hauptstadt sicherlich nicht mit Florenz mithalten kann. Aber sie ist interessant, spannend und ganz bestimmt eine Reise wert. Zwischen sozialistischen Prunkbauten aus vergangener Zeit und einer quirligen Altstadt bietet sie ihren Besuchern eine abenteuerliche Stadtlandschaft, in der sich die Epochen an jeder Straßenecke abzulösen scheinen. Sich von Café zu Café treiben zu lassen geht hier ebenso, wie Museen und historische Stätten wie den ehemaligen Folterkeller der Geheimpolizei Sigurimi zu entdecken. Viele Fassaden sind farbenfroh bemalt, die heimische Küche ist ein Gaumenschmaus und die Preise sind allgemein günstig, auch für Unterkünfte. Tirana ist eine Stadt im Wandel, zwischen hippen Flohmärkten und Kulturpalast, zwischen dem herrlichen Rinia-Park und einer jungen Kneipenlandschaft. Nicht zuletzt sind die Strände des Mittelmeers keine Stunde Fahrzeit entfernt und bietet die atemberaubende Natur Albaniens Gelegenheiten für Tagesausflüge.

 

Warum Freitag der 13. ein Glückstag ist – vor allem für den FC

Schon mal etwas von Paraskavedekatriaphobie gehört? Nein? Dann ist euch eine „phobische Störung vor Freitag, dem 13.“ wohl bisher erspart geblieben. Aber auch ohne diese unaussprechliche Diagnose von einem Therapeuten zu erhalten, haben viele Menschen Angst oder wenigstens Respekt vor dem Pechtag.

Und tatsächlich ereigneten sich einige große Unglücke an einem Freitag, den 13. So fanden etwa Freitag, den 13. Oktober gleich zwei Flugzeugabstürze statt, bei denen über 200 Menschen starben. Und auch das große Schiffsunglück 2012, bei dem das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia vor der Insel Giglio im Mittelmeer havarierte, ereignete sich an einem Freitag, den 13. (Januar). Dennoch – nicht wenige wissenschaftliche Studien haben über die Jahre belegt, dass an einem Freitag, den 13. nicht mehr passiert, als sonst auch.

Glückstag für den 1. FC köln

Zudem gilt Freitag, der 13. in vielen Fällen als absoluter Glückstag. Besonders für den 1. FC Köln ist die Zahl 13 von großer Bedeutung. Der Verein wurde am 13. Februar 1948 gegründet – ein Freitag, klar. Ob Zufall oder Schicksal – für den 1. FC Köln ein absoluter Glückstag. Und exakt zwei Jahre später, am 13. Februar 1950, wurde dem FC bei einer Karnevalssitzung ein Geißbock geschenkt – die Geburtsstunde von Maskottchen Hennes. Die 13 bedeutet für den FC also alles andere als Pech.

Die 13 im Lotto

Auch für einen Franzosen ist Freitag, der 13. sicherlich kein Unglückstag. Er gewann am 13. August 2010 ganze 13 Millionen Euro im Lotto. Fun Fact: Die erste Lottozahl, die vor über 60 Jahren in Deutschland gezogen wurde, war die 13 – und trotzdem ist sie bis heute die am seltensten gezogen Zahl.

Alles halb so wild

Übrigens: In den Auswertungen des ADAC und der Züricher Versicherung lässt sich kein erhöhtes Unfallaufkommen feststellen, wenn der 13. des Monats auf einen Freitag fällt – im Gegenteil. An diesem Tag werden sogar weniger Schäden vermeldet als an anderen Freitagen. Das könnte laut den Experte daran liegen, dass abergläubische Autofahrer an diesem Tag mit Vorsicht unterwegs sind.

Außerdem: Am Freitag, den 13. September 2019 ist der „Welttag des positiven Denkens“. Also, ihr Jecken: Immer hübsch positiv bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeck im Sunnesching – op d’r Stroß!

Die tollsten Tage des Sommers stehen vor der Tür: „Jeck im Sunnesching“! Während am vergangenen Wochenende bereits rund 25.000 Bonner bei ihrer rekordverdächtigen Ausgabe des kölschen Festivals steil gingen, ist jetzt Köln dran.

Allerdings: Mit dem Wetter sieht es bescheidener aus, als noch vor ein paar Tagen in der Bundesstadt. Obwohl es am Tag der Megaparty in der Bonner Rheinaue mit sonnigen 33 Grad richtig heiß wurde, hat nur eine Woche später ein verfrühter Herbsteinbruch das Rheinland im Griff. Leider muss mit Temperaturen um die 16 Grad und dem ein oder anderen Schauer gerechnet werden.

Außerdem ist das Festival im Jugendpark ohnehin schon seit vielen Monaten ausverkauft. Wer kein Glück mehr gehabt hat und trotzdem feiern möchte, hat am Samstag aber noch rund 100 mal in ganz Kölle die Gelegenheit dazu.

Miljö sind beim „Jeck im Sunnesching“ Kneipen-Festival am Samstag wieder ganz vorne mit dabei

Denn den ganzen Tag über bis tief in die Nacht steigt die Sause op d’r Stroß in den Veedeln. In über 100 Kölner Kneipen, Biergärten, Brauhäusern oder Eventlocations spielen alle angesagten Bands und die besten kölschen DJs legen auf. Wer es auf das Festival geschafft hat und es nach dessen Ende um 20 Uhr nicht so weit haben möchte, der tingelt einfach ein paar Meter weiter ins Bootshaus. Dort startet wie in den Vorjahren die offizielle Aftershow-Party. Mit dabei sind Brings, Miljö und die Rheinveilchen.

Ähnlich stark geht es abends im Sartory Saal weiter, dort kann mit Kasalla, Fiasko und Rockemarieche weitergefeiert werden. Im Gaffel am Dom spielen ab 20 Uhr Brings und Miljö. Es gibt nur noch VIP-Tickets für 79 Euro inklusive separatem Einlass, eigener Toilette, Buffet und Gaffel Kölsch.

Miljö schauen ebenfalls im Clubbahnhof Ehrenfeld vorbei – genau wie in der Bagatelle Sülz, in der außerdem Planschemalöör, Björn Heuser und Fiasko am Start sind. Im Rodenkirchener Rhein Roxy spielen Lupo und die Big Maggas, die Poller Strandbar hat die Paveier und Miljö zu Gast und auch im Unkelbach sind Miljö dabei, genauso wie Lupo, die Funky Marys, die Big Maggas und die Klüngelköpp.

Kölsch-Barde Björn Heuser ist außerdem mit seiner legendären mobilen Bühne unterwegs. Dabei geht es vom Aachener Weiher aus bis in die Nacht zu verschiedenen Kneipen. An ihnen macht der Barde jeweils rund eine halbe Stunde Halt und animiert die Jecken vor den Schänken zu dem ein oder anderen musikalischen Mundart-Klassiker – Guerilla-Mitsingen sozusagen. Björn Heusers Stationen an diesem Tag lauten: 15 Uhr Aachener Weiher, 20 Uhr Bagatelle Sülz, 20.45 Uhr Piranha (Kwartier Latäng), 21.30 Uhr, Monkeys (Belgisches Viertel) und 22 Uhr Stadt Treff (Altstadt). Zum Abschluss um 23 Uhr lässt er es dann vor dem Heising & Adelmann (Friesenstraße) ordentlich krachen.

Wer wann und wo spielt, kann online auf der umfangreichen Veedels-Liste nachgesehen werden. Dort sind auch direkt die Links zu finden, mit denen sich die betreffenden Tickets im Vorverkauf gesichert werden können:
νwww.jeckimsunnesching.de

Fotos: Lukas Piel (Titel)/Philipp Brohl

 

11 Dinge, die ihr unbedingt in Köln getan haben müsst, bevor der Sommer vorbei ist

Nach den kühleren Tagen freuen sich derzeit alle über die warmen Spätsommer-Temperaturen. Und die sollten auch ausgiebig genossen werden, denn der Herbst steht bereits in den Startlöchern. Am 1. September ist meteorologischer, am 23. September, astronomischer Herbstanfang. Bevor wir die T-Shirts endgültig gegen Pullover eintauschen müssen, zeigen wir euch hier 11 Dinge, die ihr unbedingt noch in Köln machen müsst, bevor der Sommer vorbei ist.

1. Straßenfeste besuchen

Typisch für den Sommer sind die vielen Straßenfeste in Köln. Noch bis in den September hinein habt ihr die Möglichkeit bei Live-Musik, Fressbuden und jeder Menge Unterhaltungsprogramm die gesellige Atmosphäre in den Veedeln zu genießen – an diesem Wochenende zum Beispiel beim Zollstock Sommerfest (31. August), beim Klimastraßenfest in Nippes (31.August) und beim Carrée-Fest in Sülz und Klettenberg (31. August und 1. September). Im September könnt ihr euch zum Beispiel noch auf „Dä längste Desch vun Kölle“ (21. und 22. September) sowie die „Tage des guten Lebens“ (15. September) freuen.

2. E-Scooter fahren

Der Sommerhit des Jahres ist ganz klar der E-Scooter. Seit Mitte Juni gibt es sie auch in Köln. Seitdem erobern sie die Straßen. Wer bis jetzt noch keine Fahrt auf den kleinen Flitzer gewagt hat, sollte dies unbedingt machen, solange wir noch von Regen und nassem Laub verschont bleiben.

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@wohnauto und @rieke_reist unterwegs in Bonn …

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3. Tretboot fahren

Gerade im Sommer ist ein Trip auf dem Wasser eine angenehme Erfrischung. In Köln gibt es gleich an mehreren Plätzen die Möglichkeit, sich ein Tretboot auszuleihen. Wenig Natur, dafür zentral in der Innenstadt könnt ihr im Mediapark auf dem kleinen See vor dem Cinedom in den bunten Bumper Boats umherfahren. Ruhigeres Ambiente und mehr Natur gibt es unter anderem bei dem Tretbootverleih im Volksgarten, am Decksteiner und Kalscheurer Weiher.

4. Open-Air-Kino besuchen

Zur Sommerzeit suchen weniger Menschen den Weg in die Kinosäle, schließlich ist man lieber draußen unterwegs. Im Sion Open Air Sommerkino im Rheinauhafen geht bis Ende September noch beides gleichzeitig. Bei Cocktails, Kölsch und mit Blick auf den Yachthafen unterm Sternenhimmel Kinofeeling genießen – das gibt es so nur in Kölle. Das komplette Kinoprogramm bis Ende September findet ihr hier.

5. Outdoor-Fitness

Gerade in der warmen Jahreszeit stehen Outdoor-Aktivitäten ganz oben auf dem Programm. Ob Yoga, Badminton, Schwimmen oder Fußballspielen – alle Sportarten, die im Winter nur in der Halle machbar sind, lassen sich im Sommer bestens im Freien ausüben. Also nutzt die Gelegenheit und kickt mit den Freunden ein letztes Mal auf der Wiese im Grüngürtel, spannt die Slackline am Aachener Weiher oder trefft euch zu einer Partie Beachvolleyball an der Rodenkirchener Riviera.

6. Ein Besuch im Biergarten

Nach Feierabend mit den Freunden bei ein paar Kaltgetränken im Biergarten zusammensitzen – dafür müsst ihr nicht extra in die Alpenrepublik fahren. Wie gut, dass es auch in der Domstadt eine große Auswahl an gemütlichen Biergärten gibt. Zum Beispiel am Rathenauplatz, in Kalk, am Aachener Weiher, an der Hafenterrasse oder im Stadtgarten.

7. Sonnenuntergang auf der Rheintreppe genießen

Seit der Rheinboulevard an der Deutzer Promenade mit seinen Rheintreppen 2015 öffnete, ist er ein beliebter Treffpunkt – sowohl für Kölner als auch für Touristen. Denn von dort aus hat man die schönste Sicht auf die Altstadt, die Hohenzollernbrücke und natürlich den Dom. Bevor die Tage immer kürzer und kälter werden, solltet ihr wenigstens noch einmal den Sonnenuntergang von dort bestaunen. Schnappt euch einen Lieblingsmenschen und genießt die wunderbare Aussicht.

8. Outdoor Escape Room

Seit einigen Jahren erfreuen sich Escape Rooms großer Beliebtheit. Auch in Köln gibt es immer mehr dieser kniffligen Räume. Seit diesem Sommer bietet Team Escape sogar einen Outdoor Escape Room im Rheinauhafen an. Bei „Operation Mindfall “ können sich bis zu sechs Spieler auf ein einzigartiges Abenteuer durch die Stadt begeben. Rund um den Rheinauhafen, entlang des Rheinufers bis hin zum Heumarkt müsst ihr ein Virus ausschalten, welches droht, das Grundwasser zu verseuchen. Klingt genau nach eurem Geschmack? Bis zum 30. September habt ihr noch die Möglichkeit, den Outdoor Escape Room zu spielen.

9. In der Flora spazieren

Ihr habt selbst keine Balkon oder Garten? Die Schönheit Natur und allerlei exotisches Gewächs könnt ihr bei einem Spaziergang durch die Flora und dem angrenzenden Botanischen Garten auf insgesamt 5,5 Hektar, genießen – solange noch alles blüht.  Vor Ort gibt es zudem das Gartenlokal Dank Augusta, auf dessen Sommerterrasse man inmitten der Natur essen und trinken kann.

10. An der Rodenkirchener Riviera / im Beach Club chillen

Die Füße im Sand und den Wind im Haar spüren – Köllefornia kann so schön sein. Holt euch die Urlaubsgefühle einfach in die Domstadt. Im km 689 Cologne Beach Club könnt ihr auf bequemen Chill-Out-Betten oder in Strandstühlen Platz nehmen – mit Domblick.  Mindestverzehr hier sind fünf Euro. An der Rodenkirchener Riviera hingegen bekommt ihr feinen Sandstrand direkt am Rheinufer – kostenlos.

11. Auf dem Flohmarkt stöbern

An fast jedem Wochenende kann in Köln über einen Floh- oder Trödelmarkt  gebummelt und gestöbert werden. Wer seine alten Schätze verkaufen oder neue Schnäppchen machen will, der wird unter anderem auf dem Flohmarkt am Autokino, dem Trödelmarkt auf dem Wilhelmplatz in Nippes, dem Stadtflohmarkt, an der Rheinpromenade oder auf dem Trödel an der Galopprennbahn fündig.

 

 

 

Versteckte Orte in Köln und Umgebung

Deine Stadt, dein Köln, dein Veedel. Schon letztes Jahr haben wir ein paar Geheimtipps zusammengestellt, die die meisten von euch bestimmt noch nicht kannten. Jetzt kommt der zweite Teil unserer Secret Places. Viel Spaß! Und wenn euch noch Orte einfallen, die versteckt und sehenswert sind, dann immer her damit!

Sicherlich, die donnernden Hufe der Pferde auf der Rennbahn in Weidenpesch sind eindrucksvoll, aber wart ihr schon mal bei einem Windhunderennen? Die schnittigen Vierbeiner bekommen ordentlich Speed drauf, wenn sie in ihrem Element – dem Laufen sind. Als Köder fungiert eine Attrappe, der die Hunde hinterher pesen. Eine solche Windhundrennbahn erwartet euch in Hürth, in der Nähe von Köln. Regelmäßig finden dort Rennen und Trainings des Köln-Solinger Windhund Sportvereins statt. Gäste sind dabei sehr gern gesehen. Trainiert wird von April bis November jeden Sonntag ab 11 Uhr. Neben den Rasse- und Windhunde rennen werden außerdem zweimal im Jahr Jeder-Hund-Rennen organisiert.

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Oma Pepper hat heute auf dem Verbandssiegerrennen beim KSW in Köln erfolgreich ihre Enkel angefeuert! Beppina erlief bei den Hündinnen einen tollen zweiten Platz und Bellini ging sogar als Sieger vom Platz bzw. von der Bahn!!!🥇🥈🏆🍾 . . #pli #galgoitaliano #windhundofinstagram #hundefotografie #italiangreyhound #italiangreyhounds #italiangreyhoundlove #italiangreyhoundsofinstagram #italiansighthound #windspiel #italienischeswindspiel #piccololevrieroitaliano #petitlevrieritalien #iggy #iggies #iggiesofig #iggiesofinstagram #iggiesoftheworld #hunderennen #dogsport #verbandssieger #verbandssiegerrennen #windhundrennen #windhundrennbahn #spiritofsummer #greyhound #dogracing #sosehensiegeraus #hundesport #fitness

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Dem Himmel so nah. Unser nächster Tipp ist etwas weiter draußen zwischen Frechen und Pulheim. Inmitten des Königsdorfer Waldes gibt es einen fast 50 Jahre alten, steilen Aufstieg mit dem passendem Namen: Himmelsleiter. Sie führt von Dansweiler auf die Glessener Höhe. Die 224 Treppen, die Besucher auf halber Höhe zu einer Grillhütte und oben zum Gipfelkreuz leiten, sind nicht zu unterschätzen. Die Leiter ist auch bei Sportlern ein beliebtes Trainingsziel. Norbert Stein sorgte beispielsweise dafür, dass die Frauenfußballnationalmannschaft vor zwölf Jahren hier zahlreiche Schweißtropfen lies. Jüngst wurde die Treppe repariert und ist jetzt wieder bereit, zahlreiche Menschen bis zum Himme…äh Gipfelkreuz zu bringen.

Der Tauzieher steht am Schokoladenmuseum und gehörte zu den ersten Kulturdenkmälern, die in Köln unter Denkmalschutz gestellt wurden. „Secret“ ist er nur, weil wohl die meisten direkt aufs Schokomuseum zu stürmen und ihm wenig Beachtung schenken.

Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“, sang das kölsche Original Trude Herr. Der Künstlerin wurde direkt hinter dem Bürgerhaus Stollwerk in der Südstadt ein Denkmal gesetzt. Es zeigt die Komödiantin mit ihren drei Gesichtern: als Sängerin, als Schauspielerin und als verträumte Frau. Nur wenige hundert Meter entfernt erinnert am Odeon Lichtspieltheater eine Bronzetafel an Trude Herr, die in diesem Gebäude zwischen 1977 und 1986 ihr Volkstheater „im Vringsveedel“ betrieben hatte.

An einer gewissen Stelle des Faulbachs gibt es eine wasserbauliche Besonderheit: Kreuzwasser genannt. Die Kreuzung von zwei Bächen: des Faulbachs und der Strunde. Letztere fließt dort über ein Aquädukt, das zwei Meter höher als der Faulbach liegt. Letzterer hat seinen Namen, da er gemächlicher beziehungsweise „fauler“ fließt. Die Kreuzung ist ein Zeugnis der kulturhistorischen Nutzung der beiden Bäche. Dieses Wasserbauwerk war ursprünglich nicht mehr als eine Holzrinne und wurde um das Jahr 1000 herum gebaut. Vermutlich, um das Wasser der Strunde besser für den Antrieb von Mühlen nutzen zu können. Insgesamt gab es von der Quelle bis zur Mündung über 30 Mühlen. Die Strunde wurde im Volksmund auch „fleißigster Bach Deutschlands“ genannt. Ein weiterer Vorteil der Bachkreuzung war die Minderung der Hochwassergefahr. Eine Wanderung dorthin führt durch verschlungene Pfade und idyllisches Grün.

Wer braucht schon die großen Yachthäfen in Monaco und Saint-Tropez, wenn es auch in Zündorf einen kleinen beschaulichen Yachthafen gibt? Ein schönes Ausflugsziel mit Biergarten und Cafés lädt zum Sitzen und Verweilen ein.

Nicht nur ein geheimer Ort sondern gleich mehrere sind die Forts, die rund um Köln verteilt sind. Sie heißen Fort X oder Zwischenwerk VIb und sind Überbleibsel des äußeren und teilweise des inneren Festungsrings. Die „Königliche Festung Cöln“ war mit 187 Werken um 1918 die größte Deutschlands. Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags mussten allerdings alle Befestigungen von Köln zerstört werden. Mengenich, Südstadt oder Mülheim sind nur einige der Orte, wo ihr einen alten Fort findet. Ihr könnt sie einzeln besuchen oder macht eine ganze Tour draus. Ein toller Nebeneffekt ist, dass ihr so das ein oder andere Veedel, zu denen ihr sonst wohl nicht unbedingt gekommen wärt entdeckt. Viele alte Festungsanlagen sind begehbar, für manche gibt es meist kostenlose Führungen. Was ihr auf jeden Fall immer antrefft ist eine irgendwie mystische Stimmung zwischen all den alten Gemäuern. Im Zwischenwerk VIII b gibt es zudem ein Festungsmuseum.

Und wer mobil ist oder Lust hat ein bisschen weiter raus zu fahren, der sollte mal die Wakeboard-Anlage in Langenfeld besuchen. Dort könnt ihr aktiven Wassersport betreiben und mindestens ebenso schön sitzen und die Stunts der Wakeboarder beobachten. Gerade im Winter ist es dort sehr gemütlich, wenn ihr die romantische Blockhütte betretet und euch in einen der großen Sessel kuschelt, die am prasselnden Kaminfeuer stehen.

 

Auf diese Kölner Straßenfeste könnt ihr euch im August freuen

Auch wenn der Sommer in diesen Tagen ein bisschen Pause macht – bald ist er wieder da. Und die Straßenfest-Saison in Köln ist passend dazu in vollem Gange. Der August wartet noch mit jeder Menge abwechslungsreichen Events auf. Allein an diesem Wochenende dürfen sich alle Kölner und auch Nicht-Kölner auf drei verschiedene Feste freuen.

Trauben- und Hopfenfest am Rheinufer

Gemütlich die Rheinpromenade entlang schlendern und sich bei dezenter Hintergrundmusik durch allerlei kulinarische Köstlichkeiten futtern – das bietet das Trauben- und Hopfenfest. Für jeden Geschmack ist etwas dort dabei: Elsässer Flammuchen, kölsche Rievkooche, hausgemachte Quiches, italienisches Olivenbrot und natürlich auch jede Menge vegetarische und vegane Speisen. Von Freitag, 16. bis Sonntag, 18. August lädt das Trauben- und Hopfenfest alle Besucher zwischen Rheinpromenade und Hohenzollernbrücke zum Genießen ein.

Kettengassenfest

Ibizafeeling wird am 16. und 17. August in der Innenstadt rund um die Kettengasse am Rudolfplatz versprüht. Schwule, Lesbe und alle anderen dürfen sich auf ein Partywochenende mit allerlei Speisen und einer großen Bandbreite an Getränken freuen. Für die musikalische Unterhaltung – von Charthouse bis Worldmusic – sorgen zwei DJs. Los geht’s am Freitag ab 16 Uhr und am Samstag ab 14 Uhr.

Straßenfeste bieten ein buntes Bühnenprogramm. //Foto: Adobe Stock

Straßenfest Agnesviertel

Mitten im schönen Agnesveedel verwandelt sich am Samstag und Sonntag, den 17. und 18. August die Neusserstraße zur bunten Partymeile mit Musik, unterschiedlichen Ständen, kleinen und größere Bühnen sowie jegliche Art von Köstlichkeiten zum Essen und Trinken. Bummeln und dabei das bunte Treiben und Live-Programm der Bands und Künstler genießen ist angesagt.

Lindenthaler Flair

Bereits zum 31. Mal findet am Sonntag, 25. August das traditionsreiche Straßenfest „Lindenthaler Flair“ auf der Dürener Straße statt. Viele verschiedene Händler und Geschäftsleute locken mit einem breitgefächerten Warenangebot und laden alle Veedelbewohner und Besucher herzlich zum Flanieren, Einkaufen und zum Verzehr von Kölsch, Würstchen und anderen Gaumenfreuden ein.

Zollstock Sommerfest

Der Marktplatz am Höninger Weg in Zollstock ist am 31. August der Ort des Geschehens. Zum achten Mal veranstaltet die Zollstocker Dienstagszugs e. V.  das große Sommerfest für alle Veedelsanwohner und Besucher. Neben Essens- und Getränkebuden, einer Hüpfburg für die jungen Besucher und zahlreichen Mitmach-Aktionen ist vor allem das musikalische Bühnenprogramm ein ganz besonderes Highlight. Die kölschen Bands Funky Marys, StadtRand, Domstürmer sowie Planschemalöör heizen den Besuchern ein und sorgen für ordentlich Stimmung beim Sommerfest.

Unzählige kulinarische Stände warten auf die Besucher. //Foto: Adobe Stock

Klimastraßenfest Nippes

Klimaschutz geht uns alle etwas an. Das dachte sich auch SmartCity Cologne, eine Initiative der Stadt Köln und der RheinEnergie AG, die das Klimastraßenfest ins Leben gerufen hat. Am Samstag, 31. August startet das sechste Klimafest auf der Neusser Straße unter dem Motto „Dicke Luft“. Zwischen 13 und 20 Uhr können Besucher auf der Festmeile an unterschiedlichen Ständen verschiedener Aussteller smarte Techniken erproben und erleben, die das Leben einfacher machen aber gleichzeitig die Umwelt schützen sollen. Ins Leben gerufen wurde das Straßenfest vom Bürgerverein „Für Nippes e. V.“, die die Anwohner und Unternehmen für das Thema Klimaschutz sensibilisieren wollten.

Carrée Fest in Sülz und Klettenberg

Auf der Berrenrather- und Sülzburgstraße wird in diesem Jahr am 31. August und 1. September das große Carrée-Fest Sülz und Klettenberg gefeiert. Bei Crêpes, Würstchen, Kölsch und Co. kann sich der Bauch vollgeschlagen und über die Straßen geschlendert, geshoppt und geschlemmt werden. Das diesjährige Bühnenprogramm steht noch nicht fest. Sicher dagegen ist, dass alle Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet haben.

 

 

Hast du’s drauf? Teste dein Wissen über die kölschen Promis

Die kölsche Sproch beherrschst du perfekt, die 86 Kölner Veedel in Köln kennst du aus dem Effeff, jedes Karnevalslied singst du auswendig mit – aber wie gut kennst du die Promis der Domstadt? Mach mit bei unserem Quiz und finde es heraus.

Bist du ein kölscher Promikenner?

Köln hat über eine Million Einwohner. Darunter auch einige Promis, die hier geboren oder als Imi sesshaft wurden. Was weißt du über sie? Quizz dich durch!

 

Statisten und mehr: „Bares für Rares“-Händler Walter Lehnertz redet Klartext

Walter „Waldi“ Lehnertz ist ein Original, ein rheinisches Original. Das wissen seit 2013 Millionen ZDF-Zuschauer, die begeistert die nachmittägliche Kult-Sendung „Bares für Rares“ mit Horst Lichter verfolgen. Waldi gehört von Anfang an zum festen Team der Händler in der Sendung, die den Privatanbietern ihre alten Schätzchen abkaufen. Oder auch nicht. Denn obwohl der 52-Jährige ständig auf der Suche nach Nachschub für seinen Laden „Waldis Eifel Antik“ in Kall-Krekel (Kreis Euskirchen) ist, kauft er längst nicht alles. Doch wenn er interessiert ist, legt er traditionell mit einem Gebot von 80 Euro los, egal wie hoch der offensichtliche Wert der Ware ist. Das hat sich zu seinem Markenzeichen entwickelt. Der gelernte Pferdewirt und spätere Garten- und Landschaftsbauer ist seit 2015 auch im Hauptberuf Trödel- und Antiquitätenhändler.
Alexander Kuffner sprach für Jeckes.NET mit dem Kult-Händler.

Waldi, hat man als Händler eigentlich schon mal ein schlechtes Gewissen gegenüber den Anbietern? Wenn man etwa genau weiß, dass das angebotene Ding ein Knaller ist und trotzdem weit unter Wert bietet, um den eigenen Verdienst höher zu treiben?
Eigentlich nicht, aus einem einfachen Grund: Du musst immer so hoch bieten, dass der Kunde auch etwas verdient. Sonst würde ich mich gar nicht auf den Handel einlassen. Ein kleines Beispiel: Eine durchschnittliche Quetschkommode hat momentan einen Wert von rund 400 Euro. Die Dinger bekommst du momentan aber nicht verkauft. Wenn mir jetzt jemand so ein Teil anbietet, dann sage ich „Da könnte ich dir momentan höchstens 80 Euro für geben, der Markt ist gerade schlecht. Nimm sie bitte wieder mit.“ Es würde mir nichts nützen, die Quetschkommode für 80 Euro zu bekommen – denn erstens würde ich eine lange Zeit drauf sitzen bleiben, wenn ich damit Gewinn machen möchte. Und zweitens wäre die Gefahr groß, dass hinter meinem Rücken gequatscht wird. Nachher wird der Verkäufer dann von Familie oder Freunden gefragt, wo denn die schöne Quetschkommode ist. Und wenn der dann sagt „Ach, das alte Ding hab ich für 80 Euro beim Waldi in Krekel gelassen“, sagen die vielleicht „Was? Ich hätte dir 300 dafür gegeben!“ Nee nee – da lass ich lieber die Finger davon.

Wie ist es möglich, von allem so viel Ahnung zu haben beziehungsweise den Wert von so vielen verschiedenen Dingen erkennen zu können?
Das macht einzig und allein die Erfahrung. Da helfen weder Internet noch Bücher, weil das Geschäft heutzutage so schnelllebig ist. Aber natürlich kauft man auch manchmal auf Risiko, das geht gar nicht anders. Ich habe Sachen von 2015 hier stehen, von denen ich damals gedacht habe, die wären der Renner. Und jetzt will sie keiner haben. „Verkaufen“ tut man sich immer mal, das ist das Risiko, mit dem wir Händler leben müssen. Zu etwa achtzig Prozent liege ich aber richtig, weil ich einfach weiß, dass die Ware gut läuft. Manchmal kaufe ich coole Sachen aber auch einfach als Hingucker für den Laden. Eben nur, damit die Leute sagen können „Guck mal, was für ein geiles Teil!“ Ob sich das dann verkauft, ist letztlich gar nicht so wichtig.

Waldi (r.) mit seinen „Bares für Rares“-Kollegen (v.l.) Wolfgang Pauritsch, Susanne Steiger, Fabian Kahl, Horst Lichter, und Ludwig Hofmaier. // Foto: ZDF/Frank Hempel

Warum kommen in Zeiten von eBay immer noch so viele Menschen zu Anbietern wie Dir?
Weil eBay unpersönlich ist. Man handelt nicht von Mensch zu Mensch, sondern von Mail zu Mail. Außerdem wird bei uns sofort bar bezahlt. Wenn du bei eBay etwas verkaufst, hast du immer Arbeit und vielleicht auch Scherereien. Du musst Fotos machen, es online stellen, verpacken, zur Post bringen und am Ende beschwert sich der Käufer vielleicht noch und fordert Nachlass und so weiter. Wenn du zu einem Händler gehst, ist das ein schnelles, sauberes Geschäft. Es gibt Geld bar auf die Hand und beide sind zufrieden. Mit dem Kaufen ist es das selbe in Grün. Die Ware steht direkt vor dir, du kannst sie genau in Augenschein nehmen und vielleicht noch etwas handeln.

Verkaufst du alles ausschließlich in deinem Laden in Kall-Krekel, oder auch online oder auf Auktionen?
Ich verkaufe ausschließlich im Laden. Selbst wenn ich weiß, dass ich über ein Auktionshaus eigentlich mehr für die Ware bekommen würde. Und bei den richtig tollen Sachen möchte ich auch wissen, wer sie haben möchte. Wer mir unsympathisch bist bekommt schon mal gar nix.

Ist dir in der Sendung eigentlich schon mal was runtergefallen?
Da wartet das Team seit sieben Jahren drauf (lacht). Obwohl, einmal ist mir tatsächlich was kaputt gegangen, das war so ein Spielzeug-Hubschrauber, an dem man kurbeln musste, damit er aufstieg. Ich hatte dann keine Idee, wie ich das Ding landen sollte und er ist schließlich gegen Susannes Daumen geflogen – Rotor kaputt. Der Kunde hatte aber zum Glück einen Ersatzrotor dabei und ich habe das Teil auch gekauft. Das war aber wirklich das einzige. Man passt auf die Sachen auf, als wären es die eigenen. Obwohl natürlich alles versichert ist.

Wie viel Geld habt ihr Händler bei „Bares für Rares“ eigentlich immer so in der Tasche?
Das kommt auf die Spezialisierung an. Schmuckhändler haben logischerweise immer etwas mehr dabei. Was mich angeht – und das ist bei einigen Kollegen ähnlich – habe ich meistens zwischen 10.000 und 15.000 Euro dabei. Wenn mal etwas außergewöhnliches kommt und schnell mehr Geld benötigt wird, leihen wir Händler uns auch untereinander etwas.

Was war das skurrilste, das dir je in der Sendung angeboten wurde?
Hmn, das war wohl die Pappmache-Figur von Goethe. Ein Goethe, der einen Diener macht mit einem Holztisch davor. Sah ein bisschen aus wie Kollege Albert (lacht). Einfach ein cooles Ding.

Wie ist das Verhältnis zu den Händlerkollegen, den Experten und Horst Lichter? Gibt’s in langen Produktionswochen nicht auch mal Knatsch untereinander?
Bei uns an der Händlertheke geht es auch schon mal rund. Das ist ein knallhartes Geschäft, da will jeder sein Gesicht wahren und kämpft für sich allein. Wenn ich bei einem bestimmten Teil sage „Das Ding geht in die Eifel!“, dann ist das eine ernstgemeinte Kampfansage. Wir schenken uns nichts, obwohl wir uns alle untereinander mögen. Aber du sprichst sicher auch auf die Zeit neben der Kamera an. Da ist allerdings nicht viel, zumindest was mich angeht. Abends sieht man sich eher selten, denn wir sind ja alle im Hauptberuf Händler und haben uns neben der Zeit vor der Kamera um unsere Geschäfte zu  kümmern. Außerdem fahre ich immer nach Hause über Nacht, manche andere auch.

Ist das Fernsehen für dich mittlerweile zum Hauptjob geworben und der Laden nur noch ein Hobby?
Nein, auf keinen Fall. Mein Laden ist für mich wichtiger, als „Bares für Rares“. Das ist mein Hauptgeschäft. Wenn ich mich heute zwischen meinem Laden und dem Fernsehen entscheiden müsste, würde ich der Sendung sofort „Tschö“ sagen.

Aber eine gewisse Prominenz hat dir die Sendung schon gebracht, von der du sicher auch profitierst …
Na klar, „80-Euro-Waldi“ hat sich ja richtig als Markenname etabliert. Es gibt inzwischen sogar schon Bustouren, die zu mir nach Krekel kommen. Und ich werde nicht nur in Deutschland erkannt, auch im Ausland ist mir dass schon öfter passiert. Die Werbewirkung durch „Bares für Rares“ ist unbezahlbar, da bin ich ehrlich. Aber das ist kein Selbstläufer, man muss den Kunden schon etwas bieten sonst kommen sie nur einmal und dann nie wieder.

Es wird ja immer wieder geschrieben, bei „Bares für Rares“ sei vieles nicht echt. Manche böse Zungen behaupten sogar, die ganze Sendung sei ein Fake …
Alles völliger Quatsch. Es gibt da ja ein Boulevard-Blatt mit vier großen Buchstaben, dass uns das seit Jahren hinterher sagt. Von diesem Blatt wurden bereits mehrmals Reporter zu uns eingeladen, um sich alles in Ruhe vor Ort anzusehen. Bisher ist allerdings keiner aufgetaucht. Sie würden auch nichts finden. Bei „Bares“ gibt es keine Fakes. Die Experten sind echt, die Anbieter sind echt und wir sind echt. Und tatsächlich haben wir vorher keine Ahnung, was uns da angeboten wird. Da wird ein riesiges Bohei drum herum veranstaltet. Die Waren werden peinlichst genau abgedeckt und versteckt, manchmal finde ich das fast schon ein bisschen lächerlich. Wir bekommen auch keine Tipps von den Experten oder können uns sonst irgendwie vorbereiten. So etwas könnte sich das ZDF ja gar nicht erlauben als öffentlich-rechtlicher Sender. Wenn das heraus käme, würde der Horst Lichter doch keinen Job mehr bekommen.

Aber es gibt doch durchaus Statisten bei der Sendung …
Natürlich gibt es die, und ich kann dir auch genau erklären, wo man die sieht. Während ein Kunde zu Horst Lichter und dem Experten an den Tisch tritt, um seine Ware schätzen zu lassen, siehst du im Hintergrund die anderen Experten mit weiteren Kunden an Tischen stehen. Diese Kunden im Hintergrund, das sind Statisten. Es geht dabei nur darum, das Bild im Hintergrund zu füllen und lebendig zu machen. An einem Drehtag kommen sechs Anbieter vormittags und sechs nachmittags. Die sind alle echt und für jedes Stück ist ein Experte da. Und manchmal siehst du außerdem in kurzen Schnittbildern lange Schlangen von Anbietern vor der Halle stehen. Die sind auch alle echt, aber das sind Bilder der Schätztage, die so etwa vier mal im Jahr stattfinden. An solchen Tagen kommen bis zu 400 Leuten, um ihre Waren von Experten einschätzen zu lassen. Wir Händler sind dann gar nicht da. Aber die Bilder der Schätztage werden eben ab und zu als Übergänge in die Sendungen hineingeschnitten.

Titelfoto: ZDF/Guido Engels