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Et weed besinnlich – Nit för Kooche“ geht in die zweite Runde

 

Grafik: Klenner

Nicht nur in Hollywood wird Erfolgreiches fortgesetzt – nein, auch bei uns in Kölle. Nach der gelungenen Premiere im Sommer steigt am 12. Dezember 2019 die zweite Auflage der originellen Musikveranstaltung „Nit för Kooche“. Für alle gibt’s freien Eintritt im Chlodwigeck. Initiator und Moderator Heiner Wiencke hat sich dafür Steph Breuer, wie Heiner als DJ im Karneval erprobt, zur Unterstützung an seine Seite geholt. Das Duo wird dem Publikum erneut unbekannte kölsche Perlen präsentieren. „Entsprechend der Jahreszeit spielen wir besinnliche Nummern“, erzählt Heiner.

„Dabei muss es in den Songs nicht zwingend um Weihnachten gehen. Aber ruhig oder zum Nachdenken anregend sollen sie sein – und natürlich op Kölsch.“ Der DJ legt unter anderem Musik von Tommy Engel, F.M. Willizil, J.P. Weber und Lax auf. Damit das Publikum auch fleißig mitsingen kann, werden vorab Textzettel verteilt. Selbst eingefleischte Fans heimischer Töne werden an diesem Abend sicher manch spannende Entdeckung machen.

 

Alle Auftritte stehen unter einem Motto

DJ Steph und Initiator Heiner // Foto: zVg

Im Unterschied zur Premiere wurde „Nit för Kooche“ von Heiner und Stephum dieses Mal um Liveklänge erweitert. Allerdings auf eine ganz besondere Art. „Bei uns wird unplugged ganz wörtlich genommen“, erklärt Steph zum Konzept. „Die Künstler spielen also ohne Mikrofon – nur mit Gitarre und ihrer Stimme.“ Angekündigt sind Entertainer Mathias Nelles, Dennis Kleimann (Stadtrebellen, Zeltinger Band), das Mutter/Tochter-Gespann von Gäng Latäng und das Duo wirzweibeiden. Mitorganisator Steph, auch Frontmann der Band The Klaaf, will es sich nicht nehmen lassen, auch in die Saiten zu greifen. Die Kurzauftritte stehen alle unter dem Motto „Et weed besinnlich“ oder auch: janz höösch.

„Es gibt zwar mittlerweile viele Events mit lokaler Musik, aber diese Mischung aus Stücken vom Band und handgemachten Klängen gibt es in dieser Form in Köln bislang nicht“, so Steph. Diese innovative Kombi dürfte für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgen. Wenn ihr am 12. Dezember zu „Nit för Kooche“ kommt, dürft ihr euch nicht nur auf Geheimtipps der kölschen Musik jenseits von Fastelovend und Ufftata freuen, sondern könnt auch noch etwas Gutes tun. „Wir werden den Hut rumgehen lassen“, verrät Heiner. „Das gesammelte Geld spenden wir anschließend komplett für einen sozialen Zweck.“

12. Dezember 2019, 19.30 Uhr: „Nit för Kooche – Et weed besinnlich“, Chlodwigeck, Annostraße 1, Einlass ab 17.30 Uhr

 

Die Ruhe nach dem Sturm: Tipps zum Entspannen nach dem 11.11

Die Karnevalssession ist offiziell eröffnet. Am Montag strömten tausende Jecke nach Köln um den Sessionsauftakt feuchtfröhlich zu feiern. Doch das Singen, Tanzen, Schunkeln und Bützen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch echt anstrengend. Nach der wilden Sause ist danach erst einmal Ruhe und Erholung angesagt. Vor allem, weil der 11.11. in diesem Jahr nicht aufs Wochenende fiel, sondern direkt auf den Wochenanfang. Die Akkus müssen wieder aufgeladen und Abwehrkräfte gestärkt werden. Wir zeigen euch ruhige Orte in und um die Domstadt, an denen ihr Entspannung findet.

Wie ein Tag am Meer

Entspannen und tief durchatmen: In der Salzgrotte könnt ihr wunderbar abschalten. Die wohltuende Wirkung der Salzluft wie beispielsweise vom Toten Meer oder der Nordsee reinigt die Schleimhäute, hat einen desinfizierenden Effekt und wirkt lindernd bei Atemwegserkrankungen, Allergien und Hautbeschwerden. In bequemer Alltagskleidung und eingekuschelt in eine Decke könnt ihr eine 45-minütige Sitzung in einem Salzraum genießen und den Stress vergessen. In Köln gibt’s unter anderem in Neustadt-Nord, Lindenthal oder Porz eine Salzgrotte.

 

Der Decksteiner Weiher bietet sich bei jeder Jahreszeit für einen Spaziergang an. //Foto: Adobe Stock

Ruhe in der Natur

Wer kein Geld für Wellness hat oder lieber raus in die Natur möchte, dem werden in Köln zahlreiche Möglichkeiten geboten. Ob ein Spaziergang an den Poller Wiesen, im Stadtwald, am Decksteiner Weiher oder entlang der Lindenthaler Kanäle – ruhige Plätze gibt es ausreichend. Und wem das noch nicht genügend Stille ist, der kann die absolute Ruhe bei einem Rundgang auf dem Melaten genießen.

 

Exotische Ruheoase

Ihr sucht die Abwechslung zu herkömmlichen Massagen? Eine exotische Alternative bietet zum Beispiel das türkische Hamam-Dampfbad. Bei Temperaturen zwischen 50-60 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit öffnen sich die Poren der Haut und die Muskeln entspannen sich, dann wird der Körper mit warmen Wasser und Schaum eingeseift. Im Anschluss erfolgt auf den warmen Mamorplatten des Hamam ein Ganzkörperpeeling sowie eine entspannende Massage. Danach steckt euch die Karnevalsfeierei garantiert nicht mehr in den Knochen. Hamams in Köln findet ihr u.a. im Spa-Bereich des Savoy-Hotels oder im Holunderweg.

 

Das Hamam ist eine schaumige Angelegenheit. //Foto: Adobe Stock

Wellness für die Seele

In Köln und Umgebung finden sich jede Menge Wellness-Tempel. Ob das Neptunbad mitten in Ehrenfeld, die Claudius Therme mit Blick auf den Dom oder das Vital Spa des Dorint Hotels samt Solegrotte – es gibt viele Orte, an denen eine kleine Auszeit vom Alltag genommen werden kann. Wer mehr Zeit einplant, kann in umliegenden Spas und Oasen entspannen. Das Kameha Spa in Bonn bietet dank Infinity-Außenpool einen unglaublichen Panoramablick auf die Stadt, im monte mare in Bedburg gibt’s Sauna und Wellness wie auf Bali und in der Badewelt Euskirchen könnt ihr unter Palmen bei angenehmer Wassertemperatur von 33 Grad einfach mal abtauchen oder in der Sauna alle Giftstoffe ausschwitzen.

 

Einfach zu Hause abschalten

Und wem da alles zu viel Aufwand ist oder wer nicht das Geld für einen Ausflug ausgeben möchte, aber trotzdem Lust auf Wellness hat, der kann es sich auch in den eigenen vier Wänden gemütlich machen. Pflegende Gesichtsmasken können günstig in Drogeriemärkten gekauft oder ganz einfach zu Hause selbst angerührt werden. Für die entspannte Massage gibt’s ein elektrisches Nackenmassagegerät oder gleich eine ganze Massagesitzauflage. Die gestressten Füße werden bei einem Sprudelbad samt Fußreflexzonenmassage regeneriert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15 Sätze, die ein Kölner niemals sagen würde

Zugegeben, wir Kölner sind ein sehr eigenes Völkchen. Nichts geht uns über den FC, den Dom, den Karneval und generell die Stadt selbst. Und gerade deshalb gibt es Sätze, die ein Kölner niemals sagen würde. 15 davon haben wir gesammelt. Haben wir etwas vergessen? In den Kommentaren am Ende der Seite freuen wir uns über Ergänzungen!

Hier sind unsere 15 Sätze, die ein Kölner niemals sagen würde:

 

  • „Was macht denn da die Ziege am Spielfeldrand?“

    Am 11.11. sollte sich keiner über Menschenmassen wundern. //Foto: Adobe

  • „Mir doch egal, auf welcher Rheinseite ich wohne.“
  • (Am 11.11.): „Warum ist es eigentlich so voll in der Stadt?“
  • „Wäre ich doch in Düsseldorf geblieben.“
  • „Auf die KVB ist eben immer Verlass.“
  • „Ich hab eine total günstige Wohnung in der Altstadt gefunden.“
  • „Boah, jetzt hätt‘ ich Lust auf ein Alt.“
  • Ich liebe es, samstags auf der Hohe Straße zu shoppen.“
  • „Den Dom braucht doch kein Mensch.“
  • „Toll, so viele Fahrradwege hier.“

    Gibt’s in Köln wie Sand am Meer: Junggesllenabschiede. //Foto: pixabay/Leoderliebe

  • „Silvester feiere ich ja am liebsten auf der Domplatte“
  • „Cool, ich habe sofort einen Parkplatz gefunden!“
  • „Die Junggesellenabschiede in der Altstadt und auf den Ringen nerven mich gar nicht.“
  • „Die Sanierung der Brücke wird pünktlich fertig, wie immer!“
  • „Helau.“

 

30 Jahre Mauerfall: Kuriose Fakten zur DDR

Vor 30 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Berliner Mauer und vereinte die geteilte Republik. Doch bis heute kursieren witzige Details und kuriose Klischees aus dem Alltag der DDR: Kannten die Menschen in Ostberlin wirklich keine Bananen? Waren beliebte Namen tatsächlich Mandy, Maik und Chantal? Und wie viel Wahrheit steckt hinter der Behauptung, Jeans seien zu DDR-Zeiten verboten gewesen?

1. Hype um Kleingärten

Rekordzahlen, die sich auch heute noch im Stadtbild niederschlagen: 2,6 Millionen Wochenendgrundstücke und etwa 855.000 Kleingärten wurden zu damaliger Zeiten gezählt. So beliebt war das kleine Gartenhäuschen – auch Datsche genannt – in keinem anderen Land.

Kleingärten gab es wie Sand am Meer. //Foto: Adobe

2. Ein Stück filmreife Geschichte

Das Leben der Anderen, Sonnenallee oder Good Bye, Lenin – all diese Filmen beschäftigen sich mit der DDR. Manch einer schaffte damit sogar den großen Sprung nach Hollywood: Das Leben der Anderen von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck mit Schauspieler Ulrich Mühe in der Hauptrolle, wurde im Jahr 2006 mit einem Oscar der Kategorie „Bester Fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet.

3. Luxusgut: der Fernseher

Was in Zeiten von Netflix und Co. kaum vorstellbar ist, war vor dem Mauerfall Realität: Nur etwa jeder zweite Haushalt Ostberlins war mit einem Farbfernseher ausgestattet. Die westdeutschen Nachbarn hingegen besaßen zu 94 Prozent eine Farbflimmerkiste und zu 98 Prozent ein Telefon. Dies war sogar nur zu neun Prozent in den Ost-Haushalten vorhanden. Eine Waschmaschine hingegen stand in 99 Prozent aller Haushalte – egal ob Ost oder West.

4. Der Hype um die Banane

In Ostberlin waren Bananen sehr wohl bekannt. Allerdings waren sie so begehrt, dass das Produkt häufig ausverkauft war. Der Pro Kopf Import reichte einfach nicht für alle aus, so dass die Frucht zur Mangelware wurde.

Von wegen Bananen waren Mangelware. //Foto: Adobe

5. „So ein Kevin“

In der Tat galt der Name „Mandy“ ab 1974 als DER Mädchenname schlechthin und befand sich unter den Top Ten der Namensliste für weibliche Babys. Doch auch wenn Kevin und Justin, Chantal und Cindy unter den beliebten „Ost-Namen“ zu finden waren, hießen dennoch nicht alle Kinder so.

6. Der Blue Jeans Faktor

Ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit sah die SED-Führung in der robusten Beinbekleidung, die in der Deutschen Demokratischen Republik einst Nietenhose genannt wurde. Argwöhnisch beobachtet und lange Zeit unterbunden, fand das Kleidungsstück dennoch seinen festen Platz in ostdeutschen Kleiderschränken: 1968 wurde die erste Jeans aus Ungarn importiert. Manch einer setze sich sogar für die perfekte Passform mitsamt der Hose in die Badewanne, die dann sehr eng anliegend am Körper trocknete.

Durch das Bad mit Jeanshose saß diese wie angegossen. //Foto: Adobe