Schwitzen verboten:­ Sitzungs-Kostüme

Es ist Sitzungszeit, doch nicht jedes Kostüm eignet sich gleich gut für die rauschende Party im beheizten Saal. Hier findest du einige Tipps, wie du das passende Sitzungs-Kostüm für dich auswählst. Zu empfehlen sind leichte Stoffe aus natürlichen Materialien wie Baumwolle. Also lass den flauschigen Tiger oder den Spiderman-Morphsuit aus Polyester besser zuhause. Solche Verkleidungen bringen dich sonst nur über alle Maßen ins Schwitzen. Müffelnd und mit nassen Achseln wirst du dich nicht nur unwohl fühlen, sondern dich auch bei deinen Schunkelpartnern garantiert unbeliebt machen. Zudem sollte dein Kostüm auch ohne Jacke oder Umhang zu erkennen sein. Denn falls die Büttenredner und Bands den Saal zum Kochen bringen, sollte dich nichts daran hindern, diese Hüllen fallen zu lassen.

Alaaf! Aber bitte ohne Schweißrand! // Foto: Schmülgen

Nicht nur bunte Stoffe machen gute Laune, auch glitzernde Farbe im Gesicht ist bei Karnevalisten beliebt. Du solltest es mit der bunten Pracht aber nicht übertreiben. Die Variante „Schminke bis in und hinter die Ohren“ ist im Sitzungskarneval nicht die beste Wahl. Denn das nervt nicht nur nach der Party, wenn der klebrige Schmodder angeheitert und übermüdet beseitigt werden muss. Auch während der Sitzung machst du dir keine Freunde, wenn du etwa Engelchen in weißen Tüllröcken oder Römer in edlen Tuniken beim Bützen mit deiner Schminke vollschmierst.

Außerdem solltest du darauf achten, dass du dich in deinem Kostüm frei bewegen kannst, um bei jedem Lied mitschunkeln und später tanzen zu können. Das Feenkostüm eignet sich dafür definitiv besser als der kantige Roboter. Übrigens: Ob Perücke, Cowboyhut oder Geweih – dein Kopfschmuck sollte fest genug sitzen. So sparst du dir lästiges Zurechtrücken während der Karnevalssause.

Und zu guter Letzt: Bedenke deine Schuhwahl! Du möchtest auf den Tischen tanzen, und das möglichst lange. Allzu hohe Absätze oder gefütterte Stiefel sind dementsprechend tabu. Sandalen sind ebenfalls nicht gerade zu empfehlen, auch wenn du als griechischer Gott unterwegs bist. Die Gefahr, dass dir dein Nachbar auf die Zehen tritt, ist einfach zu hoch. Sneaker gibt es inzwischen in allen Farben und Designs – da ist bestimmt das passende Paar für dein Kostüm dabei.

 

11 geniale Gruppenkostüme

Die drei Musketiere, die Teletubbies oder die Rolling Stones –in der Gruppe ist man stärker. Dies gilt für viele Lebenslagen. Auch für Kostüme. Manche Ideen lassen sich eben nur mit mehreren Mann umsetzten. Du und deine Freunde, ihr wollt bei eurem Auftritt glänzen? Dann haben wir hier für dich 11 unglaublich geniale und zugleich kreative Gruppenkostüme, mit denen ihr jeden Jeck beeindrucken werdet.

 

3 Affen

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen – das Symbol der drei Affen ist weltbekannt. Nicht allein dadurch, dass sie mit großer Beliebtheit als Emojis bei WhatsApp verwendet werden. Allerdings eignet sich dieses Kostüm nur für eine dreiköpfige Gruppe.

Die kleine Raupe Nimmersatt

Je mehr ihr seid, umso besser. Denn als Raupe Nimmersatt ist das Kostüm im Mittelteil variable erweiterbar. Ein wenig Geschick mit Nadel und Faden wird für dieses Kostüm allerdings vorausgesetzt.

Domino-Effekt

Erzeugt euren eigenen Domino-Effekt. Die Kostüme sind schnell gemacht. Für die Domino-Steine braucht ihr lediglich schwarze Kleidung, die ihr mit weißen Punkten beklebt. Einer aus der Gruppe ist der „Anführer“, der die Domino-Reihe zum Fallen bringt. Bei diesem Kostüm spielt die Anzahl der Gruppenmitglieder keine Rolle – je mehr, desto besser.

Spice Girls

Sie waren DIE Girlband der 90er. Die Spice Girls stehen für absolute Girlpower. Schnapp dir vier Freundinnen und verwandelt euch in Baby-, Sporty-,Ginger, Posh- und Scary Spice. Die wichtigsten Accessoires: Schrille Klamotten und Plateau-Schuhe.

Cheeseburger

Burgerbrötchen, Fleisch, Salat, Käse und eine Scheibe Tomate – fertig ist der Cheeseburger. Einfache Idee mit großer Wirkung. Dieses Kostüm eignet sich am besten für fünf bis sechs Mann.

Schere Stein Papier

Schnick Schnack Schnuck ist auf der ganzen Welt bekannt. So einfach das Spiel ist, umso schwerer ist das passende Kostüm. Ihr müsst zu dritt sein und über ein gewisses Maß an Bastelgeschick verfügen. Doch die Arbeit lohnt sich – der Wow-Effekt ist euch sicher.

Tetris

Für dieses Gruppenkostüm braucht ihr lediglich Pappe und bunte Farben. In die richtige Form gebracht und angemalt – schon seid ihr die perfekten Tetrisbausteine.

Du stehst auf selbstgemacht? 11 verrückte DIY-Kostüme findest du hier

Super Mario Kart

Das Videospiel genießt auch heute noch immer Kultstatus. Verwandelt euch doch als Super Mario und seine Crew. Neben Mario stehen euch noch Luigi, Bowser, Peach, Yoshi , Koopa, Toad und Donkey Kong Jr. zur Verfügung. Statt Go-Karts könnt ihr eure Fahrräder entsprechend aufhübschen.

 Tequila

Für einen guten Tequila braucht man nur drei Zutaten. Tequila, Limette und Salz. Verkleidet euch als spritziges Trio und sorgt für feuchtfröhliche Stimmung bei den Jecken.

Die Simpsons

Sie sind die chaotisch, gelbe Familie aus Springfield. Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie flimmern seit fast 30 Jahren über die TV-Bildschirme und haben längst Kultstatus erlangt. Dieses Gruppenkostüm eignet sich bestens für die ganze Familie.

Safari

Auf einer Safari kann man so allerlei wilde Tiere in freier Wildbahn erleben. Da braucht es einen erfahrenen Ranger an der Seite. Lasst eurer Kreativität bei der Auswahl der Tiere freien Lauf. Diesem Gruppenkostüm sind keine Grenzen gesetzt.

 

Für noch mehr Kostüm-Ideen, folge Jeckes-Net bei Pinterest.

Was du Karneval vermeiden solltest

In der fünften Jahreszeit geht so einiges – aber zum Glück nicht alles. Wenn du ausgelassen feiern, flirten, tanzen und trinken möchtest, stehen dir kaum Hindernisse im Weg. Den Kindheitstraum ausleben und für Tage als Feuerwehrmann kostümiert durch die Gegend ziehen oder einfach ganze Tage im Dauer-Party-Modus verbringen: alles kein Problem.

Alkohol gehört dazu und man wird auch nicht schief angesehen, wenn es mal ein Tropfen zu viel wurde. Hauptsache, dein Verhalten geht nicht auf die Kosten von anderen. Denn trotz aller Freiheiten gibt es da ein paar Dinge, auf die du unbedingt achten solltest.

Alkohol gehört zwar dazu, kann aber auch zu ziemlich peinlichen Situationen führen. // Fotos: Thinkstock

Wer sich zum Beispiel nicht direkt als Imi outen oder auf dem Trocknen sitzen möchte, sollte etwa in Köln tunlichst vermeiden, in einer Karnevals-Kneipe ein gepflegtes Pils oder ein Alt zu bestellen. Da hört die grenzenlose Toleranz der Kölner schlagartig auf und man kann froh sein, wenn der Köbes nur verachtend schnaubt und einen fortan links liegen lässt. Dass es generell peinlich ist, sich unkostümiert ins Getümmel zu stürzen, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Wohl aber, dass die sexy Krankenschwester neben dir nicht einfach angetatscht werden will. Auch ein mitgebrachtes Getränk aus Kostengründen am Köbes vorbeischmuggeln, kann böse nach hinten losgehen.

Sparen kannst du ein anderes mal – nicht an Karneval. Übrigens: Richte deinen Blick von der Krankenschwester mal auf die andere Seite der Theke – da stehen noch jede Menge Jecken, die einen mittrinken würden. Kniesköppe, sprich Geizhälse, gehören nicht zu den beliebtesten Gästen.

Alkohol ist kein Freifahrtschein. Wer sein Limit überschreitet und vor anderen den lebenden Vulkan gibt, ist oft einfach nur belästigend. Meist hilft es, mal kurz den Verstand einzuschalten. Das geht selbst betrunken. Die Kirchenmauer, die du gerade zielsicher mit voller Blase ansteuerst etwa, hat besseres verdient. Und wer zum Beispiel vor lauter Konfetti im Kopf das Kondom vergisst, hat mitunter auch nach den tollen Tagen ein Problem. Apropos Kondom: Karneval wird bei den meisten Partnern weitestgehend nicht als korrekte Entschuldigung für’s Fremdgehen akzeptiert.

Und als letzten Tipp: Lass das Smartphone besser in der Tasche, wenn es allzu heiß wird. Schnell ist ein Selfie gepostet, das nicht wirklich repräsentativ ist und dir am nächsten Morgen einige bissige Kommentare einbringt – schlimmstenfalls von Deinem Chef …

Playlist: Janz frische kölsche Tön

Mit Kasalla und Cat Ballou fing es an – seit 2010 drängen immer mehr neue Formationen auf den Markt für jecke Tön. Gute Karnevalsmusik kann es schließlich auch nicht genug geben. Mittlerweile sind neben den Vorgenannten auch Bands wie Querbeat, Fiasko oder Miljö nicht mehr aus den Sälen und Kneipen wegzudenken. Und natürlich gibt es noch viel mehr. In dieser Playlist haben wir einmal einige der „jungen Wilden“ mit ihren Sessionshits aus diesem und letztem Jahr zusammengetragen. Wobei die Micky Brühl Band vielleicht wild, aber nicht mehr ganz so jung ist. Trotzdem ist sie noch relativ neu auf dem Markt.
Jeckes.net wünscht vill Pläsier!

Die Playlist wurde mit Spotify erstellt. Wer noch kein (kostenloses!) Spotify-Konto hat, kann sich einfach fix unter diesem Link registrieren. Dann einfach nur noch auf „Play“ drücken und sich anderthalb Stunden über frische kölsche Tön freuen.
Alaaf!

3 Fragen an Prinz Michael II.

Michael Gerhold ist Karnevalsjeck durch und durch. 1996 war er bereits als Pänz Kinderprinz beim Kölner Kinderdreigestirn. Somit ist er der zweite ehemalige Kinderregent, der auch Prinz im Kölner Karneval ist. Beruflich ist der 30-Jährige seit 2010 in seiner Künstler- und Eventagentur „agentur ahrens“ eingespannt. Privat schlägt sein Herz neben dem FC – wo er seit seinem 14. Lebensjahr Mitglied ist – auch für die Musik und das Skifahren.

1. Sie sind einer der jüngsten Prinzen Kölns. Warum trauen Sie sich das zu?

„Ich bin ja mit dem Karneval groß geworden, da weiß man schon so ungefähr, was auf einen zukommt. Außerdem hatte ich das Glück, schon mal üben zu dürfen: In der Session 1996 war ich Prinz im Kölner Kinderdreigestirn und habe da viel über den Karneval und speziell über die Rolle des Prinzen gelernt.”

Jungfrau Emma, Prinz Michael II. und Bauer Christoph bilden das Dreigestirn 2018. // Foto: Festkomitee Kölner Karneval von 1823

2. Sie haben gerade ihre Herzdame gefunden, wird die Session zur ersten Belastungsprobe für die neue Beziehung?

„Wir sind gerade erst ein paar Wochen zusammen, und erleben daher alles zum ersten Mal. Da ist vieles neu und spannend, aber sicher keine Belastungsprobe. Natürlich sehen wir uns im Moment nur sehr selten, aber ich hätte wohl niemanden finden können, der mehr Verständnis dafür aufbringt als Tanja. Sie ist schließlich selbst von Kind an im Karneval aktiv und weiß sehr genau, welche Eindrücke da auf einen einströmen.”

3. Sind Sie mehr der Ostermann-Fan oder bevorzugen Sie eher Miljö, Kasalla und Co.?

„Der Mix macht es! Je nachdem, wo man feiert oder mit wem man gerade zusammensteht, ist die Stimmung anders. Ich bin voll dabei, wenn Kasalla oder Brings abrocken, aber ich wollte nicht auf die wunderbaren Momente verzichten, wenn man irgendwo an der Theke ‚Heimweh noh Kölle’ hört und sich spontan beim Nebenmann einhakt.”

3 Fragen an Jungrau Emma

Hinter Jungfrau Emma steckt im echten Leben Erich Ströbel. Der 50-Jährige machte nach der Schule eine Ausbildung zum Raumausstatter. Bevor er sich 1990 dazu entschloss eine weitere Ausbildung als Industriekaufmann zu absolvieren. Seit 18 Jahren ist er jetzt als Vertriebsmanager bei „Royal Canin“ tätig. Neben dem Karneval, schlägt Erich Ströbels Herz natürlich auch für den 1. FC Köln, wo er seit 2000 Mitglied ist. Außerdem reist er gerne und kocht und backt in seiner Freizeit.

1. Ihr werdet hunderte Termine wahrnehmen, worauf freuen Sie sich besonders?

„Schon vor der Session haben wir das Kindergestirn ein bisschen näher kennen gelernt. Die sind echt super drauf, und ich freue mich auf die gemeinsamen Auftritte. So sollte Karneval doch sein: für Groß und Klein.”

2. Wie lange brauchen Sie, um sich in Schale zu werfen und wer hilft Ihnen dabei?

Jungfrau Emma, Prinz Michael II. und Bauer Christoph bilden das Dreigestirn 2018. // Foto: Festkomitee Kölner Karneval von 1823

„Als Mann glaubt man es ja kaum, aber ich brauche tatsächlich rund anderthalb Stunden, bis der Hoffriseur und mein Adjutant Volker Marx mich parat gemacht haben. Alleine das Schminken dauert rund 40 Minuten.”

3. Haben Sie bereits – evtl. heimlich – vor dem Spiegel Kusshändchen, Augenaufschlag oder ähnliches geübt?

„Wir Drei schlüpfen in der Session in eine Rolle, mit der man ganz bestimmte Verhaltensweisen assoziiert – auch das Kusshändchen. Wenn man wie wir einmal im Leben die Gelegenheit hat, eine der Figuren aus dem Dreigestirn zu verkörpern, dann möchte man das ganz besonders gut machen. Als Imi habe ich da natürlich ein bisschen Nachholbedarf, aber Michael und Christoph helfen mir da sehr, wenn wir gemeinsam für unsere Auftritte üben.”

 

 

3 Fragen an Bauer Christoph

Christoph Stock ist in diesem Jahr der Bauer im Kölner Dreigestirn. Normalerweise steht der 50-jährige Metzgermeister hinter der Theke seiner Metzgerei „Der gute alte Metzgerladen“ in Köln Nippes. Zu seinen Hobbys zählt der vierfache Vater neben dem Grillen auch Radfahren und Tennisspielen. Seit 2010 ist er übrigens stolzes Mitglied beim 1. FC Köln.

1. Wie schaffen Sie es, die vielen Termine in der Session und die Familie unter einen Hut zu bringen?

Jungfrau Emma, Prinz Michael II. und Bauer Christoph bilden das Dreigestirn 2018. // Foto: Festkomitee Kölner Karneval von 1823

„Um die kleinen Dinge des Alltags wird sich in den nächsten Wochen meine Frau kümmern – ich bin ja bis Aschermittwoch unterwegs und schlafe nachts in der Hofburg. Das ist bei uns aber sonst auch nicht viel anders: Wenn ich im Laden bin oder Wurst mache, führt Anja zu Hause das Regiment. Die beiden Großen, Svenja und Isabel werde ich ab und zu bei Sitzungen am Abend sehen, aber Kelly und Sidney, die beiden jüngeren Pänz, werden mich wohl nur selten im Ornat zu Gesicht bekommen. Wenn die nicht alle zusammen genauso jeck wären wie ich, hätte ich das Projekt ‚Kölner Bauer’ gar nicht gestartet.”

2. Ihr werdet hunderte Termine wahrnehmen, worauf freuen Sie sich besonders?

„Ganz besonders werden sicher die Momente mit den Menschen, denen es nicht so gut geht. Den Termin in der Kinderkrebsstation nehme ich zum Beispiel sehr ernst und beschäftige mich gedanklich viel damit. Da wird einem die Aufgabe, die man übernommen hat, noch einmal ganz bewusst: Wir wollen Freude verbreiten – und sei es nur für ein paar Momente. Abgesehen davon ist natürlich der Rosenmontag ein echter Höhepunkt: Da können wir hoffentlich mit Kamelle all das zurückgeben, was die kölschen Jecken uns in den Wochen davor durch ihren Applaus geschenkt haben.”

3. Ein Bauer muss stark und standhaft sein – verleiht Ihnen Mett aus der
eigenen Metzgerei die Kraft?

„Nicht nur das Mett, sondern auch die im wahrsten Sinne des Wortes ‚ausgezeichnete’ Leberwurst! Aber im Ernst: Ich halte mich durch Fahrrad fahren fit, habe auch eines in der Hofburg im Fitnessraum stehen. Das ist ein guter Ausgleich für mich – egal ob nach einem Tag in der Metzgerei oder jetzt in der Session.”

 

11 Kostüme zum Selbermachen

Eine der größten Fragen, die sich Jecken in der fünften Jahreszeit stellen: Als was verkleide ich mich in dieser Session? Kreativ und nicht zu teuer sollte das Kostüm sein. Natürlich möchte man sich auch von der Masse abheben. Da wären Einhorn, Polizist oder Clown eher ungeeignet. Die Devise: Selbermachen statt fertig kaufen. Wir zeigen dir 11 jecke Kostüme, die nicht nur individuell und günstig sind, sondern sich auch bestens als Last Minute-Kostüm für Unentschlossene eignen.

Troll

Die einzige Voraussetzung bei dieser Verkleidung sind lange Haare. Einfach mit jeder Menge Haarspray fixieren und mit bunter Sprühfarbe einfärben. Dazu ein beiges Oberteil, sowie ein bunter Rock und der Troll-Look ist perfekt. Eignet sich auch als Gruppenkostüm.

Kaktus

Vorsichtig stachelig – nicht bei diesem Kostüm. Mit einigen Handgriffen und ein paar Utensilien verwandelst du dich im Handumdrehen zum Kaktus. Alles, was du brauchst sind grüne Kleidung und holzfarbene Wäscheklammern.

Traube

Hier sind nur zwei Utensilien nötig: Jede Menge lila Luftballons und etwas Grünzeug als Kopfbedeckung. Und natürlich noch eine Menge Puste, um alle Ballons aufzublasen. Vorsicht, dass wilde Jecken deine Luftballons während einer wilden Karnevalssause nicht zum Platzen bringen.

Kaugummiautomaten

Wenig Aufwand – großer Effekt. Eignet sich auch bestens für besonders Kurzentschlossene. Schnapp dir ein weißes T-Shirt und beklebe es mit jeder Menge bunter Bällchen. Aus Pappe ein Preisschild gebastelt und fertig ist das selbstgemachte Kostüm.

Regenbogenfisch

Dieses Kostüm erfordert ein wenig mehr Aufwand und Bastelgeschick. Auf ein türkisfarbenes T-Shirt müssen jede Menge bunt-glitzernde Schuppe aufgenäht werden. Außerdem benötigst Du einen Tüllrock, an den verschiedene Stoffe genäht werden. Wenn das geschafft ist, bist du garantiert der schönste Fisch im Fastelovend.

Wo ist Walter?

Verwandele den Kölner Karneval in ein echtes Wimmelbild und geh als Weltenbummler Walter. Eine dicke Hornbrille, ein blaues Unterteil sowie ein Shirt und eine Mütze in Ringeloptik sind hier essentiell.

Tinderprofil

An Karneval wird geflirtet, was das Zeug hält. Verkleide dich doch als dein eigenes Tinderprofil und zeig den anderen Jecken, dass du für das ein Bützchen oder mehr zu haben bist.

Kaugummi

Geringer Aufwand mit großem Ergebnis. Ein rosa Kleidchen schnell mit Alufolie und dem Schriftzug Kaugumi verziert. Ein paar Luftballons aufgepustet – und schon ist das Kostüm fertig.

Taucher

Zwei große Flaschen mit Klebeband fixieren, Schnorchel und Taucherbrille aufsetzen­ – tief Luftholen und in die jecke Feiermenge abtauchen. Praktisch: In den Flaschen kannst Du problemlos Getränke transportieren.

Sushi

Zum Anbeißen ist dieses selbstgemachte Sushi-Kostüm. Um dich in eine lebende Nigiri-Rolle zu verwandeln, braucht es nicht viel. Ein weißes Kleid, ein orangefarbenes Kissen sowie ein schwarzes Band – fertig ist das Sushi. Essstäbchen runden deinen Look ab.

Regenwolke

Dieses Kostüm lässt Dich garantiert nicht im Regen stehen. An einem großen Wattebausch müssen blau Schnüre befestigt werden. Dicke Wassertropfen machen den Regenwolken-Look perfekt.

 

Noch mehr jecke Do-it-yourself Kostüme findest du bei Jeckes.Net auf Pinterest.

 

 

So wirst Du zum Bachelor!

Es geht wieder los. „Der Bachelor“ startet in eine neue Runde. 22 wildgewordene Frauen kämpfen um die letzte Rose und das Herz eines Mannes. In diesem Jahr darf Daniel Völz den Rosenkavalier spielen und jede Menge jecke Single-Damen daten. Das willst du auch mal? Kein Problem! Verkleide dich an Fastelovend doch einfach mal als Bachelor. Wir zeigen dir, wie du mit nur ein paar Accessoires zum echten Womanizer an Karneval wirst.

Blumen sagen mehr als 1000 Worte. // Foto: Amazon

Strauß Rosen

Dieses Accessoire ist unerlässlich. Denn: Was wäre ein Bachelor ohne seine Rosen? Super Nebeneffekt: Attraktiven Single-Damen kann man beim Feiern eine Rose überreichen. Damit dich andere Jecke nicht für einen Rosenverkäufer halten, gibt es noch andere, wichtige Utensilien, die du für den perfekten Look unbedingt brauchst.

Kleider machen Leute. // Foto: Deiters

Schwarzer Anzug

Jeans und Pullover sind für einen waschechten Bachelor absolut Tabu – ein Anzug dagegen ein Muss. Außerdem ist es bekannt,
dass Frauen besonders auf Männer in Anzügen stehen.

Brisk sorgt für die tolle Tolle. // Foto: Amazon

Haargel

Ja, ein Bachelor muss schmierig sein. Da darf auch eine ordentliche Portion Haargel nicht fehlen. So übersteht deine Frisur auch jede – noch so wilde– Karnevalsparty.

 

Dieses Brusthaar-Toupet unterstreicht die Männlichkeit. // Foto: Deiters

Brusthaar-Perücke

„Ich hab drei Haare auf der Brust, ich bin ein Bär“…. so singt es Bernd Stelter in seinem bekannten Karnevals-Hit. Über drei Haare kannst du bei diesem Brusthaar Toupet nur müde lächeln. Mit diesem haarigen Accessoire strotzt du nur so vor Männlichkeit.

Auch für einen Bachelor ist Verhütung ein absolutes Muss. //Foto: Amazon

Kondome

Auch an Karneval gilt: Safety first! Du kannst schunkele, bütze und poppe – aber niemals ohne Schutz. Auch als Bachelor nicht.

 

Daniel Völz wird zum Rosenkavalier. Doch das kannst du auch. // Foto: MG RTL D/Arya Shirazi

Ein wenig Zubehör verwandelt dich und dein Kostüm zum ultimativen Bachelor-Double – die kölschen Mädche werden dir reihenweise zu Füßen liegen.

11 geniale Partner-Kostüme

Was wäre Ying ohne Yang, Ernie ohne Bert oder Karneval ohne Kamelle? Manche Dinge gehören einfach zusammen. Ob mit dem Partner, dem/der besten Freund(in) oder einem Familienmitglied – verkleide dich an Karneval doch einfach mal als lustiges Duo. Wir haben 11 geniale Partnerkostüm für dich gesammelt.
 

Akku und Wlan

Für Smartphone-Nutzer sind diese beiden Symbole auf dem Display essentiell. Mit diesem individuellen DIY-Kostüm fällt man bestimmt auf.

Pikachu und Ash

Spätestens seit dem Revival und dem Riesen-Hype von Pokémon Go, ist dieses Kostüm-Kombi ein Muss. Als eingespieltes Team von Pikachu und Pokémon-Fänger Ash Ketchum findet ihr im Fastelovend bestimmt Gleichgesinnte.

Avocado

Hier ist Bauch ausdrücklich erwünscht. Als geteilte Avocado fällst du und deine Begleitung garantiert in der Masse auf – und sorgst garantiert für einige Lacher.

BH

Dieses Kostüme ist für besonders Mutige. Wenn du keine Hemmungen hast, dann eignet sich dieses Kostüm vielleicht für deine bessere Hälfte und dich. Aber Achtung: Für die perfekte Illusion müsst ihr stets beieinander stehen.

Milch und Schokolade

Wie süß! Seit der Kinderriegel-Werbung kennt jeder die romantische Lovestory von Milky und Schoki. Und was wäre ein Schokoriegel ohne seine Füllung?

Google-Maps-Standorte

Die schnellmögliche Route wird euch beiden in diesem Kostüm garantiert berechnet. Riesiger Vorteil: Falls ihr beide euch in der Feiermasse verloren habt, findet man – dank Kopfbedeckung – garantiert wieder den schnellsten Weg zueinander.

Peter Pan und Tinkerbell

Der Junge, der niemals erwachsen werden wollte und seine kleine Fee – was für eine süße Kombi.

Pizza

Jeder liebt Pizza. Und jeder wird dieses Kostüm lieben.

Axl Rose und Ash

Verkracht und am Ende doch wieder vereint. Gitarrist Slash und Sänger Al Rose von Guns’N’Roses feierten nach 20 Jahren Streit große Wiedervereinigung.

Tim und Struppi

Comic-Held Tim und sein Terrier Struppi sind  unzertrennlich. Doch erst Kapitän Haddock macht die Kombi komplett.

Beer-Pong

Nicht nur als Partyspiel beliebt – auch als Partnerkostüm ist die Bierpong bestens geeignet. Am besten natürlich mit Kölsch.

Das hatte doch schon sehr viel Schönes, oder? Aber Du hast immer noch nicht genug? Mehr lustige Partnerkostüme findest du auf unserer Pinterest Seite!

Erlebnisshopping mit Miljö

Schunkeln, shoppen, Kölsch genießen. Vom 6. Januar bis zum 3. Februar lädt Deiters jeden Samstag zum Erlebnisshopping nach Frechen ein. Eine Mischung aus Einkaufsbummel, Sitzung und Party.

Gleich am 6. Januar gibt das Kölner Dreigestirn den Startschuss und feiert, einen Tag nach der Prinzenproklamation, seinen ersten offiziellen Auftritt bei Deiters. Ab 12 Uhr steht die Band King Loui auf der Bühne, um 13 Uhr wird das Dreigestirn erwartet und schon um 14 Uhr bringen die Jungs von Miljö die Filiale zum Kochen.

Jeden Samstag lädt Deiters zum Erlebnisshopping ein – Freibier inklusive. // Foto: Deiters

Absolute Top Acts des Kölner Karnevals wie Funky Marys oder Micky Brühl Band sorgen in den kommenden Wochen live für Unterhaltung. Bands aus dem Rheinland wie Pläsier, Kuhl un de Gäng, De Köbesse, La Mäng und Fiasko heizen den Jecken an den fünf Samstagen so richtig ein. Zum Abschluss zieht am letzten Erlebnisshopping-Tag, dem 3. Februar, die Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. mit einem Musikzug durch das ganze Kaufhaus.

Snacks und Getränke sowie Freibier während der Auftritte, Kinderschminken und mehr als genug Parkplätze direkt vor der Tür begeistern am Ende auch den letzten Einkaufs-Muffel.

„Walking Acts“ wie Spiderman, Disneys Eiskönigin, Superman, Stormtrooper sowie Darth Vader aus „Star Wars“ mischen sich unter das Publikum und sind für Selfies zu haben. Außerdem können die Besucher im ersten Stock den „Kostümsimulator“ ausprobieren: ein großer Computer, der einem virtuell jedes beliebige Kostüm auf den Körper zaubert.

Das komplette Programm findest Du hier

Das sind die Hits der Session

Wie machen die das eigentlich? Jedes Jahr produzieren die Karnevalsbands Lieder, die im Ohr bleiben. Mal mehr, mal weniger. Ohne neuen Hit in die Session zu starten, ist für die großen Combos undenkbar. Aber welcher Song hat Potenzial, sich dauerhaft in die Liste der Kult-Hits einzureihen? Hier der Jeckes.Net-Überblick über einige der Neuheiten 2017/2018:

Die Höhner

bedienen sich eines Tricks, der mit Sicherheit funktionieren wird: Ihre frisch erschienene Single „Wir sind für die Liebe gemacht“ basiert auf einer bekannten Melodie, die direkt vom Ohr ins Tanzbein geht. Man nehme den Militärmarsch „The Stars and Stripes Forever“, lege einen leicht zu merkenden Text darüber und präsentiere dies in typisch-fröhlicher Höhner-Manier – fertig ist ein Stück, das zwar nicht innovativ klingt, die Karnevalisten aber scharenweise zum seligen Mitsingen bewegen dürfte. Ähnlich machen es die Klüngelköpp, die das italienische Partisanenlied „Bella Ciao“ auf Kölsch neu aufleben lassen. Dem immer schneller werdenden Rhythmus und dem eingängigen Refrain werden sich auch Bewegungsmuffel kaum entziehen können.

Querbeat

knüpfen mit ihrem neuen Stück „Guten Morgen Barbarossaplatz“ an ihre Tradition an, immer etwas anders zu klingen als die Konkurrenz. Die Brassband, seit 2014 in der ersten Riege der Karnevalsbands zu finden, legt einmal mehr ein Lied vor, das in jeder Kneipe gefeiert werden dürfte. Mit einer Mischung aus Pop und Samba huldigen die Musiker nicht nur dem berühmten Platz im Kölner Süden, sondern auch dem Stippefott, einer Tanzeinlage mit herausgestrecktem Popo. Tschingderassabum!

Cat Ballou

erweisen sich in dieser Session wieder als echte Hymnenkönige. Mit „Mer fiere et Levve“ erfindet sich das Quartett zwar nicht neu, wirft aber eine eingängige Ode an das kölsche Lebensgefühl in den Ring. Mit einer Ballade gehen in diesem Jahr auch Brings an den Start. Allerdings trieft „Liebe gewinnt“ stellenweise vor Kitsch und dürfte nur hartgesottene Romantiker wirklich überzeugen. Kann auf Sitzungen funktionieren, das Partyvolk wird aber an älteren Uptempo-Nummern wie „Polka Polka Polka“ oder „Kölsche Jung“ mehr Freude haben.

Kasalla

bietet in dieser Session einen Single mit Mitsing-Charakter. Der „Künning vun Kölle“ macht gleich bei den ersten Takten Lust, sich beim Nachbarn einzuhaken und los zu schunkeln. Eingängige Melodie, ein leicht zu merkender Refrain, hin und wieder ein Ohoho – der Song besitzt definitiv alle Zutaten, die einen Ohrwurm ausmachen und jede Party in ein Chor-Kollektiv verwandeln.

Die Räuber

wollen endlich auch mal wieder einen großen Hit landen. Mit der Uptempo-Nummer „Für die Iwigkeit“ liefert die Band nach einigen Personalwechseln eine gute Kostprobe ihres neuen, rockigeren Stils ab. Warum die Kölner „Immer singe“, beantwortet Ex-Pavaier-Frontmann Micky Brühl mit seiner Band im Rock’n’Roll-Modus. Nicht unbedingt was für jüngere Partygänger, aber auf Sitzungen und im Straßenkarneval sicherlich ein Song, der Lebensgeister weckt.

Bläck Fööss

Sie dürfen an dieser Stelle natürlich nicht fehlen und melden sich mit den Neuzugängen Mirko Bäumer am Mikro und Pit Hupperten ebenfalls lautstark zu Wort. „Lommer nimmih lommer sage“ ist eher klassisch als modern – nichts Neues am Karnevalshimmel, aber allemal mit einem Rhythmus und einer Energie, die Lust auf kollektives Schunkeln machen dürfte.

Kebekus: Voll auf die Zwölf!

Comedystar Carolin Kebekus ist als echt kölsches Mädche natürlich auch im Fastelovend aktiv. So zum Beispiel als Präsidentin von „Deine Sitzung“. Dort schlüpft die 37-Jährige in die Rolle der Mettwoman oder covert mit den Beer Bitches den Hit „Hello“ von Adele. Ergebnis: eine irre witzige Nummer auf op Kölsch: „Helau“. Bundesweite Bekanntheit erlangte das Multitalent als Comedian, die in ihren Bühnenshows wie „AlphaPussy“ kein Blatt vor den Mund nimmt. Grund genug, ihre frechsten Sprüche vorzustellen. Den ein oder anderen kann man vielleicht auf der nächsten Karnevals-Party anbringen …

Nimmt kein Blatt vor den Mund: Carolin Kebekus // Fotos: Thilo Schmülgen

„Feminismus, das klingt so unrasiert und ungebumst.“

„Warum soll ich Prosecco trinken, wenn ich Bier haben kann?“

„Ich bin eine Diva, die im Stehen pinkeln kann.“

„Ich trinke lieber ein Bier, statt mir neue Schuhe zu kaufen.“

„Wenn ich in einer fremden Stadt Kotze auf der Straße sehe, bekomme ich Heimweh nach Köln.“

„Ich bin eine Frau. Ich bin ein Mensch mit Menstruationshintergrund.“

„Ich zieh mir doch nicht so ’nen Ausschnitt an und bin dann sauer, wenn einer guckt. Ich bin sauer, wenn keiner guckt.“

„Ich weiß, für viele Leute ist das ekelhaft, aber ich finde Fürze totkomisch – vor allem Frauenfürze.“

„Man kann ruhig Veganer sein. Aber sei Veganer und halt die Fresse!“

„’Ex-Frau‘ könnte ein Ausbildungsweg sein an der Lothar-Matthäus-Berufsschule.“

„Jungs haben 1.000 verschiedene Begriffe für Masturbation. Für Frauen habe ich im Internet nur eine Alternative gefunden: die Hölle putzen.“

„Mein Bruder war als freiwilliger Helfer beim Weltjugendtag – er hat ganze Flötengruppen umgebumst.“

„Ich sehe die Brüste von Micaela Schäfer öfter als meine eigenen. Da stimmt doch was nicht!“

„Der Vorteil von Stuttgart 21: Man ist sieben Minuten eher in Ulm. Was willst du mit sieben Minuten mehr in Ulm?“

„Wenn ich zum Islam wechseln würde, müsste ich mir als Frau keine Gedanken mehr über die Frisur machen.“

7 Tipps für neue und alteingesessene Jecken

Abgesehen von den neu zugezogenen, den sogenannten „Immis“, strömen jedes Jahr  Tausende nach Köln, um hier Karneval zu feiern. Für viele wird es das erste Mal sein. Daher hier gibt es ein paar hilfreiche Tipps, die das „Überleben“ erleichtern.

Jeder Jeck ist anders – und immer Willkommen! // Fotos: Thinkstock

1. Das vielleicht Wichtigste zuerst: Wenn du vorhast, drei, vier oder noch mehr Tage zu feiern, besorg dir mehr als ein Kostüm. Die Erfahrung lehrt: Die Klamotten vom Vortag willst und kannst du kein zweites Mal anziehen. Bier, Essensreste, Straßenschmutz … so ein Kostüm muss viel mitmachen.

2. Egal, wo du hinwillst – vor allem an Weiberfastnacht und Rosenmontag musst du viel Zeit einplanen. Die Bahnen fahren meist außerplanmäßig, es kommt zu argen Verspätungen und Taxis sind vor allem in den Abend- und Nachtstunden rar gesät.

3. Und wenn du endlich das Ziel der Reise – die Kneipe deiner Wahl – erreicht hast, heißt es meist: warten. Gerade vor angesagten Lokalen und Partylocations gehört das Schlange stehen zumindest an Weiberfastnacht und Rosenmontag dazu. Zum Glück gibt es ja ausreichend Kioske (Kölner nennen sie „Büdchen“), die dich mit Überbrückungsbier versorgen.

4. Apropos Bier: Auch Wein- und Cocktailtrinker sollten lieber auf das Hopfengetränk umschwenken. An Karneval erntest du je nach Lokal böse Blicke, wenn du dir einen feinfruchtigen Riesling oder ähnliches bestellst. Das Kneipenpersonal arbeitet am Anschlag und hat alle Hände voll damit zu tun, die Gäste mit Kölsch zu versorgen. Cocktails mixen und Weinflaschen öffnen ist zeitaufwendig, und im Gedränge lassen sich Wein und Drinks mit Schirmchen ohnehin schlecht genießen.

5. Ein weiterer Getränketipp: Lass die Finger weg vom Schnaps! Karneval ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Bier, Wasser und ausreichend Essen halten dich am Laufen.

6. Und wer viel trinkt, der muss auch mal. Diesem Drang solltest du dabei stets auf öffentlichen Toiletten nachgeben. Je nach Ort können sonst für das sogenannte Wildpinkeln über 100 Euro fällig werden. Und ja – es wird verstärkt kontrolliert.

7. Nicht nur der nächste Toilettengang will geplant sein, auch Verabredungen sollten am besten vorher getroffen werden, denn gerade an Weiberfastnacht ist das Handynetz in manchen Vierteln arg überlastet – SMS und Anrufe kommen nicht durch, vom mobilen Internet ganz zu schweigen.

Hab’ Spaß und mach’ dir eine gute Zeit!

 

Karneval ist ein Gefühl

Et bliev wie et wor. Rückt Weiberfastnacht näher, stellen sich wie jedes Jahr erst mal die Fragen nach dem Kostüm: „Was ziehe ich an?“, „Wo ist das Ding eigentlich?“ oder „Wie wär’s mit einem neuen?“ Natürlich drängt die Zeit – wer konnte auch ahnen, dass Karneval diesmal so früh ist. Ist der Wetterbericht für die tollen Tage studiert und nach langer Abwägung die Wahl auf das ultimative Kostüm gefallen, könnte es eigentlich losgehen. Einfacher gesagt als getan. Denn von Alltag auf Karneval umzuschalten, heißt Gewohnheiten, Manieren und Vernunft beiseite zu legen, seinen Bio- und Ernährungsrhythmus komplett umzustellen und allzeit genügend „Pinke“ in der Tasche zu haben.

Man kann’s nicht recht erklären: Karneval und Jeck sein hat man in sich oder nicht. // Fotos: Thilo Schmülgen

So ein normaler Karnevalstag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstück im Familien- und/oder Freundeskreis. Stichwort: Grundlage schaffen. Zu dröhnender Karnevalsmusik werden die ersten Berliner, Mettbrötchen mit Zwiebeln und natürlich das erste Kölsch des Tages gereicht. Der Grundsatz „Kein Bier vor vier“ ist an den tollen Tagen mausetot. Sind endlich alle geschminkt und in Montur, geht’s ab ins Getümmel. In der Straßenbahn auf dem Weg zur ersten Partystation lassen Froschkönig und Astronaut schon die ersten Schnäpse kreisen. Wie lang die wohl an diesem Tag durchhalten?

Kaum ist die Bahn verlassen, setzt ein leichtes Nieseln ein. Na ja, bis zur Kneipe ist es zum Glück nicht allzu weit. Aus dem Nieseln ist Regen geworden. Halb so wild, das Kostüm hält dicht. Die Freude hierüber weicht schnell einem für den Karneval unüblichem Missmut – denn die Schlange vor der Location ist ziemlich lang. In der Gruppe entbrannt eine Diskussion: „Warum sind wir eigentlich erst so spät losgekommen?“, „sollen wir uns jetzt wirklich hier im Regen anstellen oder doch woanders hingehen?“. Während noch beraten wird, bewegen sich die Wartenden zentimeterweise Richtung Eingangstür. Da bleibt Zeit für ein „Zwi-Kö“ – also ein Zwischen-Kölsch.

Jetzt sind es wirklich nur noch wenige Meter bis ins Glück. Immer, wenn der Türsteher jemanden in den „Tempel des rheinischen Frohsinns“ hereinlässt, entweicht die verbrauchte Luft der feiernden Jecken nach draußen. Sogar das macht Vorfreude – die Kälte und der Regen machen irgendwie gleichgültig. Und dann ist es endlich so weit: Ein Augenzwinkern, eine Handbewegung der Security und dem weiteren, guten Verlauf des Tages und Abends steht nichts mehr im Wege. Bleibt nur die Frage, warum sich das Millionen von Menschen jedes Jahr wieder antun.

Ganz einfach: Karneval „is e jeföhl“!