83 Tage nach der ersten Mondlandung: So jeck wurden die Astronauten in Köln begrüßt

So berichtete der „EXPRESS“ am 13. Oktober 1969 // Foto: Archiv DuMont

Es war ein kleiner Schritt für die Mondfahrer, aber ein großer für die Kölner: Heute vor exakt 50 Jahren, am 12. Oktober 1969, betraten Neil Armstrong, Edwin E. („Buzz“) Aldrin und Michael Collins auf dem Flughafen Köln/Bonn kurz vor elf Uhr vormittags erstmals gemeinsam deutschen Boden. 83 Tage nachdem Armstrong und Aldrin ihre Füße auf den Mond gesetzt hatten.

Natürlich riefen die Kölner „Kamelle, Kamelle!“, als der Autokorso vom Airport Richtung Altstadt rollte. Und es waren viele Domstädter, die die Weltraumhelden sehen wollten: In ihrem offenen Mercedes 600 gab es für die dauerwinkenden Astronauten zeitweise fast kein Durchkommen mehr. Ihr Ziel: das Alte Rathaus. Dort wollten sie OB Theo Burauen treffen und sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Grund für den hohen Besuch: Die „Giant Leap World Tour“. Sie führte die Apollo 11-Helden rund um den Globus, um überall von ihrem wegweisenden Abenteuer zu erzählen und sich von der Weltbevölkerung feiern zu lassen.

Für Aldrin und Collins war es nicht der erste Aufenthalt in Deutschland. Vor ihrer Zeit als Astronauten dienten beide auf dem US-amerikanischen Militärflugplatz Bitburg Air Base in der Eifel. Zwei Kinder Aldrins, dem zweiten Mann auf dem Mond, wurden sogar in Bitburg geboren.

Noch schnell zum Bundeskanzler

Zurück nach Köln an diesem Sonntag, dem 12. Oktober: Der Besuch der Mondfahrer in der Domstadt dauerte keine zwei Stunden – denn schnell ging es weiter in die benachbarte Bundeshauptstadt Bonn, wo sie um 12.51 Uhr vor der Beethovenhalle ankamen. Auch dort wurden sie von tausenden Menschen jubelnd begrüßt. Nach dem Austausch von Geschenken (die Astronauten hatten ein Foto von Armstrongs erstem Fußabdruck auf dem Mond mitgebracht) und einem Eintrag ins Goldene Buch, folgte die Mittagspause in einem nahen Hotel. Michael Collins verabschiedete sich an diesem Punkt in Richtung Flughafen, um zu einem Termin in Genua zu fliegen.

Dieses Bild brachte der Kölner Stadt-Anzeiger am 13. Oktober 1969 auf seiner Titelseite // Foto: Archiv DuMont

Um 15 Uhr wurde es für die beiden ersten Männer auf dem Mond dann noch offizieller: Ein Besuch im Kanzleramt stand auf dem Programm. So konnte Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) ein letztes Mal sehr ranghohe Gäste empfangen, bevor er sein Amt elf Tage später an Willy Brandt (SPD) abgeben musste. Auch Bundespräsident Gustav Heinemann freute sich anschließend in der wenige hundert Meter entfernten Villa Hammerschmidt über eine Stippvisite der Astronauten. Anschließend kämpften diese sich zu Fuß durch eine große Menschenmenge zur Bundespressekonferenz, um eine Filmzusammenfassung ihrer Mission zu zeigen und Fragen zu beantworten.

 

Was Köln außerdem mit der Mondlandung zu tun hat

Neil Armstrong (l.), Michael Collins (m.) und Buzz Aldrin auf ihrem Weg durch Bonn – festgehalten von einem Amateurfotografen // Foto: Rudolf Jochum/Stadtarchiv Bonn

Die Reise von Apollo 11 vor 50 Jahren war natürlich auch in Deutschland ein riesiges Ereignis. In der ARD wurde es durch eine nie dagewesene 27-stündige Live-Sendung begleitet. Auch wenn zeitweise nicht wirklich viel passierte, hingen die Fernsehzuschauer an den Lippen des Moderators Günter Siefarth, dem viele Experten zur Seite saßen.

So konnten schließlich auch hierzulande die ersten Schritte der Menschheit auf dem Erdtrabanten live mitverfolgt werden. Der Sendemarathon der ARD wurde vom WDR in Köln produziert. Man hatte sogar die Mondlandefähre nachgebaut, um die rund 384.000 Kilometer entfernten Abläufe genau erklären zu können. All das geschah im WDR-Studio am Kölner Wallrafplatz unweit des Doms. Heute wird darin das ARD Morgenmagazin produziert. Highlights der legendären Sendung aus dem Sommer 1969 können hier und hier auf YouTube angeschaut werden.

Und dann war da noch die Schmitz Säule: Ein 4,50 Meter hohes gemauertes Denkmal für die Kölner „Ur-Familie“ Schmitz. Sie befindet sich auf dem Platz hinter Groß Sankt Martin in der Altstadt, unweit des Alter Markts. Und da sie 1969 aufgestellt wurde, nahm man gleich noch eine Seite des Denkmals für das Gedenken an die Mondlandung und ihre Helden in Beschlag. Für die Inschrift wurde eigens vom Institut für Weltraumforschung in Bochum ausgerechnet, wie weit Neil Armstrongs erster Fußabdruck auf dem Mond von der Schmitz Säule entfernt ist – nämlich genau 389.994,100 Kilometer.

 

Bist du ein kölscher Karnevalskenner?

Du liebst den Fastelovend, kennst sowiso alle kölschen Karnevalslieder und das Blut in deinen Adern ist rut und wiess? Dann teste jetzt dein jeckes Wissen in unserem Quiz. Ob Geschichte, Geschichten, Stars oder Traditionen– finde heraus wie gut du dich wirklich auskennst.
Wir wünschen vell Spass an d’r Freud!

 

Karnevals Quiz

Köln und Karneval gehört zusammen wie Mett und Brötchen. Aber wie gut kennst du dich eigentlich mit kölschen Gepflogenheiten und dem Fastelovend aus? Jetzt schnell testen.

 

 

 

Jobs, die es nur im Karneval gibt

Karneval bedeutet für viele Jecke vor allem Feiern, Spaß haben und einfach mal die Sorgen vom Alltag und der Arbeit vergessen. Doch es gibt einige Menschen, für die ist die Session mit jeder Menge Stress und Arbeit verbunden. Neben der AWB, Toilettenfrauen oder Kneipenwirten, die im Dauereinsatz sind, gibt‘s auch einige Berufe, die es ausschließlich im Fastelovend gibt – und die meisten davon sogar ehrenamtlich. Wir stellen sie euch vor.

Literat

Sie sind die Strippenzieher und sorgen für das Programm und die Zusammenstellungen der Rheinischen Karnevals-Sitzungen. Ein Literat übernimmt die Planung, bucht die Bands und Büttenredner, die bei der Sitzung auftreten sollen und organisiert den Saal, in der die Veranstaltung stattfindet. Zudem plant er, in welcher Reihenfolge die Künstler auftreten. Demokratie ist hier fehl am Platz. Der Literat entscheidet nach seinen eigenen Vorlieben, welche Acts gebucht werden. Dieser Job ist mit jeder Menge Stress verbunden und benötigt eine Person mit viel Organisationstalent. Übrigens: Literaten führen ihren Job fast alle ehrenamtlich aus. Geld gibt’s also nicht, dafür aber jede Menge Macht.

Wagenengel

Wenn Rosenmontag d‘r Zoch kütt, dürfen die Wagenengel nicht fehlen – ohne sie geht nichts. Sie laufen neben dem fahrenden Karnevalswagen her, sind für die Sicherheit verantwortlich und schützen die Jecken vor Unfällen. Sie halten etwa die Zuschauer zurück, wenn sie versuchen Kamelle in Nähe der Räder einzusammeln. Wagenengel kann fast jeder werden, die Anforderungen an diesen Job sind nicht allzu hoch. Man muss lediglich über 16 Jahre alt sein, fließend Deutsch sprechen und verstehen und körperlich einigermaßen fit sein. Schließlich muss die Zugstrecke von über sieben Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden. Für den Einsatz gibt es eine geringe Summe als Entschädigung.

Zugleiter

Ein Job mit viel Verantwortung und einer hohen Position. Denn ohne den Zugleiter geht bei Karnevalsumzügen nichts. Die Arbeit eines Zugleiters ist besonders zeitintensiv. Halteverbote einrichten, Schilder aufstellen, Straßen sperren lassen, Absprache mit der Stadt und der Polizei – so ein Zug bedarf viel Vorarbeit. Trotzdem nennt man die Zugleiter auch gerne mal die Spaßbremsen im Karneval, denn sie müssen auch mal „Nein“ sagen, wenn etwa ein Traktor kein gültiges TÜV-Siegel hat oder ein Wagenengel nicht in der Lage ist, seinen Job auszuüben. Während die Jecken das bunte Treiben und den Frohsinn bei Karnevalsumzügen feiern, beginnt für einen Zugleiter die heiße Phase. Er hat den Hut auf und überwacht den kompletten Zugweg.

Hoffriseur

Ein stilles Helferlein im Hintergrund, das einen wichtigen Job beim Dreigestirn ausübt. Die Adjutanten des Kölner Dreigestirn kümmern sich um alle kleinen und größeren Probleme. Zur festen Mannschaft gehört auch der Hoffriseur. Er kümmert sich darum, dass Prinz, Bauer und Jungfrau stets perfekt gestylt und gepflegt aussehen. Morgens vor den ersten Auftritten gibt’s für alle drei Make-up, das im Laufe des Tages aufgefrischt wird. Die Jungfrau sitzt wegen ihres aufwendigen Looks dabei am längsten in der Maske. Ihre Echthaar-Perücken werden zudem täglich gewaschen, aufgearbeitet und frisiert.

Büttenredner

Die Büttenredner gehören zum Kölner Sitzungskarneval wie Elferrat und Kölsch. Auch wenn die klassischen gereimten Büttenreden, vorgtragen in der Bütt, heute kaum noch so vorzufinden sind, sind die Vorträge trotzdem ein fester Bestandteil. Inzwischen sind in Büttenreden Elemente von Stand-up Comedy, Gesang oder Bauchreden, zu finden. Doch was machen Büttenredner eigentlich zwischen den Sessionen? Wer nicht etwa wie Bernd Stelter, Marc Metzger oder Guido Cantz auch außerhalb des Karnevals als Comedian, Kabarettist oder Moderator tätig ist, der geht seinem ganz normalen Job nach. Wie etwa Martin Schopps als Berufsschullehrer oder der Tuppes vom Land alias Jörg Runge als Unternehmensberater.

 

 

 

So klingt die Karnevalssession 2019

Jedes Jahr aufs Neue stehen die Kölner Bands vor der gleichen Herausforderung: dem jecken Publikum einen neuen, individuellen Hit für die Karnevals-Session zu präsentieren. Dieser sollte nicht nur schnell ins Ohr gehen, sondern auch zum Singen, Tanzen und Schunkeln animieren.

Neben den üblichen Hits von Querbeat „Romeo“, Kasalla („Der Ress vun dingem Levve“) oder Paveier („Nie mehr Alkohol“) überraschen in dieser Session vor allem die Newcomerbands. Die Bands Planschemalöör („Heimat“) und Stadtrand („Orjenal“) räumen derzeit beim Kneipen Mitsingwettbewerb „Loss mer Singe“ ab.

Ihr braucht für die nächste Karnevalsparty noch alle Lieder der Session? Wir haben euch eine Playlist auf Spotify mit allen Song zusammengestellt. Viel Spaß beim Hören.

Die Playlist wurde mit Spotify erstellt. Wer noch kein (kostenloses!) Spotify-Konto hat, kann sich einfach fix unter diesem Link registrieren. Dann einfach nur noch auf „Play“ drücken und feiern!

 

 

So verdient unser Dreigestirn sein Geld

Prinz, Bauer, Jungfrau – Köln ist wieder komplett. Am Freitag, 11. Januar wurde das Dreigestirn 2019 feierlich im Gürzenich proklamiert. Jeckes.NET stellt euch die drei Tollitäten vor und verrät, was sie beruflich machen.

Das Besondere diese Session ist, dass sie alle aus unterschiedlichen Karnevalsgesellschaften kommen. Prinz Marc I. (Marc Michelske) ist 34 Jahre alt und hat seine jecke Heimat bei den KG Schlenderhaner Lumpe e.V. von 1963. Dort ist er nicht nur seit 2011 Mitglied und inzwischen Vizepräsident und Sitzungsleiter, sondern nutzt auch jede Gelegenheit, um am Training der Tanzgruppe teilzunehmen, um fit zu bleiben. Marc ist verheiratet und hat drei Kinder. Wenn er nicht gerade in Strumpfhosen durch die Säle zieht, arbeitet er als Rechtsanwalt – seit 2017 gemeinsam mit Papa Egon in der Sozietät Michelske.

Einer der ersten Termine für das Dreigestirn am vergangenen Wochenende: Auf der Blindensitzung durften die Jecken mit Prinz, Bauer und Jungfrau auf Tuchfühlung gehen.

Bauer Markus (Meyer) stammt ursprünglich aus Mechernich-Lückerath und arbeitet als Vermögensberater. Der Eifeler ist verheiratet, hat ein Kind und ist seit Anfang des Jahres Präsident der Großen Allgemeinen von 1900. Seine Deftigkeit macht nicht nur auf der Bühne eine gute Figur, sondern auch auf dem Pferd. Er widmet sich seit Jahren dem Reitsport und kann zudem Saxofon spielen.

Jungfrau Catharina (Michael Everwand) ist ebenfalls in festen Händen und hat drei Kinder. Nach dem Studium stieg Michael in das Familienunternehmen Everwand & Fell ein, das er seit 1996 als Geschäftsführer leitet. Die Firma schaut dabei auf mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Löt-, Schweiß- und Druckgastechnik zurück. Im Karneval ist Michael bei der Großen Allgemeinen – zunächst als 2. Vorsitzender, seit 2018 als Geschäftsführer – und bei der Lesegesellschaft zu Köln engagiert.

„Das jecke Trio wird uns mit seinem Witz und seiner liebenswerten Art begeistern”, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, der sich auf viele weitere Auftritte des Kölner Dreigestirns freut. „Denn darum geht es uns bei der Auswahl: Die Menschen, die Prinz, Bauer und Jungfrau in der Session verkörpern, müssen diese Rolle möglichst gut ausfüllen – egal, ob sie aus einer gemeinsamen oder drei unterschiedlichen Gesellschaften kommen. Und da bin ich mir bei Marc, Markus und Michael absolut sicher.”

Jeckes.NET wünscht dem Trifolium eine grandiose Session!

Fotos: Festkomitee Kölner Karneval

 

Wer kauft denn sowas? Jecke Klamotten für Haustiere

An Weihnachten wird sich schick angezogen – warum sollten wir unsere Vierbeiner da aussparen? Das zumindest haben sich wohl einige Zweibeiner beim Designen dieser tierischen Kleidungsstücke gedacht. Aber ist das Kunst, braucht man das wirklich oder kann das weg?

Weihnachtsbaum to go

Festlich unterm Weihnachtsbaum – das können nicht nur die Erwachsenen. Damit sich auch der geliebte Vierbeiner perfekt ins feierliche Ambiente einfügt, könnt ihr eure Fellnase in dieses gestrickte Kleid mit Bommeln und Volants stecken. Erinnert etwas an einen Weihnachtsbaum, ist nur viel süßer. Wer das Kleid kaufen möchte, bekommt es hier im H&M Online-Shop.

Foto: H&M

mit dem fc nicht im regen stehen

„Dä dat nix, dä well nor spille“, so oder so ähnlich lautet wohl der Satz vieler Hundebesitzer. Damit der beste Freund des Menschen nicht im Regen stehen bleibt, gibt es diese stylischen Regenjacken in Steppoptik vom 1. FC Köln. Ein Muss für jeden Hund eines Effzeh-Fans? Nicht wirklich, aber eben eine lustige Spielerei. Hier könnt ihr die Hundejacke kaufen.

Foto: 1. FC Köln

Pipi Langwuff

„Ich hab die Haare schön“ kann bald auch der geliebte Vierbeiner von sich behaupten. Ob Hund oder Katze das wirklich wollen? Wohl kaum! Ein lustiger Gag für Karneval oder Halloween ist es dennoch allemal. Kaufen könnt ihr die Perücke mit den geflochtenen Zöpfen hier.

Foto: Amazon

Löwenmähne

Euer kleiner Raubtiger ist eher von der Sorte Schmusekatze? Diese Löwenmähnen-Perücke (hier kaufen) mit Ohren und Klettverschluss verwandelt den Stubentiger in einen wilden Löwen … zumindest optisch. Eignet sich auch bestens für kleine Hunde.

Foto: Amazon

Schweinegeiles Tutu

Ein Hausschwein als Haustier ist hierzulande eher selten. In den USA kommt das schon eher vor. Ob der borstige Freund wirklich ein Set aus Tutu und Halstuch (gibt’s hier zu kaufen) braucht, sei dahin gestellt, süß sieht es auf jeden Fall aus.


Foto: Etsy

Bantha-Kostüm

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis. Mit einigen Handgriffen könnt ihre eure Fellnase in ein Bantha, das elefantenartige Reittier aus Star Wars, verwandeln. Das Hundekostüm besteht aus einer Kopfbedeckung mit geschwungenen Hörnern und befestigtem Sattel mit auf dem Rücken sitzenden Tusken-Räuber. Kaufen kann man die Verkleidung hier.

 

Foto: Escapade.com

da fliegen hasen drauf

Ob Fotoshooting, Familienfeier, Weihnachten oder Geburtstag – auch Meister Hoppel soll stets gut aussehen. Okay, das ist natürlich maßlos übertrieben. Kein Nager braucht eine Fliege. Wer  jetzt trotzdem der Meinung ist, dass Klopfer, Flöckchen und Co unbedingt solch ein Accessoire brauchen, kann es hier kaufen.

Foto: Etsy

Weihnachtsgeweih

Wir Menschen werden bei dem Anblick einer Katze mit lustigem Weihnachtsstirnband wahrscheinlich entzückt quietschen. Was diese Samtpfote von der Kopfbedeckung hält, wollen wir lieber nicht wissen.

Foto: Amazon

Warnwesten

Achtung, Wildwechsel – dieses Schild wäre bei diesem Federvieh nicht wirklich zutreffend. Aber allem Anschein nach sind Hühner wohl eine gefährdete Spezies, besonders im Straßenverkehr. Um sie vor heranfahrenden Autos zu schützen, wurden in England kleine Warnwesten (hier kaufen) erfunden. Ob diese ihren Zweck erfüllen, ist uns nicht bekannt.

Foto: Amazon

 

 

 

 

 

Warum ist die Zahl 11 eigentlich jeck?

Für viele ist sie nur eine Zahl, alle Jecken messen ihr jedoch eine weitaus größere Bedeutung bei: Die 11 ist die Narrenzahl schlechthin. Aber warum ist das eigentlich so? Jeckes.NET hat sich auf Spurensuche begeben. Eines vorweg: eine genaue Erklärung dafür gibt es nicht – dafür aber eine Menge Theorien.

Am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt die neue Karnevalssaison. Weiberfastnacht wird ebenso um 11.11 Uhr eingeläutet. Und auch der Rosenmontagszug startet zu eben genau dieser Zeit.

Ein Ereignis, das einen Hinweis auf die närrische Zahl gibt, ist die Gründung des Narren-Ordens von Kleve.  Graf Adolf I. von Kleve rief ihn am 11. November 1391 ins Leben. In der Gründungsurkunde der Karnevalsgesellschaft ist auch der Satz „Ei, lustig, fröhlich“ zu lesen. Die Abkürzung dieses Ausrufs ist auf die Zahl elf zurückzuführen, die in altdeutscher Schreibweise „eylf“ geschrieben wurde.

Im Karneval von essentieller Bedeutung: die 11. // Foto: AdobeStock

Eine andere Theorie, die zwar recht populär, aber eher unwahrscheinlich ist, befasst sich mit der Französischen Revolution. Die Gleichheit alles Jecken unter der Narrenkappe sollte durch das Motto der Revolution sichergestellt werden: Liberté (Freiheit), Egalité (Gleichheit), Fraternité (Brüderlichkeit). Jedoch hapert diese Erklärung aufgrund der falschen Buchstabenreihenfolg LEF statt ELF.

Eine andere Theorie stützt sich auf die Kirche beziehungsweise die Bibel. Die 11 gilt als Sinnbild der Sünde, denn sie übersteigt die Zahl der 10 Gebote. Und im Karneval steht der Narr außerhalb von allen Normen und Regeln der Kirche, was ihn mit der Zahl 11 verbindet.

Und es existiert noch ein Erklärungsversuch, der mit für Christen wichtigen Zahl 40 zusammenhängt. Bibelkundige erinnern sich: Regen und Sintflut dauerten 40 Tage und 40 Nächte. Noah wartete 40 Tage, bevor er die Taube von seiner Arche aus los schickte. Das Volk Israel wanderte nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durch die Wüste, auch Jesus ging 40 Tage durch die Wüste und, und, und.
Fakt ist: 40 Tage nach dem 11.11. beginnt der Winter, nur wenige Tage vor Weihnachten. Und von Weihnachten bis Mariä Lichtmess, dem frühesten Karnevalstermin im Kalender, sind es nochmals 40 Tage.

Wie die 11 aber schlussendlich zu ihrem jecken Status kam, wird wohl niemals richtig geklärt werden. Vermutlich ist es ein langer Prozess, der sich über Jahrzehnte erstreckte.

 

Halloween im Kölner Zoo – Gruseln für Klein und Groß

Heute ist der gruseligste Tag des Jahres. Immer noch keine Idee für Halloween? Für kleine Gruselfans, die auf „Süßes oder Saures“ keine Lust haben bietet der Kölner Zoo für Halloween-Fans, die kurzfristig unterwegs sind, eine tierisch schaurige Abwechslung. Am Abend wird der Zoo in gespenstisches Licht gehüllt. Fledermäuse, Uhus, Schaben und anderes schauriges Getier erwacht zum Leben und sorgen für schauderhafte Atmosphäre.

Zwischen 18 und 22 Uhr werden jede Menge Mitmachaktionen für Groß und Klein geboten. Ob Masken basteln, Kürbisschnitzen, Augapfel-Wettrennen, gruseligen Schleim selbst herstellen oder Stockbrot am Feuer grillen – für jeden ist etwas dabei. Besonders Mutige können mit Insekten und Schlangen auf Tuchfühlung gehen.

Kleine Besucher dürfen sich gerne gruselig verkleiden. // Foto: imago/epd

An allen Ecken und Enden können schauderhafte Gestalten und Feuerspucker  lauern. Wer Lust hat, kann sich auch selbst im Feuerspucken ausprobieren oder auf dem Nagelbrett Platz nehmen. Außerdem darf sich auf Uwe Reetz Grusel-Mitsingprogramm, das Figurentheater mit der „Kleinen Hexe“ sowie auf eine Märchenerzählerin gefreut werden.

Wichtig ist, dass weder Glasflaschen noch alkoholische Getränke mitgebracht werden dürfen. Besucher können gerne gruselig kostümiert kommen, jedoch soll auf Horror-Clown und Ganzkörper-Kostüme mit Masken verzichtet werden. Für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren beträgt der Eintritt 13,50 Euro, für Erwachsene 25 Euro.

 

 

 

Dat soll ne Kölsche sin? Diese Promis wurden in der Domstadt geboren

Ihre Namen kennt fast jeder, doch nur wenige bringen diese Promis mit der Domstadt in Verbindung. Dennoch wurde all diese Promis in Köln geboren und sind somit echte Kölsche. Eine jecke Liste.

Robin Dutt (geb. 1965)

Robin Dutt //Foto: Imago

Dass Robin Dutt in Köln das Licht der Welt erblickt, ist ziemlicher Zufall. Stammen doch sein Vater aus Indien und seine Mutter aus dem Schwarzwald. Entsprechend wird leicht geschwäbelt, wenn der Fußballtrainer Interviews gibt. Als Spieler kann Dutt keine Meriten erwerben. Mittelprächtig kickt er sich durch untere Ligen, SVGG Hirschlanden oder SKV Rudesheim heißen Stationen. Besser läuft es später als Coach. Mit den Stuttgarter Kickers etwa kegelt er 2006 den Hamburger SV aus dem DFB-Pokal. (Ok, zugegeben: Das haben andere auch schon geschafft. Viele andere.) Fulminant gestaltet sich die Zeit beim SC Freiburg: Erst steigt Dutt mit dem Club in die Bundesliga auf, etabliert den Verein dann in der höchten deutschen Spielklasse. Nach vier Jahren im Breisgau ruft Bayer Leverkusen, Dutt kehrt 2011 also ins Rheinland zurück. Das Gastspiel endet nach einem Jahr, ebenso das kurze Intermezzo als Sportdirektor beim DFB (2012/13). Auch bei Werder Bremen bleibt der Erfolg überschaubar. Nach einer Pause übernahm Dutt im Februar 2018 den Zweitligisten VfL Bochum.

Bianca „Bibi“ Heinicke (geb. 1993)

Bianca Heinicke //Foto: Imago

Wer in der Öffentlichkeit steht, muss Gegenwind vertragen können. Das muss auch Bianca „Bibi“ Heinicke erfahren, als sie 2017 die Single „How It Is (Wap Bap …)“ auf den Markt wirft. Der Titel deutet es an: Der Text ist eher unpolitisch. In den folgenden Tagen wird das Video mit zwei Millionen Dislikes das am heftigsten abgestrafte eines deutschen YouTube-Channels. Unschön – aber andererseits gelangt die Nummer bis in die heimischen Top Ten. Ansonsten läuft es bei der Influencerin recht geschmeidig. 2012 geht ihr Kanal „BibisBeautyPalace“ an Start und gleich durch die Decke. Anfangs konzentriert sich Bibi auf die Themen Mode und Kosmetik, später kommen Lifestyle und das eigene Privatleben dazu. Das kommt an in der jungen Zielgruppe: Mehr als fünf Millionen Menschen haben den Channel abonniert, bei Instagram sind es knapp sechs Millionen. Für sehr ordentliche Einnahmen sorgen unter anderem Sponsoring, Testimonials und die eigene Kosmetikmarke „Bilou“. Aktuell verfolgen die Fans übrigens gebannt, welche Fortschritte die Schwangerschaft der YouTuberin macht.

Florian Henckel von Donnersmarck (geb. 1973)

Florian Henckel von Donnersmarck //Foto: Imago

Köln hat einen waschechten Oscar-Preisträger hervorgebracht: Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck holt die Trophäe 2007 für sein Langfilmdebüt „Das Leben der Anderen“ in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“. Das Stasi-Drama heimst außerdem noch viele weitere Preise ein. Logische Folge: der Sprung nach Hollywood. Doch dieser fällt eher mäßig überzeugend aus, denn der Thriller „The Tourist“ (2010) stößt bei der Kritik auf Ablehnung und ist finanziell ebenfalls kein Erfolg. Und das trotz absoluter Topstars wie Angelina Jolie und Johnny Depp. Henckel von Donnersmarck braucht lange, um sich von diesem Rückschlag zu erholen. Doch jetzt greift der Filmemacher wieder an: Im Oktober wird sein neuer Streifen „Werk ohne Autor“ in den Kinos starten. 

Christoph Langen (geb. 1962)

Christoph Langen //Foto: Imago

Wenn Christoph Langen den Mund aufmacht, klingen seine Worte urbayerisch. Tatsächlich wird der zweifache Olympiasieger in Köln geboren, zieht aber schon Kind in den Freistaat. Dort betreibt er ab 1985 eine in Köln eher selten praktizierte Sportart: Bobfahren. Dies macht er mit spektakulärem Erfolg: Neben den zwei olympischen Goldmedaillen stehen je sieben Welt- und Europameistertitel zu Buche. Später wird Langen Bundestrainer der Bobfahrer (2010–2016) und versucht sich zudem im Motorsport. Fun Fact: Weitere Weltmeisterschaften erringt er den Wok-WMs. Da schließt sich ein wenig der Kreis, denn Veranstalter dieser Wettbewerbe ist bekanntlich der Kölner Moderator Stefan Raab.

Heiner Lauterbach (geb. 1953)

Heiner Lauterbach //Foto: Imago

Sobald der Schauspielroutinier über Fußball spricht, wird klar, woher Heiner Lauterbach stammt. Denn aus seiner Liebe zum 1. FC Köln macht der „Bambi“-Preisträger kein Geheimnis. Der Sohn eines Sanitärunternehmers aus Zollstock besucht nach der Mittleren Reife die Schauspielschule der Keller. Anschließend zieht es dem Mimen hinaus in die weite Welt. Die künstlerische Messlatte seiner ersten Gehversuche hängt niedrig – es sind drei Teile der berühmt-berüchtigten „Schulmädchen-Report“-Reihe. Denn Durchbruch feiert Lauterbach mit der Kult-Komödie „Männer“ (1985). Seither folgen neben zahlreichen TV-Rollen viele Kinostreifen, die er mit seiner Mitwirkung veredelt: „Das Superweib“, „Rossini“, „Der Eisbär“ oder „Wir sind die Neuen“. Einen echten Blockbuster landet der Schauspieler 2016 mit „Willkommen bei den Hartmanns“. Viele Jahre lebt Lauterbach – vorsichtig formuliert – recht exzessiv, doch die wilden Tage sind längst Vergangenheit und wurden in der Autobiographie „Nichts ausgelassen“ aufgearbeitet. Heute lebt „kölsche Jung im Exil“ mit seiner Familien am beschaulichen Starnberger See.

Wolfgang Petry (geb. 1951)

Wolfgang Petry //Foto: imago/Scherf

Der Name Wolfgang Petry steht für Stimmungslieder. Doch in der kölschen Musikszene tummelt sich der gebürtige Raderthaler kaum. Stattdessen verschreibt sich Franz Hubert Wolfgang Remling – so sein bürgerlicher Name – dem Schlager. Und macht damit alles richtig. „Wahnsinn“ ist ein Dauerbrenner, vor dem es praktisch kein Entrinnen gibt. „Die längste Single der Welt“ wird eine der meistverkauften ihrer Art. Dazu gesellen sich mehrere Nummer-eins-Alben. Nach fast 30 Jahren im Musikbusiness veröffentlicht der leidenschaftliche Freundschaftsbändchen-Träger im Jahr 2005 eine musikalische Liebeserklärung an seine Heimatstadt. Die CD „Ich bin ene kölsche Jung“ enthält neben dem titelgebenden Evergreen und einer kölschen Version der „Längsten Single“ zehn Klassiker von Bands wie Höhnern oder Bläck Fööss. 2006 verkündet Petry das Ende seiner Karriere. Das obligatorische Comeback folgt 2017 mit „Brandneu“. Im vergangenen Jahr legt er als Pete Wolf mit „Happy Man“ eine Platte mit entspannten Blues- und Countrynummern vor.

Jack White (geb. 1940)

Jack White //Foto: imago/Horst Galuschka

Unter seinem bürgerlichen Namen Horst Nußbaum absolviert Jack White eine eher durchwachsene Laufbahn als Fußballprofi, für die Bundesliga reicht es nicht. Aber für die niederländische Eredivisie, in der er für die PSV Eindhoven aufläuft. Immerhin ist sein Entdecker niemand geringerer als Hennes Weisweiler. Als Jack White nimmt er anschließend eine Sängerkarriere in Angriff, die umstandslos im Sande versickert. Deutlich bringt White als Produzent und Komponist auf die Reihe. So zeichnet er für einige Gassenhauer verantwortlich, die bis heute auf keiner Schlagerparty fehlen dürfen: „Schöne Maid“ (Toy Marshall), „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ (Jürgen Marcus) oder „Fußball ist unser Leben“ (White mit einer aufstrebenden Fußballmannschaft). Überdies arbeitet er mit einigen renommierten internationalen Stars wie Paul Anka, Tony Christie oder – hüstel – David Hasselhoff zusammen. Wer in den 80er aufgewachsen ist, kennt zudem das Duett „When the Rain Begins to Fall“ von Jermaine Jackson und Pia Zadora. Nicht die schönste Erinnerung. In einer TV-Show reicht Jack White 2014 seinen musikalischen Abschied ein. Die zu diesem Anlass rausgebrachte Doppel-CD „Die großen Hits meines Lebens“ dokumentiert sein Lebenswerk.

 

 

Jeck im Sunnesching – Am Samstag wird es nochmal richtig heiß

Et Trömmelsche jeht – im Sommer! Schon am frühen Samstagmorgen werden kostümierte Jecken durch Köln, Bonn und die Eifel ziehen. Ihr Ziel: Das vierte „Jeck im Sunnesching“, welches bereits im Vorfeld erneut alle Rekorde brach. Längst ist das kölsche Sommerfestival über die Domstadt hinausgewachsen und begeistert große Teile des Rheinlands. Rund 100.000 Menschen werden unterwegs sein. Und sogar das Wetterchen soll mitspielen. Zwar wird es nicht heiß, doch ist für Köln immerhin Sonne und fast durchgehend bis in den Abend 20°C vorhergesagt. Das freut diejenigen mit Bärenkostüm jetzt schon.

Et Hätz schlägt im Jugendpark

Das Epizentrum von „Jeck im Sunnesching“ findet sich im Deutzer Jugendpark. Dort wurde das Festival richtig groß, entwickelte sich zu dem Mega-Event, das es heute ist. Mit einer Kapazität von „nur“ rund 11.000 Fans ist die Deutzer Party allerdings nicht mehr die mit den meisten Besuchern. Tatsächlich fasst das zeitgleiche „Jeck im Sunnesching“-Konzert in der Bonner Rheinaue fast das Doppelte an Besuchern. Trotzdem: Köln ist Köln. Das dachten wohl auch die vielen Fans, denn bereits seit Monaten gibt es keine Karten mehr.

JiS im Kölner Jugendpark in Deutz // Foto: Monsterpics/Künster

Das Programm:
9:00 Uhr – Einlass
11:00 Uhr – Lupo
11:45 Uhr – Björn Heuser
12:35 Uhr – Kasalla
13:50 Uhr – Fiasko
14:20 Uhr – Mo-Torres
14:30 Uhr – Cat Ballou
15:30 Uhr – Rockemarieche
16:15 Uhr – Querbeat
17:30 Uhr – Miljö
18:30 Uhr – Brings

Rekord in bonn

Im vergangenen Jahr stieg das jecke Festival noch auf dem Areal der Bonner Gronau und war mit rund 10 000 Besuchern gleich bei seiner ersten Auflage ausverkauft. Bei seinem zweiten Gastspiel in Bonn zieht „Jeck im Sunnesching“ am Samstag auf die viel größere Blumenwiese der Rheinaue um. So können sich rund 20 000 Fans auf die Crème de la Crème der kölschen Musikszene freuen – Sternkonfetti und Luftschlangenkanone inklusive. Somit steigt in der ehemaligen Hauptstadt das größte der drei jecken Sommerfestivals. Neben all den erstklassigen Bands werden viele Theken gegen den Durst und so manche Überraschung zum Schlemmen bereitstehen. Den Abschluss des Mega-Programms dürfen erneut Querbeat bestreiten. Für die Lokalmatadoren aus Bonn geht es seit Jahren steil bergauf. In diesem Sommer konnten sie bereits bei einigen großen Festivals landen, spielten unter anderem auf dem Summerjam.

Das Bonner JiS (hier 2017) zieht in diesem jahr auf eine größere Wiese in der Rheinaue um. // Foto: dronecologne/Daniel Pille

Resttickets für Bonn gibt es für 19,90 Euro und in der VIP-Variante für 119 Euro. Im VIP-Ticket enthalten: ein seperater Eingang, der Zutritt zu einer VIP-Tribüne mit bester Sicht sowie der Zugang zu einer exklusiven Theke, an der ein großes Getränke- und Grill-Angebot (auch vegetarisch) kostenfrei genossen werden kann.
www.jeckimsunnesching.de/tickets

Das Programm:
9:00 Uhr – Einlass
11:00 Uhr – Pläsier
11:45 Uhr – Stefan Knittler
12:30 Uhr – Cat Ballou
13:45 Uhr – Miljö
15:00 Uhr – Kempes Feinest
15:45 Uhr – Brings
17:00 Uhr – Fiasko
17:45 Uhr – Kasalla
19:00 Uhr – Querbeat

Auch in der Eifel steppt der Bär

Auf dem Klosterplatz in der „Heino-Stadt“ Bad Münstereifel geht es normalerweise recht beschaulich zu. Die altehrwürdige Stiftskirche blickt erhaben auf den Platz hinab, einige Passanten spazieren vorbei. Ganz anders wird das am Samstag, denn „Jeck im Sunnesching“ expandiert endlich auch in die Eifel und wird die dortigen Jecken mit einer großen Portion kölschem Sommer-Partyfeeling versorgen. „Fiere ohne ze friere“ heißt das Motto für rund 4000 Zuschauer. Auf der Festivalbühne mitten in der historischen Altstadt startet das Programm ab 12.30 Uhr (siehe Kasten). Alle Nicht-Eifeler aufgepasst: Für den Bad Münstereifeler Ableger von „Jeck im Sunnesching“ gibt es noch Resttickets. Diese kosten 19,90 Euro im Vorverkauf. Wer mit einer größeren Gruppe hin will, kann ein „11 Freunde“-Ticket buchen. Elf mal Eintritt plus ein 5 l Gaffel Partyfässchen obendrauf gibt es dann für 18,10 Euro pro Person. Tickets unter:
www.jeckimsunnesching.de/tickets

Die Klüngelköpp sind in Bad Münstereifel dabei // Foto: Promo

Das Programm:
12:30 Uhr – Einlass/DJ
13:30 Uhr – Rhingbloot
14:30 Uhr – Klüngelköpp
15:45 Uhr – Boore
17:00 Uhr – Domstürmer
17:45 Uhr – Funky Marys
18:15 Uhr – High Energy
18:45 Uhr – Cöllner
19:30 Uhr – Druckluft
20:15 Uhr – Micky Brühl Band
21:00 Uhr – Big Maggas

In den Veedeln geht die Party weiter!

Um 20 Uhr, wenn das Programm auf den großen Bühnen endet, verlagert sich die jecke Party op de Stroß. Die größte Aftershow-Party, die Köln je gesehen hat, findet dann in den Kölner Veedeln statt. Rund 100 Feierlocations vom „ABS“ in Zollstock bis „Zum Knobelbecher“ im Belgischen Viertel bieten jecke Tön und Feierlaune bis tief in die Nacht. Geschunkelt wird etwa in der Friesenstraße, im Kwartier Latäng rund um die Zülpicher Straße, im Belgischen Viertel mit Aachener und Lindenstraße sowie am Bermudadreieck in der Schaafenstraße. Die größte „Jeck im Sunnesching“-Party nach den Festivals startet um 20 Uhr in den Sartory Sälen: Dort wird mit Querbeat, Miljö und Rheinveilchen getanzt. Wer lieber durch die Kneipen stromert, wird dabei sicherlich irgendwo Kölsch-Barde Björn Heuser mit seiner legendären mobilen Bühne begegnen. Für ihn geht es um 15 Uhr am Aachener Weiher los – Höhepunkt ist der Abschluss in der Friesenstraße um 23.30 Uhr.

In rund 100 Veedelskneipen geht es im Anschluß in Köln weiter // Foto: Ben Hammer

Wie in den Jahren 2016 und 2017 schmeißt das Bootshaus in Deutz die offizielle
Aftershow-Party (bereits ausverkauft). Nach dem Festival im Jugendpark geht es dort direkt nebenan weiter, selbstverständlich Open Air. Karnevals-Hits und zur Abwechslung ein paar Club-Songs sorgen im Mainfloor für Stimmung. Später schauen noch Brings und Querbeat vorbei.

Für manche beginnt die Aftershow im Übrigen schon vormittags: In der Poller Strandbar wird das Kölsch bereits um 10.11 Uhr angezapft. Dort spielen Querbeat, Klüngelköpp und ein
Special Guest. Jeck sein auf dem Wasser bietet das RheinRoxy mit Miljö und Klüngelköpp ab 15 Uhr. Die Tanzbar in der Kölner Altstadt feiert auf drei Ebenen, ab  18 Uhr sind dort ebenfalls Miljö und Klüngelköpp zu Gast.

Alle teilnehmenden Locations gibt es alphabetisch aufgelistet samt dem jeweiligen Programm online zu entdecken. Dort finden sich zudem Links, unter denen sich bereits im Vorverkauf Tickets gesichert werden können. Denn: Auch die beliebten Partys nach der Party sind irgendwann voll…

www.jeckimsunnesching.de
Titelfoto: Foto: dronecologne/Daniel Pille

 

Jeckes.NET sucht den Super-Fan!

Die WM ist in vollem Gange. Und auch wenn unsere Mannschaft etwas Anlaufschwierigkeiten hatte, ist der Glaube an sie und das Weiterkommen bei vielen Fans weiterhin ungebrochen. Zeigt uns jetzt, wie sehr ihr an an unsere Elf glaubt – wir suchen den Super-Fan!

Ihr habt Euch selbst und auch sonst alles vom Hund bis zum Häuschen in Schwarz-Rot-Gold verpackt? Dann zeigt uns euer jeckstes Fußball-Fan-Bild. Ob beim Fußballgucken in kompletter Deutschlandkluft oder am See mit Schland-Schlappen und Trikot, ob geschminkt wie ein Ball oder vor eurem in Deutschlandfahnen eingewickelten Haus – überrascht uns!

Unter allen, die ihr Foto einsenden, verlosen wir fünf coole WM-Pakete von Deiters. Darin ist alles, was der Deutschland-Fan braucht. Denn wir werden noch weiterkommen bei dieser WM. Viel weiter! Und natürlich erlangt euer Foto Weltruhm (na ja, fast …) auf Jeckes.NET und unserer Facebookseite.

So macht ihr mit:

Klickt auf unserer Facebook-Seite links in der Navi-Spalte auf „Super-Fan“ oder sendet uns Fotos per Email auf: jeckesnet@gmail.com.

Teilnahme- und Datenschutzhinweise

Teilnahmebedingungen: Veranstalter dieses Gewinnspiels ist die Creative DuMont Rheinland GmbH (siehe Impressum).
Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 24. Juni 2018 um 23:59 Uhr. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Die Gewinner werden durch das Los ermittelt.

Die per Mail an uns gesandten Daten werden benötigt, um auf die Nachricht antworten zu können. Deren Speicherung wird vom Versender gebilligt. Die Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspieles genutzt und anschließend gelöscht. Sie werden nicht zu Werbezwecken verwendet.

Denkt daran: Mit dem Zusenden der Bilder willigt ihr automatisch ein, dass sie einmalig und in Verbindung mit eurem Namen auf Jeckes.NET sowie unserer Facebook-Seite veröffentlicht werden dürfen.

Weitere Infos zum Datenschutz und Widerrufhinweise in unserer Datenschutzerklärung (siehe Menüleiste).

 

Nacktschnecken wühlen im Garten

Kartoffeln pflanzen, während die Haut zärtlich von einem lauen Lüftchen umspielt wird, endlich mal wieder den Busch trimmen oder zarte Triebe ausbringen: Am Samstag, 5. Mai ist Welt-Nack-Gärtner-Tag! Und wie bestellt soll es frühsommerlich warm werden. Der „World Naked Gardening Day“ wird seit 2005 jedes Jahr am ersten Samstag im Mai weltweit zelebriert.

Frei wie der Wind – Am Samstag wird nackt gegärtnert! // Foto: Moodboard/Thinkstock/Montage: Creative Dumont Rheinland

Sinn des Spiels: Natur mal ganz anders zu erfahren. Der Tag wurde von Mark Storey, einem Redakteur des „Nude & Natural“-Magazins sowie Jacob Gabriel vom „Body Freedom Collaborative“-Projekt ins Leben gerufen. Die Nudisten wollen so ein gesundes Körpergefühl im Freien etablieren und Scham abbauen. Somit soll der Tag, der jedes Jahr immer mehr Anhänger findet, natürlich absolut keinen sexuellen Hintergrund haben, sondern allgemein dem Ausleben der FKK dienen.

Wem die Aktion nicht ganz so geheuer ist, der kann wenigstens im Netz verfolgen, wie die Nacktgärtner weltweit den diesjährigen Aktionstag angehen. #worldnakedgardeningday wird am Samstag wohl wieder einer der meistgesuchten Hashtags auf Instagram sein …
Und an alle Mutigen: Pflückt euch ein Feigenblatt, schnallt es euch um und ab in den Garten!

Übrigens: Es gibt einige Dinge, die man am Welt-Nackt-Gärtner-Tag nicht tun sollte …
1. Rosen pflanzen oder beschneiden – es dürfte offensichtlich sein, warum.
2. Sonnencreme vergessen – an diesem Tag gibt es Stellen, die man sich normalerweise nicht einschmiert. Das sollte man aber – und zwar alle!
3. Heckenscheren und Motorsägen verwenden – klar, was ein echter Hobbygärtner ist, der schreckt auch nackt vor keiner Tätigkeit zurück. Trotzdem … ein kecker Schnitt zu viel und Familienplanung ist hinüber.
4. Kakteen umpflanzen – bedarf auch keiner Erklärung.
5. Unkraut ausmachen wie Disteln oder Brennesseln.

Ein neuer Trend: Jetzt glitzert’s im Bierglas!

Es ist kühl, blond, herb – und es glitzert! „Glitter Beer“ ist bei einigen kleinen Brauereien in den USA und Australien der letzte Schrei. Mit dem Einhorn-Boom kam auch die Glitzer-Attacke. Plötzlich schimmerte es überall, vornehmlich auf süßen Leckereien wie Cookies, Cupcakes oder Torten. Getränke sind da nur die konsequente Weiterentwicklung des glamourösen Trends.

Die Seabright Brewery aus Santa Cruz in Kalifornien war eine der ersten Brauereien, die es auch im Bierglas glitzern ließ. Ihr Ale mit dem klangvollen Namen „Mermaid Tail“ (Meerjungfrauen-Schwanzflosse) wird aus Rüben gebraut und mit Blutorange und Limone verfeinert. Der Glitter passt natürlich perfekt zum Namen und dem frühlingsfrischen Geschmack.

Das Mermaid Tale wurde im Übrigen von der Huffington Post zu einem der verrücktesten Biere der Welt gekürt und erlangte Netz-Berühmtheit.

Noch heftiger funkelt es aber in einem Glas „Stardust IPA“. Die Two Birds Brauerei in Victoria/Australien möchte damit der verstorbenen Pop-Legende David Bowie und seinem alter Ego Ziggy Stardust Tribut zollen. Den besten Eindruck erhält man im Video – ist es nicht wie eine Lava-Lampe zum trinken?

„Trapper Keeper“ ist ein weiteres Glitzer-Bier – Hergestellt in der Bold Missy Brewery in Charlotte, North Carolina/USA // Foto: Carli Smith

Auch bei uns funkelt’s schon im Glas

Glitzer in Getränken ist übrigens keine Schnapsidee von anderen Kontinenten. Auch in Deutschland funkelt es in manchen Gläsern schon gewaltig. Diverse Bars mixen bereits Cocktails mit Silberschimmer. Aber auch Getränkehersteller springen hierzulande auf den Zug auf. So gibt es etwa einen bekannten Berliner Pfefferminzlikör in einer Glitzer-Edition. Im Kreis Gütersloh ist seit Wochen ein glitzernder Himbeerlikör eines lokalen Spirituosenproduzents der Verkaufsschlager in den Supermärkten.

Nur Glitzer-Bier lässt sich bei uns nicht mit dem Reinheitsgebot vereinbaren. Da müssen schon Importbiere herhalten …

Wirklich ungesund ist lebensmittelechter Glitzer nach Angaben von Experten nicht – in kleinen Dosen und nicht regelmäßig konsumiert. Übrigens: Die Befürchtung, dass der Glitzer auf dem stillen Örtchen zum zweiten Mal grüßt und lustig den Urin aufblitzen lässt ist unbegründet. Überwiegend wird er vom Körper abgebaut.

Es selber glitzern lassen

Lebensmittelechten Glitzer gibt es fertig zu kaufen, aber er ist auch recht einfach selbst herzustellen. Das geht mit Gummi arabicum (E 414). Dieser Stoff wird aus dem Pflanzensaft verschiedener afrikanischer Bäume hergestellt und in vielen Lebensmitteln als Verdickungsmittel oder Kleber verwendet. Man erhält es als Pulver mit Lebensmittelqualität in Apotheken und Drogerien oder online.

Das Glitzer-Rezept: Den Backofen auf 140°C vorheizen. Gummi arabicum und heißes Wasser zu gleichen Teilen vermengen und verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Ist ein klassisch silberner Glitzereffekt gewünscht, fügt man nichts hinzu. Ansonsten erhält man andere Farben durch das Hineinträufeln der gewünschten Lebensmittelfarbe. Das Gemisch wird durch ein Nylontuch gefiltert, um so Klumpen auszuschließen. Anschließend die Masse mit einem Pinsel dünn auf ein Backpapier pinseln und ungefähr zehn Minuten im Ofen trocknen. Wenn alles abgekühlt ist, die trockene Schicht abkratzen und in einem Mörser zu Glitzer-Pulver mahlen.

Ein Popolski ausser der Rand und der Band

Der Familie Popolski steht seit einiger Zeit nicht mehr gemeinsam auf der Bühne. Familienoberhaupt Pawel Popolski alias Achim Hagemann (51) aber schreibt die Geschichte seiner berühmten Sippe fort und ist seit geraumer Zeit (fast) solo mit Polka und neuen Unglaublichkeiten rund um die Erfindung des Pop unterwegs. Mit seinem Programm „Außer der Rand und der Band“ tourt er aktuell auch in und um Köln.

Hagemann, der Anfang der Neunziger mit seinem Comedy-Partner Hape Kerkeling und der Sendung „Total Normal“ TV-Geschichte schrieb, ist aber noch mehr als „nur“ der Vorzeige-Pole der Nation. Was man in seiner Show erwarten darf, was der Komponist und Autor noch so auf dem Kasten hat und ob es vielleicht mal ein gemeinsames Comeback mit Hape geben wird – über all das sprach er mit Jeckes.NET.

Foto: Stephan Pick

Achim, der Familie Popolski hat sich vor vier Jahren getrennt – obwohl alles gut lief und ihr immer beliebter wurdet. Was war der Auslöser?
Wir alle wollten nach der langen Zeit als Popolskis auch wieder eigene Projekte verfolgen. So toll alles war, war es auch sehr zeit- und kräftezehrend. Viel Raum für andere Dinge blieb keinem von uns. Ich persönlich wollte auch in Ruhe mein Buch über die Popolskis schreiben und wieder mehr komponieren. Außerdem: Janusz, die trübe Tasse, und Dorota sind ja auch in meinem Solo-Programm dabei.

Eben, du bist weiterhin als Pawel Popolski unterwegs. Also hat dich nicht das Konzept beziehungsweise die Idee an sich ermüdet, sondern der Tour-Zirkus?
Ja, das ist so. Ich habe zwischendurch ständig am Programm gefeilt, wir haben viel geprobt, sind sehr oft getourt – das ist ein hoher zeitlicher Aufwand. Anderes kommt da zwangsläufig ein bisschen kurz. Mit zwölf Musikern und zehn Technikern war das schon ein ordentlicher Tross, der da immer unterwegs war. Und ich war nicht nur in der Rolle des Pawel das Familienoberhaupt, sondern auch derjenige, der in Wirklichkeit die Schäfchen zusammenhalten musste. Das war wie eine dauerhafte Klassenfahrt mit mir als Lehrer.

Was passiert denn nun in der Solo-Show von Pawel, was dürfen die Zuschauer erwarten?
Viel Musik und Polka natürlich. Ich habe mein Schlagzeug dabei und das vielfach unterschätzte Orchesterinstrument Kesselpauke. Dorota hat ihre Gitarre im Gepäck und wir erzählen viel neues und unglaubliches aus der Welt von Opa Popolski und seinen wegweisenden Kompositionen. Außerdem gibt es neue Enthüllungen, die der wenigsten wussten. Oder kennst du etwa das alte polnisches Kulturvolk der Mayek? Sie haben schon vor 2000 Jahren auf den Tag genau eine Katastrophe vorhergesagt: die erste Single von Dieter Bohlen. Wir singen und schunkeln gemeinsam mit dem Publikum und die vom Polkaüberwachungsverein (PÜV) vorgeschriebenen Wodka-Pausen werden natürlich auch eingehalten.

Ich will mal einen gewagten Vergleich ziehen. Dave Grohl, auch Schlagzeuger wie du, stieß Anfang der Neunziger – also während deiner „Total Normal“-Phase – zu einer Band namens Nirvana. Mit ihr wurde er drei Jahre zum Superstar bis zum Tod ihres Frontmanns Kurt Cobain. Später gründete er dann die Foo Fighters – heute einer der größten Rockbands der Welt und nach Grohls eigenem Bekunden sein Lebenswerk. Du gründetest nach deiner sehr erfolgreichen aber recht kurzen TV-Zeit Der Familie Popolski … dein Lebenswerk?
Es ist auf jeden Fall das Projekt, auf das ich am meisten stolz bin. Insofern stimmt dein Vergleich. Am Anfang hat keiner auf uns gewartet, die Veranstalter wollten uns einfach nicht. Da haben wir uns entschlossen, auf die Ochsentour zu gehen und durch so viele Clubs zu tingeln wie nur möglich. Da waren auch Abende wie in Essen dabei, wo wir in einem kleinen Laden vor fünf Leuten gespielt haben. Es ist für einen Musiker die Horrorvorstellung schlechthin, mehr Leute auf als vor der Bühne zu haben. Fünf Jahre später füllten wir in Essen die Grugahalle und hatten 5000 Zuschauer. Auf einen solchen selbst erarbeiteten Erfolg darf man schon stolz sein.

Viele kennen dich nur von früher, als Partner von Hape Kerkeling, und als Popolski-Macher. Dabei bist du auch als Komponist sehr beschäftigt. Nenn doch mal dein paar Projekte, an denen du in letzter Zeit gearbeitet hast, damit der Leser mal einen Überblick über deine Bandbreite bekommt.
Okay. Die Musik für das „Kein Pardon“-Musical, dass gerade übrigens erfolgreich in Leipzig läuft, stammt komplett aus meiner Feder, das ist die Bühnenversion von Hapes Kinofilm aus den Neunzigern. Dann haben ich die Titelmelodie von „Maischberger“ zusammen mit Anette Humpe komponiert. Aktuell durfte ich am neuen Album von 2Raumwohnung mitschreiben und an vier Stücken der neuen Platte von Max Raabe mitwirken, was mir eine besondere Ehre war. Max` neue Single „Fahrrad fahr`n“ etwa stammt von mir.

Wie ist es mit Max Raabe zu arbeiten? Irgendwie kann man sich kaum vorstellen, dass der Mann auch albern sein kann …
Oh, Max kann unglaublich albern sein! Es war eine tolle Zusammenarbeit. Das fing vor etwa anderthalb Jahren an, als ich ihm eine meiner Songideen im Auto vorgesungen habe. Er fand es gut und nach und nach kamen weitere Ideen dazu. Mit Max gemeinsam zu schreiben beginnt immer nachmittags bei Kaffee und einem Stück Streuselkuchen. Das ist eines seiner typischen Rituale. Wir hatten ein paar solcher Treffen und wirklich viel Spaß zusammen. Die Terminfindung war nicht immer ganz einfach, da sowohl er als auch ich nun einmal oft auf Tournee sind.

Foto: Stephan Pick

Am 12. März wird zum zweiten Mal der Comedypreis „Recklinghäuser Hurz!“ in deiner Heimatstadt verliehen – mit dir als Präsidenten. All das nur, weil du und dein Freund Hape mit Mitte 20 vor über einem Vierteljahrhundert eine bekloppte Idee hattet, die dann auch noch gesendet wurde. Macht das mit Anfang 50 zufrieden?
Auf jeden Fall! Ich finde es toll, dass die Leute sich heute immer noch an diesen Sketch erinnern können. Mich nervt es überhaupt nicht, wenn ich darauf angesprochen werde. Dazu kommt ja, dass wir damals wirklich Überzeugungsarbeit leisten mussten. Die Idee wanderte bei Radio Bremen, das „Total normal“ produzierte, von Stapel zu Stapel. Moderne klassische Musik war ihnen als Thema wohl zu heikel. Aber irgendwann haben wir es zum Glück durchziehen dürfen und keiner hätte wohl gedacht, dass wir heute noch darüber sprechen und es jetzt sogar einen Preis namens „Hurz!“ gibt. Den bekommt in diesem Jahr übrigens Helge Schneider verliehen, den ich sehr verehre.

Dein Grundschulfreund Hape hat sich in den letzten Jahren medial zurückgezogen, aber ihr habt sicher immer noch guten Kontakt. Gab es da nicht mal eine bierseelige Idee, vielleicht doch noch einmal gemeinsam was fürs Fernsehen auf die Beine zu stellen? Und wenn auch nur für eine Show? Die Sender würden euch doch die Füße küssen …
Wir haben natürlich noch sehr guten Kontakt und tatsächlich auch einmal über neue Ideen geredet, aber da ist noch nichts spruchreif. Ansonsten fühlt Hape sich glaube ich ganz wohl in seinem Vorruhestand.

Vorruhestand ist gut – das haben schon andere versucht, Stefan Raab zum Beispiel. Nach zwei Jahren zieht es ihn jetzt auch wieder in die Öffentlichkeit, zumindest auf die Bühne.
Sicher, man weiß ja nie, aber es läuft wohl alles gut bei ihm, wie es so gerade ist, Außerdem wird Hape sicherlich weiter schreiben, das hört ja nicht auf.

Die Idee, über die du nicht sprechen möchtest, hat aber nichts mit einer Leinwand zu tun, oder?
(Lacht) Ich, also … nein, kein Kommentar.

Für Dich gibt es ja auch noch genug mit der Popolski-Soloprogramm zu tun. Was meinst du, trägt diese Familie dich bis zum Ruhestand?
Ich glaube sogar, dass die Idee über meine Rente hinaus tragen kann (lacht). Es gibt genug Material: Alleine alle Popsongs der letzten 50 Jahre! Und all die zeitgeschichtlichen Ereignisse, von denen niemand weiß, dass sie in Wahrheit auf die Polen zurückgehen. Nimm alleine die Mondlandung: die Polen waren eine halbe Stunde vor den Amerikanern oben, das wissen der wenigste! Ach, die Popolskis laufen jetzt seit 15 Jahren, warum nicht weitere 15 Jahre oder länger? Es gibt ja auch noch genügend jüngere Familienmitglieder, die irgendwann das Zepter übernehmen könnten.

Irres Karnevals-Knöllchen für Eifeler Jeck

Da will man einfach nur schnell zur Party kommen … Stefan Hecker aus Hellenthal (Kreis Euskirchen) machte sich an Karnevalssamstag auf den Weg zu einem Kostümfest in Gey bei Düren. Motto: Dschungel. „Ich habe zwei Stunden vor dem Spiegel gestanden und mich geschminkt“, so der 39-Jährige zu Jeckes.NET.

Heraus kam ein furchterregender Medizinmann. Er war sicher: Diese Maskerade kommt an. Nur musste er selber erst einmal auf der Party ankommen. Und da war er bei aller Vorfreude wohl etwas zu fix unterwegs … „Dabei kenne ich diesen Blitzer genau, fahre oft an ihm vorbei.“

Anderthalb Wochen nach Karneval erhielt Stefan die Quittung – ein Knöllchen vom Straßenverkehrsamt. 25 Euro für 15 km/h überhöhte Geschwindigkeit. Doch der Ärger war sofort verflogen, als sein Blick auf das Blitzerfoto fiel – saß darauf doch ein irre dreinblickender Medizinmann am Steuer seines Autos. „Das Geld zahle ich gern für dieses geile Foto“, lacht der Eifeler im Nachhinein …

Ein Blitzerfoto, das der Eifeler so garantiert nie wieder in seinem Leben erhält. // Foto: privat

Habt ihr auch ein jeckes Blitzerfoto?

Oder eine jecke Blitzer-Geschichte? Es muss ja nicht im Kostüm sein. Schreibt uns! Hier unten in den Kommentaren,
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andere kandidaten, die kaum zu glauben sind

Eine Kutsche, ein Pferd oder sogar eine Ente? Viele „Verkehrsteilnehmer“ wurden bereits in Deutschland geblitzt, die anschließend nicht immer ein Knöllchen zugesandt bekommen haben. Ob es sich dabei um eine defekte Radarfalle handelte oder nicht, kann im Nachhinein nicht mehr ermitelt werden, fest steht: Die Fotos machen einfach Spaß.
Hier sind weitere jecke Blitzerbilder zu entdecken.

Übrigens: In Siegburg gab ein einmal einen Starenkasten am Ausgang der Fußgängerzone, der falsch justiert war. Passanten, die in Eile ihren Schritt ein wenig beschleunigten, wurden regelmäßig von der Radarfalle „abgeschossen“.