So beliebt sind Kölner Bands in Deutschland

Karneval ist lange her. Doch die Bands, die in der fünften Jahreszeit kaum aus Köln herauskommen und auch mal acht Konzerte an einem Tag geben, legen sich den Rest des Jahres selbstverständlich nicht auf die faule Haut. Aber: Welche kölschen Mundart-Bands sind eigentlich in diesem Jahr wo unterwegs? Wer trägt die kölsche Sproch am weitesten hinaus in die (deutschsprachige) Welt? Wir haben uns die Tourkalender einmal angesehen …

Wolfgang Niedecken ist nach wie vor ein Aushängeschild des Kölschen // Foto: Tina Niedecken

BAP

Keine Frage – spätestens seit ihrem Überhit „Verdamp lang her“ 1982 war Wolfgang Niedeckens BAP außerhalb der Domstadt das Aushängeschild für Musik auf Kölsch. Und ist es bis heute noch. Die BAP-Fangemeinde zieht sich quer durch die deutschsprachigen Länder. So kommen Niedecken und seine Mannen auf der diesjährigen Tour wieder weit herum. Ob Kempten im Allgäu, Stuttgart, München (sogar an zwei Abenden), Frankfurt, Hamburg, Basel, Künzelsau, Leipzig oder Münster.

Der kurioseste Termin dürfte ihr Gastspiel bei „Werner – Das Rennen 2018“ sein. Die Geschichte dahinter: Werner-Zeichner Brösel hatte 1988 mit seinem hochgezüchteten Horex-Motorrad seinen Freund Holgi nebst rotem Porsche zum Rennen aufgefordert. 200.000 Menschen wollten auf dem Flugplatz Hartenholm in Schleswig-Holstein dabei sein. Es wurde eine Megaparty mit Open-Air-Festival. Auf der Bühne mit dabei: BAP! Exakt 30 Jahre später will Brösel, der damals verlor, es in diesem Sommer noch einmal wissen und startet am selben Ort erneut ein Rennen mit Riesensause. Wie damals sind BAP als einer der Headliner mit dabei, ebenso wie bereits 30 Jahre zuvor Roger Chapman, Doro, Torfrock sowie Otto Waalkes und die Friesenjungs.
Hier BAP-Termine und Tickets
Hier mehr zu Werner – Das Rennen

Unermüdlich im deutschsprachigen Raum unterwegs: die Höhner // Foto: Thomas Rabsch

HÖHNER

Ebenfalls keine Überraschung ist, dass auch die Höhner deutschlandweite Botschafter für Musik in kölscher Mundart sind. Nach Partykrachern wie „Viva Colonia“ oder dem Handball-WM-Song „Wenn nicht jetzt wann dann“ waren sie in aller Munde – von Mallorca über die Aprés-Ski-Hütten der Alpen bis an die Waterkant. Seit vielen Jahren tingeln sie außerdem durch diverse Musiksendungen im TV, darunter die großen Samstagabendshows von Florian Silbereisen & Co. Nach der alljährlichen „Höhner Rockin’ Roncalli Show“, die in diesem Jahr in Aachen und Koblenz über die Zirkusbühne geht, fliegen die Höhner aus zur großen Tournee. Die führt Henning Krautmacher und seine Mannen etwa nach Bayern, Erfurt, Luxemburg, Duisburg, zum Seer Open Air nach Österreich oder ins schwäbische Tuttlingen.
Termine und Tickets

QUERBEAT

Die bunte Blechblas-Truppe hat nicht nur in der Karnevalsszene eine Nische besetzt – auf der anderen Seite machen sie mit ihrem Ska eine Musik, die nicht zwangsläufig auf Karneval gemünzt ist. Das funktioniert großartig überall in der Republik und darüber hinaus. Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass Querbeat gerade richtig durchstarten. Ihre Tournee (von der bereits jetzt knapp die Hälfte der Termine ausverkauft ist), führt sie unter anderem nach Münster, Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Hamburg, München, Wien und Zürich. Kurz: Querbeat sind überall. Und womit? Mit Recht!
Alle Termine hier

Holen sich Kasalla den Echo in Berlin ab? // Foto: Ben Wolf

KASALLA

Seit einer Woche ist die Nachricht in der Welt: Kasalla sind für den Musikpreis „Echo“ nominiert! Eine große Ehre, die bislang nur den kölschen Mundart-Bands Höhnern und BAP zuteil wurde. Dass die Kategorie mit der Bezeichnung „Volkstümliche Musik“ nicht wirklich stimmig ist, liegt einfach daran, dass es dem „Echo“ an passenden Kategorien mangelt. In jedem Fall freut sich die Band mehr als angemessen und wird sich bei der Verleihung in Berlin am 12. April ganz fest selbst die Daumen drücken. Ob mit oder ohne „Echo“ im Gepäck – viel Zeit zum Feiern bleibt anschließend nicht. Kasalla sind im Frühling und Sommer viel auf Tournee, lugen dabei auch über die Grenzen des Rheinlands hinaus. Zum Beispiel auf Konzerten in Weeze, Sankt Vith/Belgien, Hagen oder Cleve. Und wer weiß – wenn der „Echo“ in der Tasche sein sollte, könnten  durchaus noch einige Termine folgen, die weiter entfernt liegen.
Alle Termine hier

Die Kölner Konzert-Highlights im März

Köln ist nicht nur als jecke Stadt bekannt. Auch Musik wird in der Domstadt jede Menge geboten. Ob Lanxess Arena, Tanzbrunnen, Gloria-Theater, die Live Music Hall, die Essigfabrik, das E-Werk, Gloria oder viele mehr. In Köln vergeht kein Tag ohne Konzerte von internationalen oder nationalen Musikern jeder Richtung.
Hier sind unsere Jeckes.net Konzert-Highlights in Köln im März.

5. März: The Killlers

Die amerikanisch Indie-Rockband kommt für zwei Konzerte nach Deutschland. Neben Berlin machen die vier auch Halt in der Lanxess Arena. Am Montag, den 5. März ab 20. Uhr gibt’s die Jungs aus Nevada zu bewundern. Karten gibt’s hier.

10. März: Boybands Forever

Ob „New Kids on the Block”, „Take That”, „Backstreet Boys” oder „One Direction”– weniges polarisiert und fasziniert in der Musikszene so sehr wie Boybands. Seit Generationen verkaufen sie weltweit Millionen Tonträger und brechen mindestens ebenso viele Herzen. Riesenerfolge, Massenhysterien, ungebrochene Begeisterung und unsterbliche Popsongs. Boybands Forever ist eine Musical-Show, die das Phänomen und sein Erfolgsgeheimnis ergründen lässt – Step by Step und Hit für Hit.  Am Samstag, den 10. März ab 20 Uhr in der Lanxess Arena. Resttickets für das Event gibt’s hier.

30 Seconds To Mars kommen nach Köln // Foto: Universal Music

11. März: Thirty Seconds to Mars

30 Seconds to Mars (oft als 30STM abgekürzt) ist eine aus Los Angeles stammende Alternative-Rock-Band, die vom Schauspieler und Oscar-Preisträger Jared Leto und seinem Bruder Shannon Leto gegründet und über die Jahre zum echten Megaseller wurden. Jetzt kommen die drei wieder nach Deutschland. Am Sonntag, den 11. März treten sie ab 19.30 Uhr in der Lanxess Arena auf. Leider ist der Gig bereits ausverkauft, Tickets gibt es nur noch über alternative Wege wie Ticketbörsen, Kleinanzeigen, etc.

12. März: Bonnie Tyler

Nur einen Tag später gastiert bereits der nächste große Popstar in Köln. Powerstimme Bonne Tyler geht auf „40 Years – It’s A Heartache-Tournee“. Seit mehr als 40 Jahren begeistert Bonnie Tyler ihre Fans mit ihrer unverkennbaren heiseren Stimme, produzierte 16 Alben und rund 80 Singles und verkaufte mehr als 100 Millionen Platten. Am Montag, den 12. März um 20 Uhr macht die Rock-Röhre Halt in Köln. Tickets bekommst du unter anderem hier.

15. März: Trettmann

Trettmann ist Hip-Hop und Dancehall-Sänger und bereits seit 2006 mit seinen Single ins den Deutschen Charts vertreten. Nun kommt der 44-Jährige am 15. März nach Köln ins Gloria-Theater. Wer Karten für das Konzert des Sängers aus Leipzig haben will, hat Pech – ausverkauft!

Peter Maffay ist unplugged am Start. //Foto: Candy Back/Red Rooster

17. März: Peter Maffay

Peter Maffay kommt auf MTV Unplugged-Tour in Köln vorbei und präsentiert die Akustikversionen seiner großen Hits und vieler Raritäten aus über 40 Jahren Musikgeschichte. Am Samstag, den 7. März macht der 68-Jährige Halt in der Lanxess Arena. Das willst du nicht verpassen? Karten bekommst du hier.

19. März: Sunrise Avenue

Die fünf Rocker aus Finnland sind seit 2006 nicht mehr aus den Charts wegzudenken. Mit Hits wie „Fairytale Gone Bad“ oder „Hollywood Hills“ wurden sie weltbekannt. Der Frontmann der Gruppe, Samu Haber, eroberte vor allem durch seine Jurytätigkeiten bei „The Voice of Germany“ die Herzen der Fans. Jetzt ist Haber auch wieder gemeinsam mit seinen Jungs in Deutschland unterwegs, kommt am Montag den 19. März um 20 Uhr in die Lanxess Arena. Tickets ab 63 Euro bekommt man hier.

24. März: 5 Seconds of Summer

Das australische Quartett macht seine Fans in Deutschland glücklich. Am 24. März treten 5 Seconds of Summer, die mit ihren Singles „She looks so perfect“ und „Don’t Stop“ 2014 den internationalen Durchbruch schafften, im Gloria-Theater in Köln auf. Tickets für das Konzert gibt es im Vorverkauf ab dem 2. März um 9 Uhr hier.

Weitere Termine zu Konzerten und Events in Köln findest du in unserem Terminplaner.

 

Trotzdem Alaaf! Der abgesagte Rosenmontag

„Der Rosenmontagszug fällt aus!“ 1991 waren Kölner Jecke wie vor die Perücke geschlagen. Kein Zoch wegen des Irak-Kriegs? Eine Lösung musste her. Und die fand sich – auf kölsche Art. Spontan und etwas chaotisch zogen am höchsten Kölner Feiertag inoffizielle Umzüge durch die Innenstadt – als Demonstrationen für den Frieden und den Karneval.

„Trotzdem Alaaf 1991-2017“ heißt eine Ausstellung des Stadtmuseums, die noch bis zum 25. März zu sehen ist und die Ereignisse von damals mit vielen Fotos, Ausstellungsstücken, Geschichten und Filmen beleuchtet. Die damalige Situation war so skurril wie „normal“, so bunt wie schwarz. Denn: Viele Teilnehmer demonstrierten tatsächlich gegen den Krieg im Irak und in Kuwait, in den sich die USA kurz zuvor eingeschaltet hatten.

Titelfoto der Ausstellung „Trotzdem Alaaf“ // Foto: Bernhard D. Sanders. // Foto im Kopf: Anna Lingscheid

Tote mit Narrenkappen

Dennoch legten viele Teilnehmer eine wilde Mischung an den Tag, schließlich ging es auch um den Karneval. „US-Soldaten“ hatten zusätzlich de decke Trumm im Gepäck, „Skelette“ trugen Narrenkappen, Lappenclowns hielten Anti-Kriegs-Plakate hoch. Als sich all die kleinen Grüppchen dann auch noch im teils dichten Schneetreiben auf der Straße vermischten, war das jecke Chaos perfekt. Viele wussten nicht einmal, wo genau es lang ging. Die eilig hin gekritzelten Pläne des Zugwegs sind neben 89 Fotografien, meistens in schwarz-weiß, ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.

Doch „Trotzdem Alaaf 1991-2017“ dreht sich, wie der Titel bereits vermuten lässt, nicht ausschließlich um diesen denkwürdigen Kölner Rosenmontag im Schatten des Irak-Krieges. Vielmehr haben die Macher die Fotos von damals aktuellen Bildern aus dem vergangenen Jahr gegenübergestellt. 2017 hing bekanntlich das Damoklesschwert „Terrorgefahr“ über den Jecken. Wenn der Zoch auch einer Absage entging, waren doch sehr viele Sicherheitskräfte vor Ort, was für manches denkwürdige Bild sorgte.

Als dritter Aspekt zeigen Fotografien aus den Jahren 1946-1949, wie der Karneval im fast vollständig ausgebombten Köln so langsam aber sicher wieder Fuß fassen konnte.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und alle weiteren Infos zu „Trotzdem Alaaf!“ -> klick hier.

Sonderveranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

Donnerstag, 1. März, 19.30 Uhr
Gesprächsführung des studentischen Infoteams mit anschließendem Kölsch

Dienstag, 20. März, 18 Uhr
Abendführung

Samstag, 24. März,  14 Uhr
Kuratorenführung durch die Ausstellung mit Eusebius Wirdeier, DGPh

Sonntag, 25. März, 14 Uhr
Künstlergespräch mit beteiligten Fotografinnen und Fotografen und Finissage der Ausstellung

Sonntag, 25. März, 14 bis 17 Uhr
Kuratorenführung und Künstlergespräch, Schlussveranstaltung

Street Food Schlemmen in Köln

Pizza, Pasta und Burger – all das essen wohl die meisten von uns gelegentlich bis täglich. Aber warum nicht mal über den Tellerrand hinaus schauen? Schließlich gibt es auch allerlei andere Fast Food-Köstlichkeiten. Diese kann man sich zum Beispiel an Foodtrucks auf Street Food Festivals schmecken lassen. Diese finden regelmäßig an verschiedenen Orten in Köln statt, das nächste in Ehrenfeld (siehe unten). Doch was ist das eigentlich und welches Konzept steckt dahinter?

Street Food gibt es schon seit Ewigkeiten. Der Imbiß am Straßenstand ist in anderen Ländern noch viel beliebter und verbreiteter als bei uns. Der große Vorteil für die Gastronomen: Sie sind extrem flexibel und erreichen schnell viele Leute an den wichtigsten Hot Spots. Außerdem werden die Fixkosten bei dieser Art des Verkaufs sehr gering gehalten.

Bei uns ist Street Food meist die Currywurst am Imbissstand, der Hot Dog für den kleinen Hunger in der Mittagspause oder das belegte Brötchen beim Bäcker des Vertrauens. Doch das reicht den Menschen heutzutage nicht mehr. Kulinarische Abwechslung muss her. Deswegen gibt es nicht nur immer mehr verschiedene Imbiß-Konzepte, sondern eben ganze Street Food Festivals.

Dort können Besucher an verschiedenen Foodtrucks Fast Food aus aller Welt probieren. So erwarten dich Köstlichkeiten, die du  garantiert nicht an jeder Ecke bekommst. Von Kimchi Bowl, Gua Bao Burger über Kimbap Rolls, Ciabatta mit Provolonekäse bis hin zum brasilianischen Eis. Ob fleischlastig, vegetarisch, vegan, laktose- oder glutenfrei – für jedes Schleckermaul ist garantiert etwas dabei.

Das nächste Street Food Festival findet am 3. und 4. März ab 12 Uhr in der DQE-Halle auf dem Heliosgelände (Heliosstraße 35-37) in Köln Ehrenfeld statt.

Mehr Infos zu Street Food Veranstaltungen findest du unter http://street-food-festival.de/#street-food-festival

Kult-Comeback: Die Talentprobe ist zurück

Die Mutter aller Castingshows ist wieder da! Unfassbare 46 Jahre, davon alleine 25 mit Kult-Moderator Linus, war die Talentprobe eine feste Institution im Veranstaltungskalender Kölns – erst in einem Club, dann auf der großen Bühne des Tanzbrunnens. Zu ihr strömte das härteste Publikum der Welt, dass sich bei allzu schrägen Darbietungen der Möchtegern-Stars schon mal geschlossen umdrehte, in Trillerpfeifen pustete, „Aufhören!“ schrie oder Schilder wie „Erbarmen!“ hochhielt. Echte Talente hingegen durften sich über frenetischen Jubel freuen.

Ende September 2017 drehte auch Linus dem Talentprobe-Publikum bei seinem Abgang ein letztes Mal den Rücken zu. Nach einem Vierteljahrhundert wollte er sich noch einmal auf andere Aufgaben konzentrieren. Eine der ältesten Shows überhaupt stand vor dem endgültigen „Aus“. Die Fans liefen Sturm und stimmten per Online-Umfrage für eine Neuauflage. Auch für das Team hinter der Bühne war der Vorhang längst nicht gefallen. Vollblutmusiker und Talentproben-Bandleader Stephan Schleiner, Stage Manager Till Andreas sowie die Casting-Koryphäe Barbara Lamprecht entschlossen sich, den Kult weiterleben zu lassen.

Das neue Logo der Kult-Show mit der TalEnte.

Neuauflage auf der linken Rheinseite

Die drei Profis sind seit 27 Jahren dabei, haben vor und hinter der Bühne maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Aktuell arbeiten sie an der Premiere der neuen Show am 9. März. Die größten Änderungen: Die Talentprobe zieht dauerhaft um in die Live Music Hall auf der linken Rheinseite, bekommt so ein ständiges Dach über den Kopf.

Neu ist zudem, dass im Anschluss an die Show weitergefeiert werden darf. Denn anders als bei der zeitlichen Beschränkung im Tanzbrunnen kann und soll die Party bis in die Nacht fortgesetzt werden. So werden unter anderem die Meister der Trash Island-Partys für die richtige Stimmung sorgen. Fantasievolle Kostüme lohnen sich im Übrigen auch für die Zuschauer: das beste Outfit wird prämiert.

Moderatorin Nathalie Bergdoll kann die Premiere kaum erwarten. // Foto: prime entertainment

Rampensau Nathalie steht in den Startlöchern

Und die Talentprobe erhält natürlich eine neue Moderatorin: Nathalie Bergdoll ist vielen Kölnern bestens bekannt aus ihren Talk-Formaten bei center.tv, als Ensemblemitglied der Gloriasitzung und Moderatorin verschiedener Veranstaltungen. Nach Udo Werner, Herbert Zimmermann und Linus wird sie als erste Entertainerin in die Geschichte der Kult-Show eingehen.

Besonders einarbeiten muss sich die 41-Jährige dafür nach eigenen Angaben nicht. Die Komikerin, Schauspielerin und Autorin kennt das Format nur zu gut: „Ich war bereits mit elf Jahren bei meiner ersten Talentprobe dabei und total begeistert. Dass ich als langjähriger Fan die Show nun selbst präsentieren darf, erfüllt mich mit Freude und Bauchkribbeln.“

Zwischen März und Oktober wird die humorvolle Kölnerin, die ihren Vorgängern in puncto Rampensau-Potenzial in nichts nachsteht, an acht Terminen zur großen Talentsuche bitten. Jeweils am zweiten Freitag des Monats können sich zehn mutige Sängerinnen und Sänger dem unerbittlichen Publikum stellen. Dabei steht ihnen mit der „TalEnte“ ein Maskottchen zur Seite, dass sich nun auch im Logo wiederfindet.

Apropos Band: Die Shows werden weiterhin unter einem bestimmten Motto wie Punk oder Rock’n’Roll stehen, das optisch und musikalisch mit einfließt. Die bewährte Talentproben-Showband bietet rund 800 Titel, aus denen die mutigen Sängerinnen und Sänger wählen können. Bei der Auswahl setzt das musikalische Mastermind Stephan Schleiner keineswegs auf aktuelle Chart-Hits, die im Radio rauf und runter gespielt werden. Der jährlich aktualisierte Index schreibt zudem vor, welche Hits nur einmal im Jahr vorkommen dürfen.

Premiere:
Freitag 09. März, 20 Uhr, Live Music Hall, Lichtstraße 30, 50825 Köln
Danach jeden zweiten Freitag im Monat bis zum Finale am 12. Oktober (Finale).
Vorverkauf und weitere Infos auf dieser Seite.

ACHTUNG: Jeckes.NET verlost 1×2 Tickets für die Talentprobe-Premiere am 09. März.
Schaut dazu auf unsere Facebook-Seite!

 

Wochenend-Tipp: Sonne, Ski & Rodeln

Viel Sonne, Temperaturen knapp über Null und jede Menge Schnee: In der nahen Eifel tut sich an diesem Wochenende ein Winter-Wunderland auf. Ski- und Rodelpisten mit Schleppliften warten in Hellenthal-Udenbreth (Nordeifel, Kreis Euskirchen) auf kleine und große Schnee-Fans. Wer weiß: Vielleicht ist es die letzte Gelegenheit in diesem Winter, um eine Piste hinunter zu krachen?

Das Wintersportgebiet „Weißer Stein“ liegt auf 600 bis 690 Metern und bietet in den nächsten drei Tagen eine Schneehöhe zwischen 20 und 23 Zentimetern. Eine 550 Meter lange Ski-Abfahrtspiste und eine 350 lange Rodelpiste sorgen für jede Menge Schneespaß. Besonders toll: Zwei Schlepplifte bringen sowohl Rodler als auch Skifahrer wieder nach oben.

Ein sonniges Wochenende wartet in der Eifel auf Wintersportler und andere Schnee-Fans. // Foto: Gemeinde Hellenthal

Ski- und Rodellift in Betrieb

Der Skilift läuft von Freitag, 16.02. bis Sonntag, 18.02. ab 11 Uhr. Der Rodellift ist ebenfalls ab 11 Uhr in Betrieb, allerdings nur am Samstag und Sonntag. Zu den Betriebszeiten des Skilifts hat auch der Ski- und Rodelverleih am Parkplatz über das Wochenende geöffnet. Und weil Wintersport Appetit macht, ist die „Bergstation“ geöffnet und sorgt für Snacks und Getränke. Die Langlauf-Loipen sind leider nicht gespurt.

Wer sich die aktuellen Schneebedingungen vor Ort gerne vor der Abfahrt ansehen möchte, klickt auf diese Webcam.

Und hier finden sich noch weitere Informationen der Gemeinde Hellenthal.

Wer nicht so auf Wintersport steht, aber trotzdem in den Schnee möchte, findet am Weißen Stein jede Menge Wandermöglichkeiten durch den verschneiten Eifelwald. Oder wie wäre es mit einem Besuch des Wildfreigeheges mit angeschlossener Greifvogelstation in Hellenthal? Gerade bei Schnee sind Dammhirsch, Wildschwein, Luchs und Co. ein ganz besonderes Erlebnis. Die spektakulären Freiflüge der Adler, Falken und Geier werden auch im Winter täglich gezeigt.

Hier liegt der Wintersport-Traum

Mega-Event: Hier hört ganz Köln zu

Kaum ist das letzte Konfetti auf den Straßen in den Kehrmaschinen verschwunden, da steht das nächste Großereignis im Kalender der Domstadt. Vom 6. bis 17. März steigt die 18. lit.COLOGNE mit 191 Veranstaltungen und über 116.000 Besuchern. Als eins der größten und wichtigsten Literaturfestivals der Welt bietet es weitaus mehr als klassische Lesungen.

Von Belletristik über Sachbücher sowie politische- und Weltliteratur wird der Bogen bis zur Comedy gespannt. Deutsche und internationale Bestsellerautoren geben sich dabei die Klinke in die Hand, sei es der US-amerikanische Pulitzer-Preisträger Michael Chabon, die britische Kultautorin Minette Walters oder der schwedische Krimi-König Håkan Nesser. Viele der Gäste lesen oft im Zusammenspiel mit bekannten deutschen Schauspielern oder Moderatoren.

Weltpolitik und Heavy Metal

Bei einem derart vielfältigen Programm dürfte wirklich für jeden etwas dabei sein. In „Komisch!“ etwa werden Anke Engelke und Iris Berben nach Lachhaftem in der Literatur suchen, im „Abstieg des Westens“ erklärt Ex-Außenminister Joschka Fischer den Beginn einer neuen Weltordnung. „What does this button do?“ fragen hingegen Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson und der kölsche Liedermacher Gerd Köster. Dabei werfen sie gemeinsam einen Blick in die Biografie Dickinsons, der nicht nur ein Heavy-Metal-Idol, sondern außerdem 747-Pilot und Fechter ist.

Einen Haken hat das große Festival der Buchstaben jedoch – es ist mittlerweile so beliebt, dass der Ansturm auf die Tickets riesig ist. Zum Vorverkaufsstart am 5. Dezember 2017 waren innerhalb von zwei Stunden bereits 40.000 der rund 116.00 Tickets verkauft. Dabei erlebten die Internetserver der Vorverkaufsportale einen nie gekannten Ansturm. Der Run auf die Karten stellte selbst die bisherige Rekordhalterin, den britische Superstar Adele, weit in den Schatten.

Aber: Für viele Veranstaltungen sind noch Tickets erhältlich! Einen aktuellen Überblick, wofür noch Karten ergattert werden können, liefert die Festivalseite der lit.Cologne. Wir stellen euch an dieser Stelle ein paar ausgesuchte Tipps vor, für die es ebenfalls (Stand heute) noch Karten gibt. Schnell sein heißt die Devise!

 

Michael Wolff enthüllte Trumps Machenschaften, landete so einen Welterfolg. // Foto: Jessica Kourkounis/Getty

Michael Wolff: Feuer und Zorn

Im Weißen Haus von Donald Trump
8. Februar/19.30 Uhr

Schon vor seinem Erscheinen Anfang des Jahres war das Enthüllungsbuch des amerikanischen Bestseller-Autors Michael Wolff weltweit Gesprächsthema Nummer eins. Er zeichnet das einzigartige Porträt eines Präsidenten, der selbst nicht damit gerechnet hat, die Wahl zu gewinnen. Für sein Buch sprach Wolff ausführlich mit vielen Mitstreitern Trumps. Auf der lit.Cologne spricht er in der Stadthalle Mülheim über sein Buch.
Tickets im VVK: 18 Euro zzgl. Gebühren.

WDR 5 Literaturmarathon

100 Bücher vom Neubeginn
09. bis 10. März/22 bis 22 Uhr

Ein Klassiker im lit.Cologne-Kalender – und dazu noch völlig kostenlos! Im Foyer und im Sendesaal des WDR Funkhaus am Wallrafplatz wird 24 Stunden nonstop gelesen. Los geht es am Freitagabend um 22 Uhr. In diesem Jahr stehen 100 Bücher vom Neubeginn im Fokus, gelesen von starken Stimmen, darunter Wilfried Schmickler, Christine Westermann, Mark Benecke, Günter Wallraff, Frank Plasberg, Ranga Yogeshwar und Jochen Busse. Zwischendurch gibt es Musik von diversen Bands. Der Eintritt – ob mit oder ohne Schlafsack – ist gratis, auch der Kaffee. Snacks gibt es für schmales Geld. Wer keinen Platz findet, kann live auf WDR 5 im Radio dabei sein. Das WDR-Fernsehen überträgt am 10. März von 2 bis 7 Uhr.

Wim Wenders über Bücher

13. März/19.30 Uhr
„Alice in den Städten“, „Paris, Texas“, „Der Himmel über Berlin“ oder „Pina“ – Wim Wenders ist einer der renommiertesten deutschen Filmemacher und besitzt Weltruhm. Im Gespräch in der Flora gibt Wim Wenders Auskunft darüber, welche Bücher und Autoren ihn und seine Arbeit geprägt haben und welche ästhetische Erfahrung den Film vom Buch unterscheidet.
Tickets im VVK 14 bis 30 Euro zzgl. Gebühren.

Gesichtserker, Gewürzprüfer, Zinken: Die Nase

17. März/15 Uhr
Esther Schweins, Richy Müller und Michael Kessler werfen im Theater am Tanzbrunnen einen Blick auf Riesenzinken, Knollen-, Schweins- oder Stupsnasen. Mit ihnen riechen, schmecken und lieben wir, sie lenken und leiten uns. Eine literarische Reise ins Zentrum des menschlichen Antlitzes.
Tickets im VK 14 bis 30 Euro zzgl. Gebühren.

Frank Schätzing – Weltpremiere

Frank Schätzing macht noch ein sehr großes Geheimnis um sein neues Buch // Foto: Ralf Jürgens/Getty

23. April/21 Uhr
Terminlich aus dem Rahmen fällt die Buchvorstellung des neuen Werks von Kölns Erfolgsautor Frank Schätzing im Musical Dome. Er hätte es gern bis zur regulären lit.Cologne geschafft, doch wurde er einfach nicht rechtzeitig fertig. Worin es in seinem neuen Buch geht, verrät er noch nicht. Auch wie er es präsentieren wird, lässt er im Dunkeln. Doch wer Schätzing kennt, der weiß, dass ein fulminanter und effektreicher Abend mit viel Musik auf einen wartet.
VVK: 12 bis 30 Euro zzgl. Gebühren.

Quiz: Kanns du Kölsch schwade?

Die kölsch Sproch ist allgegenwärtig – vor allem jetzt in der jecken Zeit. „Platt“ wird wieder schicker und das ist gut so, denn die kölsche Muttersprache ist ein Stück unserer Kultur. Aber wie sieht’s mit deinen Kenntnissen aus? Mach unser Quiz und teste, wie gut du Kölsch sprichst!

Bist du ein echtes kölsches Sprachtalent? In 11 jecken Fragen findest du es ganz schnell heraus. 

Du bist jeck auf noch mehr Quizze? Wir haben noch mehr! Guck doch mal hier oder auch hier vorbei.

 

 

Die schönsten jecken-freien Zonen in Köln

Kölle Alaaf! – hoffentlich ist das bald geschafft. Das mag so mancher Karnevalsmuffel denken. Die Domstadt ist von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch in Jecken-Hand. Dennoch gibt es selbst in der Hochburg Köln einige Plätze, um diesem Trubel zu entfliehen. Wir stellen dir die schönsten jecken-freien Zonen der Stadt vor.

Wer genauer hinschaut, stellt fest, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, an den Karnevalstagen unkostümiert seine Freizeit zu genießen. Im Lentpark und im Ossendorfbad etwa kann sogar an Weiberfastnacht geplantscht werden. Eine Übersicht zu den Öffnungszeiten aller Schwimmbäder findest du auf der KölnBäder-Website. Auch einige städtische Museen laden während der Narrenzeit zu einem Besuch ein – an Weiberfastnacht und Rosenmontag sind allerdings alle Häuser geschlossen. Das Kölnische Stadtmuseum zeigt derzeit beispielsweise die Schau „Im rechten Licht“ über die rechte Szene in Nordrhein-Westfalen. Im Käthe Kollwitz Museum ist bis zum 25. Februar noch die Ausstellung „Selbstbildnisse – Tremezza von Brentano“ zu sehen und das Museum Ludwig präsentiert „James Rosenquist. Eintauchen ins Bild“.

Im Kino herrscht jeckenfreie Zone. //Foto: Thinkstock

Erholung vom Alltag

Den jecken Trubel vergessen kannst du außerdem im Cinedom Köln sowie in zahlreichen weiteren Kinos der Domstadt. Lehn dich einfach entspannt im Sessel zurück und schau ganz ohne Kostüm deinen Wunschfilm. Oder du machst einen Spaziergang durch den Kölner Zoo. Der Park hat regulär von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Erholung vom Alltag bietet darüber hinaus das Neptunbad. Die Therme in Köln-Ehrenfeld hat an allen Tagen geöffnet und lockt an Weiberfastnacht mit den Neptunlights Silence. Dort findest du zu den normalen Tarifen Stille pur und genießt einen Tag in der Sauna ganz ohne Musik und Alkohol.

Still geht es zudem im Kölner Dom zu. Das Wahrzeichen Kölns hat während der jecken Zeit eingeschränkt geöffnet. Aus Sicherheitsgründen wird der Dom an Weiberfastnacht und Rosenmontag ab 10 Uhr, am Samstag zwischen 10 und 18 Uhr sowie Karnevalssonntag ab 13 Uhr geschlossen. Jeckenverbot gilt im Dom allerdings nicht. Wer vor dem Feiern noch an einem Gottesdienst teilnehmen möchte, darf das auch kostümiert tun – so lange es noch zur Würde der Feier passt.