Gegen den Karnevalsblues: Blumen pflanzen statt Strüßjer werfen

Die bunten Kostüme liegen stinkend in der Ecke, der Magen erholt sich noch von den letzten Eskapaden und die Laune war auch schon einmal näher am Zenit – Karneval ist vorbei. Damit ihr nicht in trübe Stimmung verfallt, hier einige Ideen, was ihr mit eurer Zeit nach dem jecken Treiben anfangen könnt.

1. Standen beim Rosenmontagszug noch alle in warmer Kleidung auf dem Wagen und an der Strecke, lässt sich jetzt immer häufiger die Sonne blicken. Also genießt das schöne Wetter und tankt ein bisschen Vitamin D. Das ist gut für eure Gesundheit und macht gute Laune. Trefft euch doch zum Beispiel mit euren Freunden bei einem Picknick.

2. Apropos Essen – statt Mettbrötchen mit Zwiebeln oder fettigen Krapfen solltet ihr eurem Magen etwas Gesundes zuführen. Nicht mehr lange und Rhabarber versüßt euch wieder den Tag. Das tut eurem Körper ebenso gut wie eurer Figur. Schließlich seid ihr in der wärmeren Jahreszeit nicht mehr so dick verpackt, dass niemand erahnen kann, was sich unter einer Michelin-ähnlichen Jacke versteckt.

Gemeinsame Zeit mit Freunden tut der See gut. //Foto: AdobeStock

3. Statt Fleisch und Gemüse mit Öl oder Butter in der Pfanne anzubraten, könnt ihr die Grillsaison eröffnen. Ob auf dem Balkon, der Terrasse oder am Aachener Weiher – brutzelt, was das Zeug hält. Da kommt Sommerlaune auf!

4. Habt ihr eure Gesangkünste in der Kneipe oder auf der Sitzung zu Leev Marie und Viva Colonia noch nicht genug strapaziert? Kein Problem! Macht euch mit euren Freunden auf den Weg in die nächste Karaoke-Bar und schmettert eins eurer Lieblingslieder. Dabei kommt garantiert gute Laune auf. Wenn nicht bei den weniger Begabten, so ganz bestimmt bei den belustigten Zuhörern. Wer lieber den Profis beim Performen zusieht, kann natürlich zu diversen Konzert in den bekannten Eventlocations gehen.

Oben vom Dom habt ihr einen Blick über die ganze Stadt. //Foto: AdobeStock

5. An Karneval bestand euer Bewegungsprogramm aus Schunkeln und Tanz. Und bei den meisten sah es wahrscheinlich weniger akrobatisch aus als bei der Garde oder den Funkemariechen. Wenn ihr zur nächsten Session mit den jecken Sportlern mithalten möchtet, solltet ihr eure Fitnesspläne konkretisieren und in die Tat umsetzen. Runter vom Sofa und rein in die Laufschuhe! Oder besteigt doch einfach mal unseren Dom – 533 Stufen sind es bis zur Turmspitze. Dann habt ihr nicht nur ordentlich Bewegung, sondern werdet auch mit einem unglaublichen Ausblick belohnt.

6. Vor lauter Karnevalsvorbereitungen habt ihr es schon lange nicht mehr ins Kino geschafft? Dann rein in die gemütlichen Sessel und Film ab! Denn aktuell laufen zahlreiche oscarprämierte Streifen in den deutschen Sälen. Schließlich ist die Verleihung der Academy noch nicht allzu lang her.

 

Bald eröffnen wieder die Freizeitparks. //Foto: AdobeStock

7.  Statt vor der Kneipe könnt ihr bald wieder im Freizeitpark Schlange stehen. Achterbahn, Wasserspaß oder 3D-Kino – eure Familie und eure Freunde werden sich freuen, wenn ihr sie dorthin entführt. Das Phantasialand öffnet zum Beispiel am 1. April seine Pforten für die Besucher.

 

 

Eine Maske kann die karnevalsgestresste Haut entspannen. //Foto: Adobe

8. Die Clownsnase abgeschminkt und ab in den Schönheitssalon. Lasst euch mal so richtig verwöhnen. Eure geplagte Haut wird es euch danken. Und das Bier nicht länger in euch reinschütten, sondern besser als Kur auf die Haare kippen. Allerdings solltet ihr danach nicht direkt zum Vorstellungsgespräch gehen, außer es ist in der Kneipe, da fällt euer Geruch bestimmt nicht auf.

9. Frühlingszeit ist Gartenzeit. Also pflanzt Blumen statt Strüßer zu werfen. Darüber könnt ihr euch dann das ganze Jahr freuen. Je bunter das Beet, desto jecker.

10.  Nach dem Karneval ist vor dem Karneval. Wer die nächste Session nicht mehr erwarten kann, darf sich in die Vorbereitung stürzen. Welches Kostüm tragt ihr am 11.11.? Sammelt Ideen und tobt euch aus. Für die weniger traditionellen Karnevalisten gibt es zudem noch Jeck im Sunnesching. Darauf müsst ihr gar nicht mehr so lange warten! Am 31. August steigt die Party in Bonn und eine Woche späte, am 7. September, dann auch in Köln.

 

Nicht verzagen, der 11.11 kommt bald. //Foto: AdobeStock

11.  Jetzt fällt uns absolut nichts mehr ein. Wann jeht et widder los?

 

 

 

 

 

 

Und wer ist es schuld? Der Nubbel!

Ihr habt es an den jecken Tagen mit den Bützje übertrieben? Zu viel Kölsch getrunken und auf dem nächtlichen Heimweg Burger und Döner verdrückt? Keine Sorge, was im Straßenkarneval und in den Kneipen passiert, das bleibt auch dort – sagt zumindest der Volksmund. Denn am Ende ist sowieso der Nubbel schuld. Und wenn er in Flammen aufgeht, lösen sich alle Sünden in Rauch auf.

„Brennen sollst du“

Seit Weiberfastnacht hängt er draußen an der Tür so mancher Kneipe und sieht dem wilden Treiben zu. Wie ein Schwamm nimmt die zumeist liebevoll gestaltete Strohpuppe die kleinen und großen Verstöße in sich auf. Zum Abschluss der Session wird der Nubbel am Abend des Veilchendienstags feierlich zum Schafott getragen – und mit ihm alles, was an Unfug getrieben wurde. Wer dieses Ereignis noch nicht erlebt hat, sollte das unbedingt nachholen. Denn die Figuren werden nicht einfach so verbrannt, das Ende des Straßenkarnevals wird noch einmal gebührend gefeiert – etwa im Kwartier Latäng.

Dort kommen in langen Prozessionen die Jecken aus den Kneipen zusammen. Treffpunkt der Züge ist die Rathenaustraße, wo pünktlich um Mitternacht ein verkleideter „Geistlicher“ die lange Liste der Sünden verliest. Die närrische Menge sinnt derweil auf Rache und buht den schuldigen Nubbel kräftig aus. „Brennen sollst du“, fordert sie. Nach einem gemeinsamen „Gebet“ werden die Puppen schließlich zu einem Scheiterhaufen aufgerichtet und angezündet. Mit ihnen verbrennen symbolisch all die Schandtaten der letzten Tage und Wochen. Wehmütige Stimmung macht sich nun breit. Vorbei sind die tollen Tage. Ein letztes Mal wird zusammen gesungen und geschunkelt, bevor sich die Trauergemeinde bis zum 11.11. auflöst. Dann beginnt das jecke Spiel erneut.

Woher kommt der Brauch?

Die rheinische Tradition um die mannshohe, meist liebevoll eingekleidete Figur entstand im 19. Jahrhundert. Der Name Nubbel ist ein kölscher Begriff und bedeutet so viel wie „irgendwer, niemand, keine bekannte Person“. Das Aussehen ist immer unterschiedlich – mal kommt die Puppe in Jeans und T-Shirt daher, mal nur im Kartoffelsack. Einige haben eine richtigen Kopf mit Gesicht, andere schmückt nur ein Luftballon. Doch das Erscheinungsbild ist relativ egal. Wichtig ist, dass der Nubbel gut brennt.

 

 

Erstaunliche Fakten zum Rosenmontagszug 2019

Es ist der Höhepunkt des Karnevals. Bereits seit 1823 findet der Kölner Rosenmontagszug statt und ist damit der älteste aller Rosenmontagszüge. Jährlich lockt er hunderttausende (kostümierte) Besucher an den Zugweg, die die Fußgruppen, Festwagen, Reiter und Musikkapellen bestaunen und Kamelle sammeln. In diesem Jahr läuft d’r Zoch unter dem Motto „Uns Sproch es Heimat“ am 4. März ab 10 Uhr. Knappe fünf Stunden wird das Spektakel dauern. Wir haben alle wichtigen, interessanten und vor allem erstaunliche Fakten zum Rosenmontagszug 2019 gesammelt.

Teilnehmer

Musikgruppen sorgen im Zug für Stimmung. //Foto: Adobe

·       Teilnehmer insgesamt: ca. 12 000
·       Fußgruppenteilnehmer ca. 2900, plus 1200 Tanzgruppenmitglieder (erstmals gehen alle dem Festkomitee angeschlossenen hospitierenden Gesellschaften mit)
·       ca. 1200 Teilnehmer auf den Wagen
·       ca. 2100 Musiker (62 Kapellen)
·       620 Reiter, Kutscher und Pferdebegleiter (ca. 320 Pferde)
·       4000 Helfer

Wagen

·      26 Persiflagewagen
·      61 Festwagen
·      42 Kutschen
·      75 Bagagewagen
·      6 Bähnchen
·      3 Reparaturwagen
·      3  Equipewagen

Tribünen

·       90 Tribünen
·       80 LKW-Tribünen

 

Wurfmaterial

Strüßje sind beliebtes Wurfmaterial. //Foto: Adobe

·       300 Tonnen Süßigkeiten
·       700.000 Schokoladentafeln
·       220.000 Schachteln Pralinen
·       300.000 Strüßjer
·       Tausende Stoffpuppen und kleine Präsente

Übrigens: Das Wurfmaterial wird von jedem Zugteilnehmer selbst bezahlt.

Verwendetes Material für den Bau der Wagen, Großfiguren etc.

·       4.000 Meter Dachlatten
·       16.000 Meter Bindedraht
·       2.000 Quadratmeter Maschendraht
·       300 Quadratmeter Hartfaser-/Span- und Tischlerplatten
·       2.000 Kilogramm Nägel, Schrauben und sonst. Kleinteile
·       2.000 Kilogramm Farbe
·       350 Kilogramm Papier

Dazu kommen Kleber/Kleister; Schaumstoff; Styropor. Die Größenordnung des verwendeten Materials ändert sich je nach bebauter Fläche und nach den Größen der einzelnen zu bauenden Figuren/Köpfe.

Hilfsorganisationen

·       1 Einsatzleitung
·       4 Einsatzabschnittsleitungen
·       5 UHS mit Arzt
·       19 mobile UHS
·       64 Sanitätstrupps
·       2 Rettungstrupps (Hbf, KVB Rathaus)
·       9 Ärzte im Einsatz (4 über Soll)
·       548 Helfer/-innen

 

Der Einsatz der Abfallwirtschaftsbetriebe

Nach dem Zug rückt die AWB an. //Foto: Adobe

·       95 Fahrzeuge
·       200 Mitarbeiter
·       420 Kubikmeter Müll
·       36 Tonnen Sand gestreut (in bestimmten Bereich für die Sicherheit der Pferde)

 

Sicherheit

Sicherheit steht beim Zug an oberster Stelle. //Foto: Thilo Schmülgen

·       2100 Personen an Sicherheitspersonal (Zugordner, Wagenbegleiter, Personal an den Deichseln), gestellt von den Gesellschaften, dem Festkomitee und von externen Sicherheitsunternehmen, begleiteten den Zug oder sichern die Tribünen
·       Zudem sind ca. 2000 Polizeibeamte im Einsatz

Der Zug ist insgesamt ca. 8,2 Kilometer lang, die Zugstrecke hat eine Länge von 7,5 km.

 

 

 

 

 

 

Wenn’s mal wieder länger dauert – Zeitvertreib in der Warteschlange

Straßenkarneval in Köln ist nicht nur die Zeit des Partymachens, sondern auch des Wartens: Das fängt oftmals schon mit der KVB an, die einfach wegen Überfüllung an der Haltestelle vorbeifährt. Auch beim Eintritt in die Kneipe ist warten angesagt. Je nach Beliebtheit der Lokalität und dem Zeitpunkt des Besuchs, ist richtig Geduld gefragt. So eine Schlange am Samstagabend vor der Comedia Wagenhalle in der Südstadt kann sich schon mal durchs halbe Veedel ziehen. Damit ist das Warten noch nicht beendet. Denn bei jeder Kölsch-Bestellung und jedem Toiletten-Gang sieht’s auch nicht besser aus. Hier ist Kreativität gefragt, um die Zeit in der Schlange sinnvoll rumzukriegen. Hier einige Vorschläge:

1.     Der Klassiker ist, per WhatsApp seine Position in der Schlange an Freunde weiterzugeben, sodass diese einfach dazustoßen können. Das sorgt für Stimmung.

2.     Ein „Warte“-Bier hilft immer die Zeit sinnvoll zu überbrücken.

3.     Nächste Folge der Lieblingsserie auf Netflix streamen. Geht auch easy offline.

4.     Kondom aufblasen und zur Belustigung der anderen Wartenden steigen lassen – wenn man erst mal in der Kneipe ist, bleibt sowieso keine Zeit mehr für solche Nebensächlichkeiten.

5.     Wer auf letzten Drücker gekommen ist, hat reichlich Zeit, um sich ausgiebig zu schminken oder den letzten Feinschliff am Kostüm vorzunehmen.

6.     Beliebt ist zudem, denjenigen nicht mehr zu kennen, für den man einen Platz freihalten sollte.

7.     Mit einem vorgetäuschten Ohnmachtsanfall hat sich schon manch Türsteher schon aus der Reserve locken lassen.

8.     Wie wäre es mit einem Hangover-Quartett? Das nimmt nicht viel Platz weg und der eine oder andere kann seine Erfahrungen zum Besten geben.

9.     Apropos Spielen. Vielleicht lassen sich deine Nachbarn zu einer Runde Menschen-Domino verleiten.

10.  Genug „Warte“-Biere erübrigen das weitere Anstehen.

 

 

Die Räuber freuen sich über JSDGKKAZ-Trophäe

Nä, wat wor dat schön. Weiberfastnacht ist nun offiziell vorbei. Während am Tag danach, viele mit dickem Kopp daheimbleiben und sich von einem langen, jecken Partytag erholen, schwelgen wir in den schönen Erinnerungen.

Bei unserem großen JSDGKKAZ-Voting (hier gibt’s die finalen Ergebnisse) habt ihr die Räuber mit ihrem Lied „Wenn et Trömmelche jeit“ zum größten Karnevals-Hit gewählt. Beim Närrischen Oscar an Weiberfastnacht im EXPRESS-Zelt war es dann endlich soweit. Vor ihrem Auftritt trafen wir die Band, um ihnen die wohlverdiente Trophäe zu überreichen. Die Freude war bei allen Fünf groß. Im Anschluss wurde natürlich auch DER Karnevals-Hit im Zelt gespielt – und die Menge tobte.

Ihr wollt die Dankesrede der Räuber im Video sehen? Guckt euch hier auf unserer Facebook-Seite könnt ihr den Clip an.

 

Puzzlen zum Zeitvertreib

Du sitzt (noch) im Büro während die anderen Kollegen heute alle frei haben? Keiner ist zum Reden da – Langeweile macht sich breit. Doch wie sich die Zeit am Computer vertreiben und die jecke Laune trotzdem nicht zu verlieren? Dann schalt doch einfach mal ab und puzzle dich ein bisschen jeck. Es ist mit 60 Teilen jetzt nicht das härteste, aber durch das raderdolle Motiv auch nicht in einer Minute zu wuppen. Wie schnell schaffst du es?

ERKLÄRUNG ZU DEN ICONS AM UNTEREN RAND
Der Bilderrahmen blendet als Hilfe das fertige Puzzle ein, die Größe kannst du wählen.
Der Geist blendet das Bild als Hilfe in den Hintergrund ein.
Mit dem Quadrat kannst du die Teile ordnen oder verwirren.
Mit dem Zahnrad kannst du unter anderem neu starten.
Ein Klick auf die Zeit hält sie an/startet sie wieder.
Ein Klick auf das Viereck mit Pfeil ganz rechts unten vergrößert das Puzzle auf den gesamten Bildschirm.
Mit der ESC-Taste verkleinerst du wieder alles.

Viel Spaß!

Sauna statt Kölsch: So haben Miljö die Session gemeistert

In diversen Schülerbands auf der Schäl Sick fing vor vielen Jahren alles an. Doch erst, als die fünf Freunde vor gut sechs Jahren Miljö aus der Taufe hoben, wurde die Domstadt auf sie aufmerksam. Dann das Umland. Und inzwischen kennt längst nicht mehr nur jeder Jeck die Band. Mit „Sulang die Leechter noch brenne“ wurden sie richtig bekannt, mit ihrem „Wolkeplatz“ berühmt und seit sie in der letzten Session „Kölsch statt Käsch“ ausriefen, konnten sie sogar den alljährlichen Songwettstreit „Loss mer Singe“ für sich entscheiden.  Inzwischen werden sie mit den Großen in einem Atemzug genannt: Brings, Kasalla, Miljö, Cat Ballou, Querbeat –  niemand braucht mehr Angst vor dem Aussterben Kölner Bands zu haben. Und Miljö tragen ein ganz großes Stück dazu bei. Trotz des großen Trubels am Ende der Session, fand Frontmann Mike Kremer Zeit, Jeckes.NET Rede und Antwort zu stehen.

Hallo Mike! Wir sind im Endspurt des Sessions-Wahnsinns, trotzdem zuerst zu etwas völlig anderem: Wie laufen die Arbeiten am neuen Album?
Die haben eigentlich mit der Veröffentlichung des letzten Albums „Wolkestadt“ wieder begonnen. Das ist eher ein langer und kontinuierlicher Prozess, denn wir können unsere Kreativität nur schwer steuern. Manchmal passiert es, dass mir eine Melodie zu einem neuen Song unter der Dusche oder im Auto einfällt. Für solche Fälle habe ich immer eine Diktier-App auf meinem Handy, so dass ich die Idee direkt einsingen kann, damit sie nicht verloren geht. Wenn wir dann keine Auftritte haben, sitzen wir oft zuhause und machen aus diesen Ideenfetzen einen ganzen Song. Haben wir genug davon gesammelt, werden die Lieder noch mal ordentlich aufgenommen und auf ein Album gepresst. So läuft das bei uns eigentlich immer. Um die eigentliche Frage zu beantworten: Wir sind schon recht weit, haben gute Ideen, am Ende könnte es aber auch passieren, dass nur eine EP mit sechs bis acht Songs dabei rumkommt – das lassen wir uns offen. Lieber acht gute Songs als zwölf mittelmäßige.

Ihr werdet es mit einer großen Release-Party am 25.10. im E-Werk feiern – gibt es überhaupt noch Tickets?
Der Vorverkauf hat im Dezember begonnen und läuft sehr gut. Alle, die noch kein Ticket haben, kann ich aber beruhigen: Es gibt noch welche. Wir freuen uns jetzt schon riesig auf den Abend, da es das mit Abstand größte eigene Konzert unserer bisherigen Bandgeschichte sein wird. Und natürlich lassen wir uns wieder einige besondere Sachen für unsere Fans einfallen. Seid gespannt.

Beim Videodreh zu „Schöckelpääd“ wurden die Jungs zu Cowboys.

Ein Release-Konzert in der „guten Stube“ unweit von eurem Veedel ist schon toll – aber träumt ihr insgeheim nicht schon von Müngersdorf? Einmal Miljö im Rhein-Energie-Stadion? Kasalla trauen sich ja schließlich auch …
(Lacht) Wir wurden in unseren Elternhäusern dazu erzogen, erstmal kleine Brötchen zu backen. Ans Stadion zu denken wäre komplett größenwahnsinnig. Natürlich ist das der Traum vermutlich jeder Band in Köln, aber das bleibt für uns erstmal nur ein Traum. Wenn wir irgendwann mal 50-jähriges Bandjubiläum feiern und es uns dann noch gibt, denken wir vielleicht mal darüber nach… Dass die Kollegen von Kasalla ins Stadion ziehen ist für uns der verdiente nächste Schritt und der absolute Höhepunkt einer beispiellosen Karriere. Wir freuen uns für und mit den Kollegen darüber und sind fest davon überzeugt, dass das Konzert schon bald restlos ausverkauft sein wird. Wir selber haben uns den Termin schon im Kalender geblockt und werden uns das Spektakel auch ansehen.

Das Video zu eurem diesjährigen Sessionshit „Schöckelpääd“ist ein Knaller und ziemlich aufwendig – wer hatte die Idee dazu und wie lange habt ihr gedreht?
Wir arbeiten schon seit Jahren mit der Produktionsfirma Filmklub Entertainment zusammen, weil die Jungs extrem gute Ideen haben und diese auch genial umzusetzen wissen. Als ich denen den Song geschickt hatte, war für sie direkt klar: Dazu müssen wir einen Western drehen! So richtig mit Schurken, Spiel und Schlägereien. Wir fanden die Idee auf Anhieb super und haben dann gemeinsam das Drehbuch ausgearbeitet. Der Dreh war ­– wie man vermutlich sehen kann – total witzig und wurde tatsächlich an nur einem, allerdings sehr langen, Tag abgedreht. Endlich durften wir uns mal so richtig die Köppe einhauen!


Ihr seid längst im großen „Karnevals-Zirkus“ etabliert und habt inzwischen gerne mal acht Auftritte pro Tag. Ist das so anstrengend, wie man es sich vorstellt?
Es ist extrem anstrengend und wenn wir unseren Job nicht so lieben würden, hätten wir schon längst das Handtuch geworfen, denke ich. Das, was am meisten Energie kostet, sind die ständigen Hochs und Tiefs. Du betrittst die Bühne, Adrenalin und Endorphin steigen in den Himmel, die Jecken sind gut drauf, singen und feiern gemeinsam mit dir. Dann musst du klitschnass wieder von der Bühne runter und zurück in den Bus. Dort ist es ruhig, keine Musik, keine Jecken, keine Saalkapelle, kein Tusch. Adrenalin und Endorphin fallen in den Keller und du wirst tierisch müde – aber du musst danach noch sechs Mal auf die Bühne. Es ist vermutlich fast wie eine Droge und viele unserer Kollegen aus der Branche berichten von einer Art Post-Karnevals-Depression nach Aschermittwoch. Das sind dann wahrscheinlich die Entzugserscheinungen.

Wie habt ihr euch in der Session fit gehalten? Ein Ausfall mitten drin ist ja richtig doof – wie so einige Bands in den letzten Wochen erfahren mussten. 
Krank zu werden ist nicht nur für die betroffene Person doof, sondern kann für das ganze Team, also die Band, die Techniker, das Management und so weiter, mittlerweile einen beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Darum gibt es für alle bis auf den Frontmann, also mich, Ersatzleute, die vor der Session auf die Stücke vorbereitet werden, so dass sie kurzfristig einspringen können. Wir versuchen in der Session natürlich jedes Risiko zu vermeiden: also nicht mit nassen Haaren raus, nach jedem Auftritt und jedem Händeschütteln Hände desinfizieren, keine langen Partys am Abend, regelmäßig Sport und all das. Ich persönlich mache meine eigene Fastenzeit schon in der Session: Von Neujahr bis zum letzten Auftritt an Karnevalssamstag gibt’s für mich keinen Schluck Alkohol, dafür aber regelmäßig Fitnessstudio und Sauna. Wenn man aber – wie ich – Kinder hat, kann es natürlich trotzdem jederzeit passieren …

Andere Kölner Bands haben sich während der Session ja sogar ein komplettes Kölschverbot auferlegt. Ist ganz Miljö so asketisch durch die Säle unterwegs wie du?
Generell muss das jeder für sich selbst entscheiden, denn jeder verträgt Alkohol auch unterschiedlich gut. Viele Veranstalter bringen noch vor der Begrüßung erstmal einen Kranz Kölsch. Das ist eine sehr nette Geste und es fällt leider auch oft schwer, da nein zu sagen. „Ein Kölsch kann man ja trinken“ … aber mach das mal bei sieben Auftritten am Abend! Wir haben als Band die Regel: Beim letzten Auftritt am Abend darf auch schon mal ein Kölsch getrunken werden. Für mich aber gibt’s, wie erwähnt, ganz asketisch keinen Schluck, denn ich merke, dass der Alkohol nicht nur mein Immunsystem kompromittiert, sondern auch mit jedem Kölsch meine gesanglichen Fähigkeiten abnehmen, da ich unkonzentriert werde.

Habt ihr alle eigentlich nach wie vor noch „normale“ Vollzeitjobs und wenn ja – wie regelt ihr das mit den Urlaubstagen für all die Auftritte?
Mittlerweile gehen drei von uns fünf nicht mehr nebenbei arbeiten, zumindest nicht als Angestellter. Ich selbst war bis Ende 2018 noch bei einer Firma in Ehrenfeld angestellt, in der ich jedoch nur einen Tag pro Woche gearbeitet habe. Doch selbst das bekam ich zeitlich leider einfach nicht mehr hin. Max arbeitet derzeit noch bei der BZgA in Braunsfeld, kann sich seine Arbeitszeiten aber zum Glück recht flexibel gestalten. Nils ist mit einer halben Stelle Lehrer an unserer alten Schule (IGS Holweide). Er ist leider fest an seinen Stundenplan gebunden und da kommt es vor, dass er morgens um 8 Uhr vor der Klasse stehen muss, obwohl er erst um 2:30 Uhr im Bett war. Frag mich nicht, wie er das schafft, ich habe keine Ahnung.

Drehen wir die Zeit mal sechs Jahre zurück: Miljö steckt als Band noch in den Kinderschuhen, regelmäßige Auftritte auf den großen Bühnen sind noch weit weg. Nenn mir doch mal bitte zwei Dinge, die heute für Euch als Band ganz normal sind, mit denen Ihr früher nie gerechnet hättet.
(Lacht) Nummer Eins ist ganz klar, dass wir heute Geld mit unserer Musik verdienen. Das hätte sich früher keiner von uns erträumt. Wenn man mit seiner Leidenschaft seine Familie ernähren kann, ist das schon richtig toll. Ansonsten ist es für uns mittlerweile ganz normal, die Kölner Prominenz zu treffen. Denn was das angeht, ist Köln echt ein Dorf. Neben den anderen Bands, die man ständig irgendwo hinter der Bühne trifft, sehen wir auch ab und zu unsere Oberbürgermeisterin oder andere Politiker wie etwa mal den Ministerpräsidenten Armin Laschet und andere.

Und noch ein Blick in die Zukunft, bei dem wir auf die Bläck Fööss schielen: Kannst du dir vorstellen, in einigen Jahrzehnten einen Nachfolger für Deine Position bei Miljö zu suchen, um die Band in die nächsten Jahrzehnte hinüberzuführen?
Wir sind eine „Bandokratie“. Das heißt, dass jeder dasselbe Stimmrecht hat. Wenn ich also mal aussteigen sollte, würde es an den anderen vier liegen zu entscheiden, ob sie die Stelle neu besetzen und weitermachen, oder eben aufhören wollen. Wenn es uns in 40 Jahren noch geben sollte, könnte ich mir eher vorstellen, lieber irgendwann einen Schlussstrich zu ziehen. Miljö ist ja schon sehr an diese fünf Personen gebunden, ähnlich wie Brings. Bei denen könnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass jemand ersetzt wird. Anfangs habe ich auch den Verjüngungsprozess bei den Bläck Fööss mit einem sehr kritischen Auge betrachtet. Ich war der Meinung, dass das dann nicht mehr „meine Fööss“ sind. Mittlerweile glaube ich, dass Pit, Mirko und jetzt zuletzt auch Hanz eine absolute Bereicherung für die Truppe sind. Wichtig ist, dass nach wie vor die Qualität der Musik stimmt.

Fotos: Christine Frank/Daniela Patricia Rösler (Titelfoto)

Karnevalsmuffel aufgepasst: Das sind die schönsten jecken-freien Zonen in Köln

Keine Lust auf Konfetti, Kamelle und Kölsch? Wer dem karnevalistischen Treiben der kommenden Tage nicht rechtzeitig entflohen ist, kann selbst in der Hochburg des Fastelovend einige narrenfreie Plätze finden. Wir stellen euch die besten Freizeitideen für die Tage von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch vor.

Nutzt die Zeit, um einmal ganz ohne Gedränge und Warteschlange vor den Kabinen in der Stadt und den Einkaufszentren zu shoppen. So entspannt geht das an wenigen Tagen in Köln. Vorab solltet ihr lediglich einen Blick auf die Termine der Veedelszüge werfen. Denn in den Stadtteilen bleiben an diesen Tagen viele Geschäfte geschlossen – teilweise werden einige Straßen komplett gesperrt. Auch in den Möbelhäusern könnt ihr in der fünften Jahreszeit ohne Getümmel die neuesten Trends entdecken und Betten oder Sofas Probe liegen. Ein weiterer Tipp für alle Karenvalsmuffel: An diesen Tagen habt ihr das Kino (fast) für euch alleine. Lehnt euch einfach im Sessel zurück und schaut euren ausgesuchten Film.

Die Ruhe im leeren Schwimmbad genießen. //Foto: Adobe Stock

Entspannt plantschen

Statt ins Kostüm zu steigen, könnt ihr außerdem Badehose und Bikini anziehen. Denn die KölnBäder haben an den Karnevalstagen geöffnet. An Weiberfastnacht kann bis 13 Uhr im Lentpark sowie im Ossendorfbad geplantscht werden. In diesen Einrichtungen stehen außerdem die Eisfläche sowie der Saunabereich zur Verfügung. Am Freitag machen alle Bäder wie gewohnt auf, Samstag ebenfalls. Aufgrund von Veedelsumzügen bleiben dann nur das Wahn-, Genoveva- und Rodenkirchenbad geschlossen. Sonntag und Rosenmontag sind die Schwimmbäder zu. Urlaub vom Alltag bieten zudem an allen Tagen die Saunalandschaften und Wellnessangebote der Claudius Therme und des Neptunbads.

Allein im Museum

Während sich die Narren in den Straßen Kölns tummeln, seid ihr im Museum meist ganz ungestört. An Weiberfastnacht, Sonntag und Rosenmontag bleiben die Türen verriegelt. Am Freitag, Samstag und Dienstag laden das Kölnische Stadtmuseum, das Museum für Angewandte Kunst Köln, das Museum Ludwig, das Museum Schnütgen, das NS-Dokumentationszentrum, das Rautenstrauch-Joest-Museum sowie das Wallraf-Richartz-Museum jedoch zu einem Besuch ein. Dann können auch die aktuellen Sonderausstellungen erkundet werden. Das Wallraf zeigt noch bis zum 28. April die Schau „Der Wolf. Zwischen Mythos und Märchen“, das Rautenstrauch-Joest-Museum „Getting closer“. Im Museum Ludwig könnt ihr euch mit Hockney und Hamilton und ihren „Expanded Graphics“ beschäftigen. Das Käthe Kollwitz Museum Köln und das Museum für Ostasiatische Kunst sind an allen Karnevalstagen geschlossen.

Kultur statt Klamauk

In der Philharmonie steht in der fünften Jahreszeit traditionell Helge Schneider auf der Bühne. Am Dienstag folgt auf dessen Karnevalsshow dann „Bach meets Kennedy meets Gershwin“ unter anderem mit dem Geiger Nigel Kennedy. An Aschermittwoch gastiert der isländische Komponist Ólafur Arnalds mit seiner re:member-Tour 2019 in der Konzerthalle. Der Musical Dome ist ebenfalls eine jecken-freie Zone. Von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch könnt ihr euch dort täglich von der großen Liebesgeschichte „Miss Saigon“ verzaubern lassen. Darüber hinaus präsentieren einige Theater ihr normales Programm.

Während die Jecken feiern, mit den Kindern den Zoo besuchen. //Foto: Adobe Stock

Ausflüge mit Pänz

Gerade für Kinder sind die Massen in den Straßen anstrengend. Da kommt ein entspannter Tag zwischendurch gerade recht. Ein Spaziergang durch den Kölner Zoo, den Tierpark Lindenthal oder den Wildpark in Dünnwald ist bei schönem Wetter eine wahre Freude. An regnerischen Tagen könnt ihr Freitag, Samstag oder Sonntag das Odysseum Köln besuchen. Ebenso bietet sich eine Fahrt zu den Freilichtmuseen in Lindlar und Kommern, dem Affen- und Vogelpark Eckenhagen oder der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen an.

Stille im Kölner Dom genießen

Das Wahrzeichen unserer Stadt öffnet während der jecken Zeit eingeschränkt seine Tore. Aus Sicherheitsgründen wird der Dom an Weiberfastnacht und Rosenmontag nach der Neun-Uhr-Messe und Karnevalssonntag ab etwa 13 Uhr geschlossen. Jecken-Verbot gilt in der Kathedrale allerdings nicht. Wer vor dem Feiern noch an einem Gottesdienst teilnehmen möchte, darf das auch kostümiert tun – so lange es noch zur Würde der Feier passt.

 

Bist du ein kölscher Karnevalskenner?

Du liebst den Fastelovend, kennst sowiso alle kölschen Karnevalslieder und das Blut in deinen Adern ist rut und wiess? Dann teste jetzt dein jeckes Wissen in unserem Quiz. Ob Geschichte, Geschichten, Stars oder Traditionen– finde heraus wie gut du dich wirklich auskennst.
Wir wünschen vell Spass an d’r Freud!

 

Karnevals Quiz

Köln und Karneval gehört zusammen wie Mett und Brötchen. Aber wie gut kennst du dich eigentlich mit kölschen Gepflogenheiten und dem Fastelovend aus? Jetzt schnell testen.

 

 

 

Ihr habt gewählt: DAS ist der größte kölsche Karnevals-Hit aller Zeiten!

Fünf Wochen lang hieß es Jeckes.NET Sucht Den Größten Kölschen Karnevals-Hit Aller Zeiten. Fünf Wochen habt ihr hier abgestimmt, diskutiert und vierzig Hits abgewählt, bis nur noch die Top Ten übrig blieb. Und aus dieser habt ihr ihn nun gekürt: den GKKAZ!

Mit 430 Stimmen im letzten Voting und 2744 Stimmen insgesamt ist
„Wenn et Trömmelche jeit“
für die meisten von euch DER Karnevalshit schlechthin!

Damit können sich die Räuber stolz die Krone aufsetzen. 

Aber auch die Zweitplatzierten dürfen sich freuen. Mit „Stääne“ räumten die Klüngelköpp den Vize-Titel ab. Die Bläck Fööss holten mit „En unserem Veedel“ Bronze.

Für alle Statistik-Fans – So lief das letzte von fünf JSDGKKAZ-Votings ab:



Das ist die Top Ten
1. Denn wenn et Trömmelche jeit (Räuber) mit 21.85% aller Stimmen
2. Stääne (Klüngelköpp) mit 18.29% aller Stimmen
3. En unserem Veedel (Bläck Fööss) mit 13.36% aller Stimmen
4. Kölsche Jung (Brings) mit 9.45% aller Stimmen
5. Drink doch ene met (Bläck Fööss) mit 7.42% aller Stimmen
6. Et jitt kei Wood (Cat Ballou) mit 6.71% aller Stimmen
7. Unsere Stammbaum (Bläck Fööss) mit 6.10% aller Stimmen
8. Viva Colonia (Höhner) mit 6.05% aller Stimmen
9. Alle Jläser huh (Kasalla) mit 5.84% aller Stimmen
10. Du bes Kölle (Tommy Engel) mit 4.93% aller Stimmen

Diese JSDGKKAZ-Trophäe wartet bereits auf den Sieger // Foto: Kuffner

JSDGKKAZ darf mit Fug und Recht als echter Publikumspreis bezeichnet werden. Nicht nur, dass sich wirklich viele Jecke beteiligt haben – insgesamt sind 28.905 Stimmen eingegangen! Das Voting war außerdem technisch so gelöst, dass jeder Nutzer tatsächlich auch nur einmal pro Woche abstimmen konnte.

Noch einmal Gratulation an die Räuber und ihren kölschen Mega-Hit! 
An Weiberfastnacht werden wir die JSDGKKAZ-Trophäe feierlich an die Band überreichen und an Karnevalsfreitag hier an dieser Stelle über die Verleihung und die Geschichte des Songs berichten.

Kölle Alaaf!


Wollt ihr nochmal nachhören?

Und hier alle Hits der ursprünglichen TOP 50 in einer Spotify-Playlist zum Gedächtnis auffrischen, anhören oder einfach abfeiern. Die Playlist wurde mit Spotify erstellt. Wer noch kein (kostenloses!) Spotify-Konto hat, kann sich einfach fix unter diesem Link registrieren. Dann einfach nur noch auf „Play“ drücken und feiern!

Übrigens kann man diese Playlist auf Spotify liken und teilen – wir würden uns freuen!

Hier findest du alle bisherigen Abstimmungen von JSDGKKAZ

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Jobs, die es nur im Karneval gibt

Karneval bedeutet für viele Jecke vor allem Feiern, Spaß haben und einfach mal die Sorgen vom Alltag und der Arbeit vergessen. Doch es gibt einige Menschen, für die ist die Session mit jeder Menge Stress und Arbeit verbunden. Neben der AWB, Toilettenfrauen oder Kneipenwirten, die im Dauereinsatz sind, gibt‘s auch einige Berufe, die es ausschließlich im Fastelovend gibt – und die meisten davon sogar ehrenamtlich. Wir stellen sie euch vor.

Literat

Sie sind die Strippenzieher und sorgen für das Programm und die Zusammenstellungen der Rheinischen Karnevals-Sitzungen. Ein Literat übernimmt die Planung, bucht die Bands und Büttenredner, die bei der Sitzung auftreten sollen und organisiert den Saal, in der die Veranstaltung stattfindet. Zudem plant er, in welcher Reihenfolge die Künstler auftreten. Demokratie ist hier fehl am Platz. Der Literat entscheidet nach seinen eigenen Vorlieben, welche Acts gebucht werden. Dieser Job ist mit jeder Menge Stress verbunden und benötigt eine Person mit viel Organisationstalent. Übrigens: Literaten führen ihren Job fast alle ehrenamtlich aus. Geld gibt’s also nicht, dafür aber jede Menge Macht.

Wagenengel

Wenn Rosenmontag d‘r Zoch kütt, dürfen die Wagenengel nicht fehlen – ohne sie geht nichts. Sie laufen neben dem fahrenden Karnevalswagen her, sind für die Sicherheit verantwortlich und schützen die Jecken vor Unfällen. Sie halten etwa die Zuschauer zurück, wenn sie versuchen Kamelle in Nähe der Räder einzusammeln. Wagenengel kann fast jeder werden, die Anforderungen an diesen Job sind nicht allzu hoch. Man muss lediglich über 16 Jahre alt sein, fließend Deutsch sprechen und verstehen und körperlich einigermaßen fit sein. Schließlich muss die Zugstrecke von über sieben Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden. Für den Einsatz gibt es eine geringe Summe als Entschädigung.

Zugleiter

Ein Job mit viel Verantwortung und einer hohen Position. Denn ohne den Zugleiter geht bei Karnevalsumzügen nichts. Die Arbeit eines Zugleiters ist besonders zeitintensiv. Halteverbote einrichten, Schilder aufstellen, Straßen sperren lassen, Absprache mit der Stadt und der Polizei – so ein Zug bedarf viel Vorarbeit. Trotzdem nennt man die Zugleiter auch gerne mal die Spaßbremsen im Karneval, denn sie müssen auch mal „Nein“ sagen, wenn etwa ein Traktor kein gültiges TÜV-Siegel hat oder ein Wagenengel nicht in der Lage ist, seinen Job auszuüben. Während die Jecken das bunte Treiben und den Frohsinn bei Karnevalsumzügen feiern, beginnt für einen Zugleiter die heiße Phase. Er hat den Hut auf und überwacht den kompletten Zugweg.

Hoffriseur

Ein stilles Helferlein im Hintergrund, das einen wichtigen Job beim Dreigestirn ausübt. Die Adjutanten des Kölner Dreigestirn kümmern sich um alle kleinen und größeren Probleme. Zur festen Mannschaft gehört auch der Hoffriseur. Er kümmert sich darum, dass Prinz, Bauer und Jungfrau stets perfekt gestylt und gepflegt aussehen. Morgens vor den ersten Auftritten gibt’s für alle drei Make-up, das im Laufe des Tages aufgefrischt wird. Die Jungfrau sitzt wegen ihres aufwendigen Looks dabei am längsten in der Maske. Ihre Echthaar-Perücken werden zudem täglich gewaschen, aufgearbeitet und frisiert.

Büttenredner

Die Büttenredner gehören zum Kölner Sitzungskarneval wie Elferrat und Kölsch. Auch wenn die klassischen gereimten Büttenreden, vorgtragen in der Bütt, heute kaum noch so vorzufinden sind, sind die Vorträge trotzdem ein fester Bestandteil. Inzwischen sind in Büttenreden Elemente von Stand-up Comedy, Gesang oder Bauchreden, zu finden. Doch was machen Büttenredner eigentlich zwischen den Sessionen? Wer nicht etwa wie Bernd Stelter, Marc Metzger oder Guido Cantz auch außerhalb des Karnevals als Comedian, Kabarettist oder Moderator tätig ist, der geht seinem ganz normalen Job nach. Wie etwa Martin Schopps als Berufsschullehrer oder der Tuppes vom Land alias Jörg Runge als Unternehmensberater.

 

 

 

Deftig und lecker: Die besten Snacks für Karneval

Den ganzen Tag schunkeln, singen und tanzen – dazu das ein oder andere Gläschen Alkohol: An Karneval sind Jecke im Ausnahmezustand. Eines wird dabei häufig vergessen: die Mahlzeit zwischendurch. Dabei ist eine solide Grundlage wichtig, um gut durch die Karnevalsfeierei zu kommen und natürlich, um dem Kater vorzubeugen. Fettig, salzig und reichhaltig darf es sein – an Fastelovend ist vieles erlaubt, was sonst auf der roten Liste steht. Je fettiger das Essen, desto langsamer wird es verdaut. So dauert es länger, bis der Alkohol ins Blut gelangt.

Fettiges Knabberzeug für Zwischendurch ist perfekt. // Foto: stock.adobe.com

Die besten Snacks für die Karnevalstage sind die, die sich gut mitnehmen lassen. Als Kleinigkeiten für die Hosentasche bieten sich Salzbrezeln, Flips, Erdnüsse oder Mandeln an. Wem eine Tasche nicht lästig ist, dem winken weit mehr Möglichkeiten: belegtes Laugengebäck, kleine gefüllte Pfannkuchen, Frikadellche, Berliner oder süße Mutzenmandeln lassen sich hervorragend vorbereiten und zwischendurch verzehren. Die große Karnevalsparty findet bei euch Zuhause statt? Dann darf der obligatorische Mett- oder Käseigel auf jeden Fall nicht fehlen.

 

Nicht vergessen: Im Laufe des Tages immer wieder Wasser trinken. Denn Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit – dies verursacht Kopfschmerzen und eben den ungeliebten Kater am nächsten Morgen.

Grundlage schaffen

Für eine fruchtige Note zwischen Sekt, Bier und kölschen Tön sorgen Trockenfrüchte wie Aprikosen, Apfelringe, Ananas oder Mango. Reichhaltig sind auch Bananen – nur matschen diese leider schnell, wenn sie nicht richtig verstaut werden. Wer seine Mitfeiernden überraschen möchte, kann herzhafte Kartoffel- oder Spaghetti Carbonara-Muffins backen, gemixt zum Beispiel mit Thunfisch oder Schinken und Kräutern. Nicht zuletzt gilt: Ein üppiges und reichhaltiges Frühstück ermöglicht es, länger zu feiern.

Ein ausgiebiges Frühstück ist vor dem Feiern Pflicht. // Foto: stock.adobe.com

Klar, an Karneval wird während der Züge eine Menge Kamelle gesammelt. Sich daran aber satt zu essen ist keine gute Idee: Zucker steigert die Wirkung von Alkohol. So sinkt zum einen die Feier-Ausdauer, zum anderen steigt die Wahrscheinlichkeit, am nächsten Morgen mit einem ordentlichen Brummschädel aufzuwachen. Dies gilt ebenso für den Genuss von süßen Schnäpsen – Maß halten wird in diesem Fall mit einem klaren Kopf belohnt.

 

 

Ihr stimmt ab: Wählt den größten Karnevals-Hit ever! (Finale)

Das Favoritensterben ist vorbei – jetzt geht’s um die Woosch. Ihr habt die Top Ten von JSDGKKAZ bestimmt – jetzt kürt auch den verdienten Sieger! Bis nächste Woche Mittwoch um 10 Uhr könnt ihr eure Stimme abgeben. Am selben Tag verkünden wir den Sieger. Den Preis werden wir dann im Anschluss überreichen.

Diese JSDGKKAZ-Trophäe wartet bereits auf den Sieger // Foto: Kuffner

Diese Hits habt ihr in der vierten Woche rausgewählt:

Leev Marie (Paveier)
mit 8.05% aller Stimmen
Pirate (Kasalla)
mit 7.43% aller Stimmen
Ich ben ene kölsche Jung (Hans Süper)
mit 7.37% aller Stimmen
Och wat wor dat fröher schön … (Willi Ostermann) mit 6.93% aller Stimmen
Superjeilezick (Brings)
mit 5.56% aller Stimmen
Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche (Höhner) mit 4.99% aller Stimmen
Nie mehr Fastelovend (Querbeat)
mit 4.81% aller Stimmen
Der treue Husar (Willy Millowitsch)
mit 4.49% aller Stimmen
Ich ben ene Räuber (Höhner)
mit 4.18% aller Stimmen
Rut sin die Ruse (Boore)
mit 3.18% aller Stimmen

Macht mit! So einfach gehts:
JSDGKKAZ startete mit 50 Songs. Pro Woche habt ihr jeweils zehn Hits rausgewählt. Jetzt steht nur noch die Top Ten zur Wahl. Jeder, der mitmacht, kann nur einmal abstimmen und den GKKAZ wählen. Das Ergebnis feiern wir nächste Woche. Die Abstimmung funktioniert ohne Registrierung o.ä. Und: Wer abstimmt, kann im Anschluss als Dankeschön noch tolle Preise gewinnen.
Los geht’s!


Datenschutzhinweis:
Für die Abstimmung wird eure IP-Adresse anonymisiert gespeichert, es werden keine Cookies gesetzt. Mit einem Klick auf „Jetzt abstimmen“ seid ihr damit einverstanden.

Wollt ihr nochmal nachhören?
Und hier alle Hits der ursprünglichen TOP 50 in einer Spotify-Playlist zum Gedächtnis auffrischen, anhören oder einfach abfeiern. Die Playlist wurde mit Spotify erstellt. Wer noch kein (kostenloses!) Spotify-Konto hat, kann sich einfach fix unter diesem Link registrieren. Dann einfach nur noch auf „Play“ drücken und feiern!

Übrigens kann man diese Playlist auf Spotify liken und teilen – wir würden uns freuen!

Hier findest du alle bisherigen Abstimmungen von JSDGKKAZ

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So klingt die Karnevalssession 2019

Jedes Jahr aufs Neue stehen die Kölner Bands vor der gleichen Herausforderung: dem jecken Publikum einen neuen, individuellen Hit für die Karnevals-Session zu präsentieren. Dieser sollte nicht nur schnell ins Ohr gehen, sondern auch zum Singen, Tanzen und Schunkeln animieren.

Neben den üblichen Hits von Querbeat „Romeo“, Kasalla („Der Ress vun dingem Levve“) oder Paveier („Nie mehr Alkohol“) überraschen in dieser Session vor allem die Newcomerbands. Die Bands Planschemalöör („Heimat“) und Stadtrand („Orjenal“) räumen derzeit beim Kneipen Mitsingwettbewerb „Loss mer Singe“ ab.

Ihr braucht für die nächste Karnevalsparty noch alle Lieder der Session? Wir haben euch eine Playlist auf Spotify mit allen Song zusammengestellt. Viel Spaß beim Hören.

Die Playlist wurde mit Spotify erstellt. Wer noch kein (kostenloses!) Spotify-Konto hat, kann sich einfach fix unter diesem Link registrieren. Dann einfach nur noch auf „Play“ drücken und feiern!

 

 

Ihr stimmt ab: Wählt den größten Karnevals-Hit ever! (Woche 4)

D er Straßenkarneval rückt immer näher – und damit auch der Tag, an dem unser GKKAZ verkündet wird. Nur noch zwei Voting-Runden stehen an. Immer noch könnt ihr auf unserer Suche nach dem ultimativen kölschen Karnevals-Hit mitmachen. Dreißig Lieder wurden von euch schon rausgeworfen und erneut war die Resonanz riesig – Danke!

Für die TOP 20 hat jeder nur noch maximal zwei Stimmen und darf wie gehabt nur einmal bis zum nächsten Mittwoch für seine Favoriten abstimmen.

Diese JSDGKKAZ-Trophäe wartet bereits auf den Sieger // Foto: Kuffner

Diese Hits habt ihr in der dritten Woche rausgewählt:
Bickendorfer Büdche (Bläck Fööss)
mit 5.14% aller Stimmen
Am Eigelstein es Musik (Räuber)
mit 4.37% aller Stimmen
En dr Kayjass Nummer Null (Vier Botze)
mit 4.31% aller Stimmen
Su lang die Leechter noch brenne (Miljö)
mit 3.98% aller Stimmen
Meine Liebe/Stadt/Verein (Domstürmer)
mit 3.65% aller Stimmen
Mir schenke der Ahl e paar Blömcher (Lotti Krekel)
mit 3.43% aller Stimmen
Hück steiht de Welt still (Cat Ballou)
mit 2.93% aller Stimmen
Denn mir sin kölsche Mädcher (Marita Köllner)
mit 2.77% aller Stimmen
För die Liebe nit (Lupo)
mit 2.38% aller Stimmen
Kölsche Mädcher sin jefährlich (Colör)
mit 1.27% aller Stimmen

Macht mit! So einfach gehts:
1. JSDGKKAZ läuft fünf Wochen lang. Pro Woche fallen die zehn Songs mit den wenigsten Stimmen raus. Somit stehen in der zweiten Woche nur noch die besten vierzig Hits zur Wahl und so weiter. Eine Woche vor Wieverfastelovend steht er dann fest – der GKKAZ.

2. Ihr könnt einmal pro Woche mitmachen: In der ersten Woche hat jeder bis zu fünf Stimmen, in der zweiten bis zu vier und so weiter. Die Abstimmung funktioniert ohne Registrierung o.ä. Und: Wer mitmacht, kann im Anschluss als Dankeschön noch tolle Preise gewinnen.
Los geht’s!


Datenschutzhinweis:
Für die Abstimmung wird eure IP-Adresse anonymisiert gespeichert, es werden keine Cookies gesetzt. Mit einem Klick auf „Jetzt abstimmen“ seid ihr damit einverstanden.

Wollt ihr nochmal nachhören?
Und hier alle Hits der ursprünglichen TOP 50 in einer Spotify-Playlist zum Gedächtnis auffrischen, anhören oder einfach abfeiern. Die Playlist wurde mit Spotify erstellt. Wer noch kein (kostenloses!) Spotify-Konto hat, kann sich einfach fix unter diesem Link registrieren. Dann einfach nur noch auf „Play“ drücken und feiern!

Übrigens kann man diese Playlist auf Spotify liken und teilen – wir würden uns freuen!

Hier findest du alle bisherigen Abstimmungen von JSDGKKAZ

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