30 Jahre Mauerfall: Kuriose Fakten zur DDR

Vor 30 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Berliner Mauer und vereinte die geteilte Republik. Doch bis heute kursieren witzige Details und kuriose Klischees aus dem Alltag der DDR: Kannten die Menschen in Ostberlin wirklich keine Bananen? Waren beliebte Namen tatsächlich Mandy, Maik und Chantal? Und wie viel Wahrheit steckt hinter der Behauptung, Jeans seien zu DDR-Zeiten verboten gewesen?

1. Hype um Kleingärten

Rekordzahlen, die sich auch heute noch im Stadtbild niederschlagen: 2,6 Millionen Wochenendgrundstücke und etwa 855.000 Kleingärten wurden zu damaliger Zeiten gezählt. So beliebt war das kleine Gartenhäuschen – auch Datsche genannt – in keinem anderen Land.

Kleingärten gab es wie Sand am Meer. //Foto: Adobe

2. Ein Stück filmreife Geschichte

Das Leben der Anderen, Sonnenallee oder Good Bye, Lenin – all diese Filmen beschäftigen sich mit der DDR. Manch einer schaffte damit sogar den großen Sprung nach Hollywood: Das Leben der Anderen von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck mit Schauspieler Ulrich Mühe in der Hauptrolle, wurde im Jahr 2006 mit einem Oscar der Kategorie „Bester Fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet.

3. Luxusgut: der Fernseher

Was in Zeiten von Netflix und Co. kaum vorstellbar ist, war vor dem Mauerfall Realität: Nur etwa jeder zweite Haushalt Ostberlins war mit einem Farbfernseher ausgestattet. Die westdeutschen Nachbarn hingegen besaßen zu 94 Prozent eine Farbflimmerkiste und zu 98 Prozent ein Telefon. Dies war sogar nur zu neun Prozent in den Ost-Haushalten vorhanden. Eine Waschmaschine hingegen stand in 99 Prozent aller Haushalte – egal ob Ost oder West.

4. Der Hype um die Banane

In Ostberlin waren Bananen sehr wohl bekannt. Allerdings waren sie so begehrt, dass das Produkt häufig ausverkauft war. Der Pro Kopf Import reichte einfach nicht für alle aus, so dass die Frucht zur Mangelware wurde.

Von wegen Bananen waren Mangelware. //Foto: Adobe

5. „So ein Kevin“

In der Tat galt der Name „Mandy“ ab 1974 als DER Mädchenname schlechthin und befand sich unter den Top Ten der Namensliste für weibliche Babys. Doch auch wenn Kevin und Justin, Chantal und Cindy unter den beliebten „Ost-Namen“ zu finden waren, hießen dennoch nicht alle Kinder so.

6. Der Blue Jeans Faktor

Ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit sah die SED-Führung in der robusten Beinbekleidung, die in der Deutschen Demokratischen Republik einst Nietenhose genannt wurde. Argwöhnisch beobachtet und lange Zeit unterbunden, fand das Kleidungsstück dennoch seinen festen Platz in ostdeutschen Kleiderschränken: 1968 wurde die erste Jeans aus Ungarn importiert. Manch einer setze sich sogar für die perfekte Passform mitsamt der Hose in die Badewanne, die dann sehr eng anliegend am Körper trocknete.

Durch das Bad mit Jeanshose saß diese wie angegossen. //Foto: Adobe

 

 

 

 

 

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