Die spinnen, die Europäer? Kuriose Fakten und Gesetze der EU

Alle fünf Jahre wird in Europa gewählt. Am Sonntag, 26. Mai, ist es wieder soweit. Rund 400 Millionen wahlberechtigte Bürger sind 28 Mitgliedstaaten der EU sind dann aufgerufen ihre Stimme abzugeben und das neunte Europaparlament zu wählen.

Aus diesem Anlass haben wir uns einmal abseits der aktuellen politischen Lage in Europa umgeschaut und einige skurrile Tatsachen und Gesetzen gefunden.

DAS wusstet ihr garantiert noch nicht über Europa:

1. Andersson, Karlsson oder Persson: Ein Drittel aller schwedischen Nachnamen enden auf -son.

2. Der Trevi-Brunnen in Rom: Ein Volksglaube besagt, dass es Glück bringt, wenn man Geld mit der linken Hand über die rechte Schulter in den Brunnen schmeißt. Wirft man eine Münze, kehrt man nach Rom zurück. Werden zwei geworfen, soll man sich in einen Italiener oder eine Italienerin verlieben. Den Brauch kennen vielleicht viele. Aber wusstest ihr, das täglich etwa 4000 Euro im Trevi-Brunnen landen?

3. Internetzugang ist in Deutschland oft ein schwieriges Thema, vor allem auf dem Land. Doch nicht in allen EU-Staaten ist es so kompliziert wie bei uns. In Estland gehört Internet zu den Grundrechten, so kann jeder Este überall kostenlos surfen.

4. Die Melodie der Nationalhymne Liechtensteins ist dieselbe wie die Englands („God save the Queen“).

5. Venedig – die Stadt der Brücken? Klar, da gibt’s schon einige – insgesamt 435 Stück. Aber das ist noch gar nichts gegen die deutsche Perle des Nordens: Hamburg hält den europäischen Brückenrekord mit rund 2500 Stück.

Hum ist eine Stadt in der westkroatischen Region Istrien. //Foto: stock.adobe.com

6. Die kleinste Stadt der Welt ist Hum in Kroatien. Sie zählt gerade einmal 30 Einwohner.

7. In Finnland sind Geldstrafen für Verkehrsvergehen vom Einkommen abhängig. Wer mehr verdient, zahlt auch mehr. Die höchste Geldstrafe,  die dort je gezahlt wurde, musste Anders Wiklöf blechen. Für eine überhöhte Geschwindigkeit von 27 km/h zahlte er 95.000 Euro. Kein Wunder, Wiklöf gehört zu den reichsten Finnen.

8. Kleidervorschriften gibt es nicht nur in muslimischen Ländern – auch Italien hat Verbote. Dort dürfen Männer keine Röcke tragen.

9. Nebenher beim Sex noch eine Runde Schach spielen? In der estnischen Hauptstadt Tallinn ist das verboten. Also lasst euch lieber nicht dabei erwischen.

10. Ein Land der begrenzten Spaßmöglichkeiten scheint auch Ungarn zu sein. Sex im Hellen? Gegen das Gesetz! In Budapest muss die Beleuchtung beim Liebesakt ausgeschaltet werden.

Vor dem Sex das Licht ausschalten. //Foto:stock.adobe.com

11. Alle sieben Jahre wird der 324 Meter hohe Eifelturm neu angestrichen. Das ist notwendig, da durch die Witterung der Lack immer wieder abgetragen wird.

12. Die brauchen aber einen langen Atem, die Griechen: sage und schreibe 158 Strophen hat ihre Nationalhymne und ist damit die längste der EU. Üblicherweise werden natürlich nur die ersten beiden Strophen gesungen.

13. Die Spanier haben allen Grund zur Freude. Mit 83 Jahren haben sie die höchste Lebenserwartung in der Europäischen Union. Die Menschen in Litauen dagegen haben die niedrigste und sterben durchschnittlich schon mit 75 Jahren.

14. Die Niederländer sind die größten. In keinem anderen Land werden die Menschen größer als im Land der Tulpen und Holzklumpen –  durchschnittlich erreichen Männer eine Größe von 1,82 Metern und Frauen 1,69 Meter, wie eine Studie des Imperial College in London ergeben hat. Dicht gefolgt von den Belgiern (1,81, und 1,68m).

Schweinebesitzer sollten in Frankreich bei der Namenswahl vorsichtig sein. //Foto:stock.adobe.com

15. In Frankreich ist es gesetzlich verboten sein Schwein Napoleon zu nennen. Wer dies trotzdem macht, kann dafür im Gefängnis landen. Das Gesetz wurde eingeführt, nachdem ein Bauer sein Schwein so nannte.

16. Bevor sich Dänen ins Auto setzen, müssen sie dem Wagen einen Sicherheitscheck unterziehen. Neben den Funktionen von Bremse, Licht und Lenkung muss zudem überprüft werden, ob jemand unter dem Fahrzeug liegt. Ist dem so, darf das Auto nicht gestartet werden. Macht Sinn.

17. Freitag, der 13. gilt hierzulande Unglückstag. Nicht so in Spanien, dort ist Dienstag, der 13. der große Pechtag.

18. Ein bisschen Gameboy spielen zum Zeitvertreib? Wer in Griechenland ist, sollte dies besser nicht auf öffentlichen Plätzen tun – denn dort ist es verboten!

19. Wer in Österreich einen Adelstitel mit sich führt, muss dafür satte 14 Cent Strafe bezahlen. Denn das ist bereits seit 1919 verboten. Damals gab es für dieses Vergehen eine Verwaltungsstrafe von 20.000 Kronen. Die Strafgebühr existiert bis heute, nur dass dieser Betrag umgerechnet inzwischen lächerliche 14 Cent beträgt. Wer sich trotzdem mit einem Titel schmücken möchte, wird in Österreich auf jeden Fall fündig. Das Land verfügt über 869 andere legale Titel.

Blumen als Geschenk sind immer willkommen. //Foto: Adobe

20. Mit Blumen als Geschenk kann nicht viel falsch gemacht werden? Denkste! In der Slowakei sollte genau darauf geachtet werden, wie viel Blumen man schenkt – nämlich immer eine ungerade Anzahl. Nur zur Beerdigung wird eine gerade Anzahl mitgebracht.

Zugabe:
Bis vor rund 20 Jahren durften Frauen in Deutschland Schadensersatz für den geleisteten Sex verlangen, wenn sie von ihrem Verlobten verlassen wurden. Das galt aber nur, wenn beide in einer gemeinsamen Wohnung gelebt haben. Dieses Gesetz (§ 1300 BGB) wurde zum 1. Juli 1998 aufgehoben. 

 

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3 Kommentare zu “Die spinnen, die Europäer? Kuriose Fakten und Gesetze der EU

  1. Helge Walters

    Ich suche bereits seit Jahren eine verlässliche Quelle für das französische Namensgesetz. Aber wie es scheint, schreibt immer nur ein Autor von „Seltsame Gesetze“-Sammlungen vom anderen ab – selbst die französische Botschaft in Berlin wußte nichts von dem Verbot. Welcher Paragraph in welchem Gesetzbuch verbietet also in Frankreich, ein Schwein Naopleon zu nennen?

    • Soweit ich das bisher in Erfahrung bringen konnte steht es im Code Civil von 1840, den Napoleon höchst selbst begründet hat. Leider kann ich dir nicht sagen, wo dort genau die Regelung zu finden ist, da ich bisher nur auf französisch weiterkomme und mein französisch ziemlich rudimentär ist…

  2. Helge Walters

    Ich halte mich da einstweilen lieber an die meisten französischen Seiten zu dem Thema. Dort ist man, da sich nirgends ein Gesetzestext finden lässt, allgemein der Ansicht, dass es sich höchstens um ein einzelnes Gerichtsurteil handeln dürfte.

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