Gib mir Tiernamen – Warum viele Tiere prominente Namensgeber haben

Fliegende Fische, durchsichtige Frösche, wandelnde Blätter – seit 2017 gibt es sie sogar in pink – oder ein Fisch, der seine eigene Laterne dabeihat: Manchmal ist die Tierwelt das reinste Kuriositätenkabinett. Umso mehr Kreativität ist bei der Namensgebung gefragt. Bei rund 20.000 neu entdeckten Tier- und Pflanzenarten pro Jahr können aber selbst dem erfindungsreichsten Zoologen schon mal die Ideen ausgehen.
Da kann doch ruhig mal etwas Pepp rein! Und so wird neuerdings immer mehr Prominenten die Ehre zuteil, Namensgeber für neue Tierarten zu sein. Je nach Tier nicht gerade schmeichelhaft…

 

1. Charmant geht anders: Bei der Betrachtung (des üppigen Hinterteils) der von ihm neu entdeckten Pferdebremse musste Biologe Bryan Lessard einfach sofort an Sängerin Beyoncé denken und gab dem unbeliebten Insekt daher den Namen Scaptia beyonceae.

2. 62 neue Arten des Schwammkugelkäfers entdeckten zwei Wissenschaftler auf einen Schlag. Und mussten sie dann auch benennen. Keine leichte Aufgabe. Und so kamen Agathidium bushi (George W. Bush) , A. cheneyi  (Dick Cheney) und A. rumsfeldi ( Donald Rumsfeld) einfach mal so zu politischen Ehren, während vaderi seinen berühmten Namen wegen der an Darth Vaders Helm erinnernden Kopfform erhielt.

Süßer Affe mit lustigem Schnäuzer: der Kaiserschnurrbarttamarin. //Foto: Adobe

3. Eigentlich als Witz gedacht war der Titel Artepitheton imperator, der einem kleinen Äffchen mit Riesenschnurrbart aus dem südwestlichen Amazonasbecken verliehen wurde. Der markante Oberlippenschmuck des Tierchens erinnerte seinen Entdecker nämlich nur zu sehr an den berühmten Bart des deutschen Kaisers Wilhelm II. und so blieb es letztendlich bei der Bezeichnung „Kaiserschnurrbarttamarin“.

4. Arac Attack: Als Dank für seine Mitarbeit an einer Dokumentation des Museum of Natural History wurde eine Webspinnenart nach Harrison Ford benannt und trägt jetzt den großen Namen Calponia harrisonfordi. Hoffen wir mal, dass der Schauspieler sich nicht vor Spinnen ekelt.

5. Ebenfalls für Gänsehaut sorgt bei den meisten Menschen das Tier mit dem schönen Namen Otacilia Loriot. Die Wahl des Namens begründete der Arachnologe Peter Jäger vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt damit, dass Loriot immer das Komische im Normalen gesucht habe. Das nur zwei Millimeter große Tier kommt unscheinbar wie eine Ameise daher, ist in Wirklichkeit aber eine – „Krawehl, krawehl!“ – Ameisensackspinne.

6. Das musste sein: Ein standesgemäßes Denkmal wurde dem selbsternannten „Lizard King“ Jim Morrison, Sänger der legendären Band „The Doors“ zuteil, als die Riesenechse Barbaturex morrisoni nach ihm benannt wurde. Das Tier lebte vor etwa 40 Millionen Jahren und wurde ca. 1,80 Meter groß. Ein echter Lizard King!

7. Wahrscheinlich nicht nach Sarah Connor, sondern eher nach Essbarem sucht die Buckelfliege Megapropodiphora arnoldi, deren „wulstige Vorderbeine“ ihren Entdecker an die Körperformen seines Idols Arnold Schwarzenegger erinnert hatten. „I’ll be back“? Lieber nicht.

 

8. Das imposante Haarkleid Donald Trumps inspirierte schon viele zu Scherzen. Wir erinnern uns an „Trumpapillar“ bzw. „Trump Caterpillar“, eine Schmetterlingsraupe, die dem US-Präsidenten mit ihrem fluffigen Fell wirklich zum Verwechseln ähnlich sieht. Allerdings war das nur ein Spitzname für das Tier mit dem zoologischen Namen Megalopyge opercularis. Nun wurde dem Präsidenten endlich die Ehre zuteil, die ihm gebührt: eine Motte mit gelblich-weißen Schuppen auf dem Kopf wurde nach ihm benannt und so zu Neopalpa donaldtrumpi.

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