Jobs, die es nur im Karneval gibt

Karneval bedeutet für viele Jecke vor allem Feiern, Spaß haben und einfach mal die Sorgen vom Alltag und der Arbeit vergessen. Doch es gibt einige Menschen, für die ist die Session mit jeder Menge Stress und Arbeit verbunden. Neben der AWB, Toilettenfrauen oder Kneipenwirten, die im Dauereinsatz sind, gibt‘s auch einige Berufe, die es ausschließlich im Fastelovend gibt – und die meisten davon sogar ehrenamtlich. Wir stellen sie euch vor.

Literat

Sie sind die Strippenzieher und sorgen für das Programm und die Zusammenstellungen der Rheinischen Karnevals-Sitzungen. Ein Literat übernimmt die Planung, bucht die Bands und Büttenredner, die bei der Sitzung auftreten sollen und organisiert den Saal, in der die Veranstaltung stattfindet. Zudem plant er, in welcher Reihenfolge die Künstler auftreten. Demokratie ist hier fehl am Platz. Der Literat entscheidet nach seinen eigenen Vorlieben, welche Acts gebucht werden. Dieser Job ist mit jeder Menge Stress verbunden und benötigt eine Person mit viel Organisationstalent. Übrigens: Literaten führen ihren Job fast alle ehrenamtlich aus. Geld gibt’s also nicht, dafür aber jede Menge Macht.

Wagenengel

Wenn Rosenmontag d‘r Zoch kütt, dürfen die Wagenengel nicht fehlen – ohne sie geht nichts. Sie laufen neben dem fahrenden Karnevalswagen her, sind für die Sicherheit verantwortlich und schützen die Jecken vor Unfällen. Sie halten etwa die Zuschauer zurück, wenn sie versuchen Kamelle in Nähe der Räder einzusammeln. Wagenengel kann fast jeder werden, die Anforderungen an diesen Job sind nicht allzu hoch. Man muss lediglich über 16 Jahre alt sein, fließend Deutsch sprechen und verstehen und körperlich einigermaßen fit sein. Schließlich muss die Zugstrecke von über sieben Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden. Für den Einsatz gibt es eine geringe Summe als Entschädigung.

Zugleiter

Ein Job mit viel Verantwortung und einer hohen Position. Denn ohne den Zugleiter geht bei Karnevalsumzügen nichts. Die Arbeit eines Zugleiters ist besonders zeitintensiv. Halteverbote einrichten, Schilder aufstellen, Straßen sperren lassen, Absprache mit der Stadt und der Polizei – so ein Zug bedarf viel Vorarbeit. Trotzdem nennt man die Zugleiter auch gerne mal die Spaßbremsen im Karneval, denn sie müssen auch mal „Nein“ sagen, wenn etwa ein Traktor kein gültiges TÜV-Siegel hat oder ein Wagenengel nicht in der Lage ist, seinen Job auszuüben. Während die Jecken das bunte Treiben und den Frohsinn bei Karnevalsumzügen feiern, beginnt für einen Zugleiter die heiße Phase. Er hat den Hut auf und überwacht den kompletten Zugweg.

Hoffriseur

Ein stilles Helferlein im Hintergrund, das einen wichtigen Job beim Dreigestirn ausübt. Die Adjutanten des Kölner Dreigestirn kümmern sich um alle kleinen und größeren Probleme. Zur festen Mannschaft gehört auch der Hoffriseur. Er kümmert sich darum, dass Prinz, Bauer und Jungfrau stets perfekt gestylt und gepflegt aussehen. Morgens vor den ersten Auftritten gibt’s für alle drei Make-up, das im Laufe des Tages aufgefrischt wird. Die Jungfrau sitzt wegen ihres aufwendigen Looks dabei am längsten in der Maske. Ihre Echthaar-Perücken werden zudem täglich gewaschen, aufgearbeitet und frisiert.

Büttenredner

Die Büttenredner gehören zum Kölner Sitzungskarneval wie Elferrat und Kölsch. Auch wenn die klassischen gereimten Büttenreden, vorgtragen in der Bütt, heute kaum noch so vorzufinden sind, sind die Vorträge trotzdem ein fester Bestandteil. Inzwischen sind in Büttenreden Elemente von Stand-up Comedy, Gesang oder Bauchreden, zu finden. Doch was machen Büttenredner eigentlich zwischen den Sessionen? Wer nicht etwa wie Bernd Stelter, Marc Metzger oder Guido Cantz auch außerhalb des Karnevals als Comedian, Kabarettist oder Moderator tätig ist, der geht seinem ganz normalen Job nach. Wie etwa Martin Schopps als Berufsschullehrer oder der Tuppes vom Land alias Jörg Runge als Unternehmensberater.

 

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