Dat soll ne Kölsche sin? Diese Promis wurden in der Domstadt geboren

Ihre Namen kennt fast jeder, doch nur wenige bringen diese Promis mit der Domstadt in Verbindung. Dennoch wurde all diese Promis in Köln geboren und sind somit echte Kölsche. Eine jecke Liste.

Robin Dutt (geb. 1965)
Robin Dutt //Foto: Imago

Dass Robin Dutt in Köln das Licht der Welt erblickt, ist ziemlicher Zufall. Stammen doch sein Vater aus Indien und seine Mutter aus dem Schwarzwald. Entsprechend wird leicht geschwäbelt, wenn der Fußballtrainer Interviews gibt. Als Spieler kann Dutt keine Meriten erwerben. Mittelprächtig kickt er sich durch untere Ligen, SVGG Hirschlanden oder SKV Rudesheim heißen Stationen. Besser läuft es später als Coach. Mit den Stuttgarter Kickers etwa kegelt er 2006 den Hamburger SV aus dem DFB-Pokal. (Ok, zugegeben: Das haben andere auch schon geschafft. Viele andere.) Fulminant gestaltet sich die Zeit beim SC Freiburg: Erst steigt Dutt mit dem Club in die Bundesliga auf, etabliert den Verein dann in der höchten deutschen Spielklasse. Nach vier Jahren im Breisgau ruft Bayer Leverkusen, Dutt kehrt 2011 also ins Rheinland zurück. Das Gastspiel endet nach einem Jahr, ebenso das kurze Intermezzo als Sportdirektor beim DFB (2012/13). Auch bei Werder Bremen bleibt der Erfolg überschaubar. Nach einer Pause übernahm Dutt im Februar 2018 den Zweitligisten VfL Bochum.

Bianca „Bibi“ Heinicke (geb. 1993)
Bianca Heinicke //Foto: Imago

Wer in der Öffentlichkeit steht, muss Gegenwind vertragen können. Das muss auch Bianca „Bibi“ Heinicke erfahren, als sie 2017 die Single „How It Is (Wap Bap …)“ auf den Markt wirft. Der Titel deutet es an: Der Text ist eher unpolitisch. In den folgenden Tagen wird das Video mit zwei Millionen Dislikes das am heftigsten abgestrafte eines deutschen YouTube-Channels. Unschön – aber andererseits gelangt die Nummer bis in die heimischen Top Ten. Ansonsten läuft es bei der Influencerin recht geschmeidig. 2012 geht ihr Kanal „BibisBeautyPalace“ an Start und gleich durch die Decke. Anfangs konzentriert sich Bibi auf die Themen Mode und Kosmetik, später kommen Lifestyle und das eigene Privatleben dazu. Das kommt an in der jungen Zielgruppe: Mehr als fünf Millionen Menschen haben den Channel abonniert, bei Instagram sind es knapp sechs Millionen. Für sehr ordentliche Einnahmen sorgen unter anderem Sponsoring, Testimonials und die eigene Kosmetikmarke „Bilou“. Aktuell verfolgen die Fans übrigens gebannt, welche Fortschritte die Schwangerschaft der YouTuberin macht.

Florian Henckel von Donnersmarck (geb. 1973)
Florian Henckel von Donnersmarck //Foto: Imago

Köln hat einen waschechten Oscar-Preisträger hervorgebracht: Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck holt die Trophäe 2007 für sein Langfilmdebüt „Das Leben der Anderen“ in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“. Das Stasi-Drama heimst außerdem noch viele weitere Preise ein. Logische Folge: der Sprung nach Hollywood. Doch dieser fällt eher mäßig überzeugend aus, denn der Thriller „The Tourist“ (2010) stößt bei der Kritik auf Ablehnung und ist finanziell ebenfalls kein Erfolg. Und das trotz absoluter Topstars wie Angelina Jolie und Johnny Depp. Henckel von Donnersmarck braucht lange, um sich von diesem Rückschlag zu erholen. Doch jetzt greift der Filmemacher wieder an: Im Oktober wird sein neuer Streifen „Werk ohne Autor“ in den Kinos starten. 

Christoph Langen (geb. 1962)
Christoph Langen //Foto: Imago

Wenn Christoph Langen den Mund aufmacht, klingen seine Worte urbayerisch. Tatsächlich wird der zweifache Olympiasieger in Köln geboren, zieht aber schon Kind in den Freistaat. Dort betreibt er ab 1985 eine in Köln eher selten praktizierte Sportart: Bobfahren. Dies macht er mit spektakulärem Erfolg: Neben den zwei olympischen Goldmedaillen stehen je sieben Welt- und Europameistertitel zu Buche. Später wird Langen Bundestrainer der Bobfahrer (2010–2016) und versucht sich zudem im Motorsport. Fun Fact: Weitere Weltmeisterschaften erringt er den Wok-WMs. Da schließt sich ein wenig der Kreis, denn Veranstalter dieser Wettbewerbe ist bekanntlich der Kölner Moderator Stefan Raab.

Heiner Lauterbach (geb. 1953)
Heiner Lauterbach //Foto: Imago

Sobald der Schauspielroutinier über Fußball spricht, wird klar, woher Heiner Lauterbach stammt. Denn aus seiner Liebe zum 1. FC Köln macht der „Bambi“-Preisträger kein Geheimnis. Der Sohn eines Sanitärunternehmers aus Zollstock besucht nach der Mittleren Reife die Schauspielschule der Keller. Anschließend zieht es dem Mimen hinaus in die weite Welt. Die künstlerische Messlatte seiner ersten Gehversuche hängt niedrig – es sind drei Teile der berühmt-berüchtigten „Schulmädchen-Report“-Reihe. Denn Durchbruch feiert Lauterbach mit der Kult-Komödie „Männer“ (1985). Seither folgen neben zahlreichen TV-Rollen viele Kinostreifen, die er mit seiner Mitwirkung veredelt: „Das Superweib“, „Rossini“, „Der Eisbär“ oder „Wir sind die Neuen“. Einen echten Blockbuster landet der Schauspieler 2016 mit „Willkommen bei den Hartmanns“. Viele Jahre lebt Lauterbach – vorsichtig formuliert – recht exzessiv, doch die wilden Tage sind längst Vergangenheit und wurden in der Autobiographie „Nichts ausgelassen“ aufgearbeitet. Heute lebt „kölsche Jung im Exil“ mit seiner Familien am beschaulichen Starnberger See.

Wolfgang Petry (geb. 1951)
Wolfgang Petry //Foto: imago/Scherf

Der Name Wolfgang Petry steht für Stimmungslieder. Doch in der kölschen Musikszene tummelt sich der gebürtige Raderthaler kaum. Stattdessen verschreibt sich Franz Hubert Wolfgang Remling – so sein bürgerlicher Name – dem Schlager. Und macht damit alles richtig. „Wahnsinn“ ist ein Dauerbrenner, vor dem es praktisch kein Entrinnen gibt. „Die längste Single der Welt“ wird eine der meistverkauften ihrer Art. Dazu gesellen sich mehrere Nummer-eins-Alben. Nach fast 30 Jahren im Musikbusiness veröffentlicht der leidenschaftliche Freundschaftsbändchen-Träger im Jahr 2005 eine musikalische Liebeserklärung an seine Heimatstadt. Die CD „Ich bin ene kölsche Jung“ enthält neben dem titelgebenden Evergreen und einer kölschen Version der „Längsten Single“ zehn Klassiker von Bands wie Höhnern oder Bläck Fööss. 2006 verkündet Petry das Ende seiner Karriere. Das obligatorische Comeback folgt 2017 mit „Brandneu“. Im vergangenen Jahr legt er als Pete Wolf mit „Happy Man“ eine Platte mit entspannten Blues- und Countrynummern vor.

Jack White (geb. 1940)
Jack White //Foto: imago/Horst Galuschka

Unter seinem bürgerlichen Namen Horst Nußbaum absolviert Jack White eine eher durchwachsene Laufbahn als Fußballprofi, für die Bundesliga reicht es nicht. Aber für die niederländische Eredivisie, in der er für die PSV Eindhoven aufläuft. Immerhin ist sein Entdecker niemand geringerer als Hennes Weisweiler. Als Jack White nimmt er anschließend eine Sängerkarriere in Angriff, die umstandslos im Sande versickert. Deutlich bringt White als Produzent und Komponist auf die Reihe. So zeichnet er für einige Gassenhauer verantwortlich, die bis heute auf keiner Schlagerparty fehlen dürfen: „Schöne Maid“ (Toy Marshall), „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ (Jürgen Marcus) oder „Fußball ist unser Leben“ (White mit einer aufstrebenden Fußballmannschaft). Überdies arbeitet er mit einigen renommierten internationalen Stars wie Paul Anka, Tony Christie oder – hüstel – David Hasselhoff zusammen. Wer in den 80er aufgewachsen ist, kennt zudem das Duett „When the Rain Begins to Fall“ von Jermaine Jackson und Pia Zadora. Nicht die schönste Erinnerung. In einer TV-Show reicht Jack White 2014 seinen musikalischen Abschied ein. Die zu diesem Anlass rausgebrachte Doppel-CD „Die großen Hits meines Lebens“ dokumentiert sein Lebenswerk.

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