7 Dinge, die heute keiner mehr macht

Viele Gewohnheiten, die heute unseren Alltag bestimmen und aus unserem Leben kaum noch wegzudenken sind, hatte vor ein paar Jahren niemand auf dem Zettel. Wir zeigen euch sieben Dinge, die wir früher gemacht haben und die fast vergessen sind.

1. Es gab eine Zeit – und die ist nicht mehr als 15 Jahre her –, da wussten viele von uns nicht, wie viel Uhr es ist. Handys, die stets die Zeit anzeigen, hatten die wenigstens Leute. Wer unterwegs war und wissen wollte, wo der Stunden- und Minutenzeiger gerade stehen, unternahm dafür geradezu irrwitzige Anstrengungen und fragte wildfremde Menschen an der Haltestelle oder mitten auf der Straße. Öffentliche Uhren an Bahnhöfen wurden tatsächlich zur Information genutzt.

2. Nicht die einzige Gepflogenheit, die mit dem Siegeszug des Handys und später des Smartphones verschwand. Geradezu verrückt muss heutigen Jugendlichen erscheinen, wie wir uns früher verabredet haben. Ein Dialog wie folgender genügte: A sagt an einem Freitag: „Lass uns Montag gegen 15 Uhr bei mir treffen. Okay?“ B antwortet: „Klingt gut, okay. Bis Montag.“ Heutige Verabredungen laufen eher nach diesem Schema ab: A schreibt an einem Freitag per WhatsApp: „Hey Alter, müssen uns mal wiedersehen?“ – B antwortet: „Auf jeden!“ – A schreibt: „Lass mal was festmachen“ – B antwortet: „Ich hätte nächste Woche Zeit.“ – A schreibt: „Cool, melde mich nächste Woche noch mal.“ – B antwortet „Läuft!“ – A schreibt am Sonntag: „Wie sieht es Montag bei dir aus?“ – B antwortet „Müsste klappen. Ich melde mich morgen nochmal.“ – A schreibt „Alles klar.“ – A schreibt am Montag „Wie sieht es aus? Klappt es heute?“ – B antwortet: „So gegen 15 Uhr?“ – A schreibt: „Sollte funktionieren, ich melde mich später nochmal.“ – Montag 14 Uhr A schreibt: „Ich fahre gleich los, sehen uns in einer Stunde.“ – B antwortet: „Bis gleich. Schreib mal, kurz bevor Du da bist.“ – A schreibt um 14.45 Uhr: „Wird ein bisschen später, hab den Bus verpasst.“ – B antwortet: „Kein Ding. Bin zu Hause.“ Viele haben sich selbst das Klingeln abgewöhnt und schreiben bereits vor der Tür stehend, dass ihre Verabredung jetzt aufmachen könne.

Früher musste man sich auf die Landkarte verlassen. //Foto: Imago

3. Nicht nur das Verabreden auch das Autofahren hat sich mit der Digitalisierung komplett verändert. Wenn es in den Urlaub ging, wurde der komplette Weg auf einer Karte – eine Art zweidimensionales Google Maps – herausgesucht, eingezeichnet oder herausgeschrieben. Der Beifahrer gab anschließend den Navigator. Als dann die ersten PC in die Haushalte Einzug hielten, wurden die Wegbeschreibungen mit speziellen Routenplanern auf CD gesucht und ausgedruckt. Nicht selten waren die Routen jedoch fehlerhaft, und dort wo eine Straßen sein sollte, war nun ein Gebäude. Heute geben wir die gewünschte Adresse einfach ins Navi oder Smartphone ein, die die Routen über das Internet ständig aktualisieren.

4. Es gibt jedoch auch Gewohnheiten, die nahezu verschwunden sind, an denen das Smartphone unschuldig ist. Eine davon ist das unsägliche Begießen von Grillgut mit Bier. Liebe Männer, denn keiner Frau kann diese dämliche Idee gekommen sein, Bier gehört in die Flasche, ins Glas oder in den Krug – aber NICHT auf Fleisch. Natürlich lassen sich herrliche Marinaden damit zaubern, mit denen das Grillgut vorher eingerieben wird. Die Hopfen-Malz-Wasser-Mischung dagegen während des Grillens einfach über das offene Feuer zu kippen führt nur dazu, dass Wurst, Filet und Co. verbrennen. Statt das erhoffte Aroma legt sich lediglich Ruß aufs Fleisch.

Statt Milch gießen viele noch Sahne in den Kaffee. //Foto: Adobe Stock

5. Noch so eine Eigenheit, die heute lediglich Menschen jenseits der 55 noch machen: Sahne in den Kaffee. Statt das schwarze Gold mit Milch zu veredeln, gaben früher die meisten Leute Sahne mit rund 10 Prozent Fett in die Tasse. Die schwere, fast gelbe Flüssigkeit überdeckte den Geschmack jeden noch so guten Kaffees. Heute finden hingegen Milch aus Soja, Hafer, Dinkel, Kokosnüssen oder auch diverse Sirups mit Nuss-, Vanille- oder Toffee-Geschmack ihren Weg in die Tasse. Ach ja, Kaffee tranken die meisten von uns damals im Sitzen aus Keramik- oder Porzellantassen und nicht in Pappbechern mit Plastikkappe im Gehen. Coffee-to-go war ein No-Go.

6. Es klingt unglaublich, aber früher hatten die Leute nach der Arbeit – ja, das stimmt wirklich – frei. Heute verlassen wir zwar das Büro, aber Dank Smartphone, Tablet und Laptop lässt uns der Job auch dann nicht los. Immer wieder wandert der Blick ins Mailfach und wir prüfen, ob nicht noch eine ganz wichtige Nachricht sofort beantwortet werden müsste. Aus Frei- wird Arbeitszeit und Ent- zur permanenten Anspannung.

7. Ein Wort, das über die Jahre mehr und mehr an Bedeutung verloren hat, ist Geduld. Egal, ob wir eine Serie gucken – Netflix und Co. gab es nicht –, einen neuen Musiktitel hören – es gab keine Streamingdienste –, oder endlich unsere Urlaubsfotos sehen wollten – wir mussten warten. Statt mit dem Smartphone wahllos draufzuhalten, musste überlegt werden, ob das Motiv wirklich für ein Foto taugt. Denn wenn alle Filme voll waren, war erstmal Ende. Und nach dem Urlaub hieß es, ab zum Fotohändler oder zur Drogeriekette und die Bilder entwickeln lassen. Oftmals vergingen bis zu drei oder vier Tage, bis wir endlich unsere Schnappschüsse sehen konnten. Nicht selten waren viele davon unscharf, über- oder unterbelichtet oder einfach schlecht fotografiert. Der Wert eines jeden einzelnen Bildes hingegen war um ein Vielfaches größer als heute. Die schönsten und witzigsten Fotos haben es in Alben geschafft, die wir auch Jahre später noch gerne angucken. Wie viele Fotos ich derzeit in meiner Cloud habe, kann ich nicht sagen, habe sie seit dem letzten Urlaub nie wieder angesehen.

Titekbikd: georgerudy/stock.adobe.com

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