Was, wenn der Rhein austrocknet?

Seit Wochen lacht die Sonne fast durchgehend über Köln, Regen ist rar. Während das Kölsch in Strömen die Kehlen runter fließt, trocknet der Rhein langsam aus. Am Dienstag, 14. August, lag der Pegel nur noch bei 1,27 Meter. Was würde es für Köln bedeuten, wenn der so geliebte Fluss eines Tages nicht mehr da wäre? Jeckes.Net hat ein paar – nicht ganz ernst gemeinte – Folgen zusammengetragen.

1. Würde der Rhein die Stadt nicht mehr in zwei Hälften teilen, wären all die Schäden an den Brücken nur noch halb so wild. Die Kölner könnten einfach durchs trockene Flussbett fahren. Der ewige Stau auf der Leverkusener und der Zoobrücke wären passé, der gesamte Verkehr würde sich entzerren, Tausende Kölner kämen pünktlich und entspannt zur Arbeit.

2. Die Stadt wächst endlich zusammen, der Begriff Schäl Sick findet sich schon bald nur noch in Geschichtsbüchern wieder. Der einst in Verruf geratene Wiener Platz in Mülheim mausert sich zur Nobel-Piazza, die Keupstraße wird zur Prachtmeile und die Kalk Arcaden avancieren zum Shopping-Hot-Spot.

3. Die „Kölner Lichter“ müssten auf den Fühlinger See oder den Decksteiner Weiher verlegt werden. „Rhein in Flammen“ in Bonn hieße „Flussbett in Flammen“ oder gleich „Kein Rhein, keine Flammen“.

4. Die Treppe am Deutzer Ufer ist nicht länger Kölns größte Open-Air-Shisha-Bar, sondern der Zugang zu Europas längstem Wanderweg, der von der Schweiz bis an die Nordsee führt.

5. Wo einst der Rhein riesige Flächen für sich in Anspruch nahm, ist nun genügend Platz für bezahlbaren Wohnraum, ein neues FC-Stadion samt Vereinsheim, Trainingsplätzen und Fitnesscenter sowie zwei bis drei neue Start- und Landebahnen für den Köln-Bonner-Flughafen.

6. Kaum ist das Flussbett trocken, könnte kühles Kölsch hindurchfließen. Es wäre Platz für unzählige neue Kneipen und Bars. Die längste Theke der Welt stünde nicht länger in Düsseldorf, sondern in Köln. Hafenmitarbeiter und Kapitäne würden auf Köbes umschulen.

7. Das Müllemer Böötchen würde zu einem Nautik-Museum umgewandelt, das den nachfolgenden Generationen erklärt, das Köln einst von einem großen Fluss durchströmt wurde.

Längste Theke hin, Platz für Wohnraum her – ohne Rhein ist Köln nur halb so schön. Von daher wünscht sich das gesamte Team von Jeckes.Net, dass es möglichst bald wieder ordentlich regnet und der Rhein sich den Platz nimmt, der ihm zusteht.

 

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