Fünf jecke Urlaubsziele: Da wart ihr sicher noch nie!

Reiseweltmeister Deutschland: Jetzt schwärmen sie bald wieder in alle Welt aus, die Freunde, Nachbarn und Kollegen. Und wohin geht es für euch in diesem Jahr? Holland? Malle? Oder ganz jeck: Italien? Wer wirklich einmal etwas ganz anderes erleben (und später erzählen) möchte, muss sich schon dahin begeben, wo sonst kaum einer hinfährt. Wir hätten da ein paar jecke Vorschläge …

Krasser landet man nirgendwo

Wer den Mount Everest bewundern oder gar besteigen möchte, muss schon vorher eine echte Grenzerfahrung überwinden: Denn der Ausgangspunkt für einen Trip zum höchsten Berg der Erde ist das nepalesische Lukla, ein kleiner Ort auf 2.774 Höhenmetern, eine halbe Stunde Flug von der Hauptstadt Kathmandu entfernt. Dort landet man auf dem gefährlichsten Flughafen der Welt (Titelfoto, Bild: rois010/stock.adobe.com).

Die 527 Meter lange Buckelpiste besitzt nicht nur eine Steigung von 12 Prozent, sie endet auch an einem 600 Meter tiefen Abgrund. Hinzu kommen widrige Wetterverhältnisse mit Nebel und viel Wind. Von Everest-Bezwinger Edmund Hillary mit Hilfe von Sherpas 1964 für 2.650 Dollar erbaut, ist der Tenzing-Hillary Airport erst seit 2001 asphaltiert. Allein seit 2004 kamen dort bei sechs Unfällen zahlreiche Menschen ums Leben. Dennoch wird der Airport immer stärker frequentiert und in der Hochsaison bis zu 50 mal täglich von Kathmandu aus angeflogen.
Hier einen Blick darauf werfen

 

In der Wüste brummt’s

In Katar kommen in der Nähe von Doha einige Faktoren zusammen, die ein ganz besonderes Naturschauspiel bieten. Das Zusammenspiel von bestimmten Bedingungen wie Wind, Feuchtigkeit und die Beschaffenheit des Sandes sorgen dort für die einzigartigen „Singenden Dünen“. Kommt deren Sand ins Rutschen, erzeugen seine Abermilliarden kleinen Körner brummende Geräusche, die in der Tonhöhe variieren: Die Düne singt! Das ist bis zu zehn Kilometer entfernt zu hören. Die lauten Sandberge sind etwa 40 Kilometer von Doha in der Nähe von Messaid zu finden. Zur Fußball-WM in vier Jahren wird sich sicher ein kleiner Run auf dieses Naturspektakel entwickeln.
Hier singen die Dünen

 

Aaawww: Schon am Strand wird man von den Fellnasen empfangen. // Foto: marista/stock.adobe.com
Kuschelalarm Auf der insel

Wer Kaninchen putzig findet und nicht genug von den kuscheligen Langohren haben kann, findet auf Okunoshima sein Paradies. Die sehr kleine japanische Insel, die zur Präfektur Hiroshima gehört, beherbergte zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges eine Giftgasfabrik und war dementsprechend geheim. Nach dem Krieg wurden diese Anlagen vernichtet und die Kaninchen übernahmen die Insel. Ob es Nachfahren der früher als Versuchstiere für das Gift genutzten Tiere sind oder die ersten kuscheligen Siedler von Kindern ausgesetzt wurden, wie eine Legende erzählt, ist letztlich egal.

Fest steht: Okunoshima bietet keine natürlichen Feinde und beste Lebensbedingungen für inzwischen Tausende Kaninchen. Kaum sind Besucher mit der Fähre im kleinen Hafen angekommen, werden sie schon von den Karotten-Junkies belagert, denn Touristen haben immer etwas zu Essen dabei. Ein Streichelzoo der besonderen Art also.
Hier liegt das Knuddel-Eiland

 

Schlafen mitten im Meer

Ursprünglich im späten 19. Jahrhundert als Bastion gegen eine französische Invasion erbaut, stand die Festung No Man’s Land lange leer. Statt von feindlichen Truppen wurde die winzige verlassene Militärinsel zwischen der Isle of Wight und der Südküste Englands jahrzehntelang nur einsam von der Brandung der Nordsee umtost. Bis clevere Geschäftsleute 1990 auf die Idee kamen, das runde Eiland in ein Luxushotel umzubauen. Das floppte allerdings, ebenso wie das dann folgende Eventzentrum eines Bauunternehmers. Aktuell läuft der dritte Anlauf: Das neue Luxushotel No Man’s Fort wird sehr gut angenommen und bietet seinen Besuchern einen etwas anderen Aufenthalt mitten im Meer – garniert mit einer gesunden Portion Luxus und atemberaubenden Aussichten.
Hier steht die Luxus-Insel im Meer
Dieser Link führt zum Hotel

 

Eine eigene Republik nur für Männer

Auf der Chalkidiki, der griechischen Halbinsel mit Thessaloniki im Nordwesten, ragen drei „Finger“ ins Mittelmeer: Kassandra, Sithonia und Athos. Während die beiden erstgenannten beliebte Urlaubsregionen darstellen, ist Athos mit dem gleichnamigen 2.033 Meter hohen Berg eine geschlossene, autonome Republik. Dort leben auf 336 Quadratkilometern rund 2.500 orthodoxe Mönche in diversen großen Klöstern.

Der heilige Berg Athos. // Foto: Alexander Kuffner

Das Weltkulturerbe Athos hat dabei ganz eigene von der Religion geprägte Gesetze. So ist etwa Frauen der Zutritt zur Mönchsrepublik komplett untersagt. Selbst Haustiere dürfen – mit Ausnahme von Katzen – ausschließlich männlich sein. Außerdem gehen die Uhren völlig anders. Auf Athos gilt der julianische Kalender, der unserem inzwischen 13 Tage „nachläuft“. Zudem endet der Tag (00 Uhr) bei Sonnenuntergang. Mit Ausnahme des Klosters Iviron: Dort beginnt der Tag ab Sonnenaufgang.

Vom Boot aus hat man schöne Aussichten auf die Klöster. // Foto: Alexander Kuffner

Wenn sie nicht beten, produzieren die Mönche der unterschiedlichen Klöster Kunsthandwerk und andere Dinge. In Ouranopolis, dem letzten Ort vor der befestigten Grenze der Mönchsrepublik, kann man viele Athos-Produkte erwerben. Von dort gehen auch Schiffsreisen rund um den Berg ab, von denen man eine Sicht auf manches Kloster hat. Dabei bleiben die Boote allerdings auf 500 Meter Abstand – näher dürfen Frauen dem heiligen Berg nicht kommen. Für Männer werden Pilgereisen und Fremdenzimmer in den Klöstern angeboten – was jedoch oft die Teilnahme an zahlreichen Gebeten pro Tag (los geht’s meist um 3 oder 4 Uhr) bedeutet.
So sieht Athos aus

 

 

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