11 Tipps: D’r Zoch kütt – benehmt euch!

Wir sind mittendrin in den tollen Tagen des Straßenkarnevals. Täglich zieht es tausende Jecken nach draußen, um sich die bunten Umzüge in den Veedeln anzuschauen – ganz zu schweigen vom großen Rosenmontagszug. Damit das aber für alle Schaulustigen auch ein schönes Spektakel wird, sollten Zoch-Besucher ein paar Sachen beachten …

 

1. Mir all sin Fründe
Mit dem Nebenmann zu schunkeln und so mit Tiger, Pirat und Co. neue Kontakte zu knüpfen gehört dazu. Wer nur in seiner Gruppe bleibt oder sich sogar von anderen Karnevalisten abwendet, hat Karneval nicht verstanden und verpasst eine großartige Chance.

2. Kölsch und Kamelle
Es kommt immer mal wieder vor, dass sich Jecke bei der Beschaffung ihres Proviants verschätzen und zu wenig (häufig) oder zu viel (eher selten) Kölsch und Mettbrötchen mitbringen. Deshalb sei so nett und gib dem Nachbarn/der Nachbarin ruhig etwas ab. Auf diese Weise sind schon Freundschaften und mehr entstanden. Und auch beim Kamelle fangen gilt: Nicht den anderen alles weggrapschen!

3. Musik muss sein
Ja, singen ist an den tollen Tagen erwünscht. Überall. Aber wer dann doch nicht ganz dieses Talents mächtig ist, sollte seinen kostümierten Nachbarn zuliebe am Zugweg etwas Rücksicht nehmen. AuchdDröhnende Boxen sollten nur in angemessener Lautstärke verwendet werden, im Sinne der mitlaufenden Kapellen, die nämlich nicht dagegen ankommen.

Für ein Strüsje kann auch mal ein Bützje „fällig“ werden //Foto: Schmülgen

4. Bützen
Nur wenn erwünscht und bitte nicht mit Mettfahne. Für alle Immimädels: Es kann sein, dass ein Zugmitglied euch ein Strüßje (Blumenstrauß) überreicht und dafür jebützt (geküsst) werden will, das kann auf die Wange oder bei ganz tollen Jecken auch auf den Mund sein – ist aber nett gemeint und kein Grund zu einem #metoo-Aufschrei.

5. Gedränge aushalten
An Karneval platzt Köln aus allen Nähten – das war immer so, das wird immer so sein. Also Geduld haben und sowohl am Zug als auch später in der Kneipe nicht drängeln. Und niemandem die Sicht versperren. Es bekommt schon jeder auch etwas zu sehen. Kleiner Tipp dazu: Einfach rechtzeitig auf den Weg machen, dann ist die Bahn noch etwas leerer.

6. Drink doch ene met
Es kommt immer mal wieder vor, dass Menschen aus den verschiedensten Gründen allein feiern gehen. Wenn du einen verlassenen Jecken siehst, nimm dich seiner an, schunkle mit ihm, trinkt zusammen ein Kölsch und er wird dir dankbar sein. An Karneval muss keiner alleine sein. Denk daran, du würdest dich genauso freuen.

7. Jeder Jeck is anders
Es soll ja Menschen geben, die nicht so sehr auf Nähe stehen, aber trotzdem gerne Karneval feiern. Wenn also jemand beim Schunkeln ablehnt, auf eine Polonaise keinen Bock hat und ein Bützje verwehrt, dann akzeptiert das bitte einfach.

8. Konfettiregen
Auf dem Boden der Tatsachen liegt zu wenig Konfetti? Das mag ja sein, doch vielleicht sieht der ein oder andere das nicht so. Deshalb darauf achten, dass man unbeteiligte Schaulustige nicht komplett in einen selbstproduzierten Konfettiregen duscht.

Beim Kamelle sammeln Kindern den Vortritt lassen! // Foto: Schmülgen

9. Pänz un ahl Lück first
Gebt anderen die Chance ebenso etwas zu sehen. Nehmt vor allem Rücksicht auf Pänz und ahl Lück. Lasst die Kinder die Kamelle sammeln, bevor ihr euch drauf stürzt, und gewährt älteren Herrschaften gerne mal den Vortritt, damit die sich ebenfalls an den Umzügen erfreuen können.

10. Et rähnt
Es ist schon mehr als einmal vorgekommen, dass Petrus an Karneval keine gute Laune hatte und es mächtig hat regnen lassen. Wenn das an einem der Züge der Fall sein sollte und du an einen Schirm gedacht hast, dann teile deinen Paraplü – lass niemanden im Regen stehen.

11. Müll und Urin da loswerden, wo es hingehört
Natürlich herrscht in der „Superjeilenzick“ Ausnahmezustand, trotzdem muss nicht jegliches Benehmen über Bord geworfen werden. Wildpinkeln kann dich bis zu 100 Euro kosten und über vermüllte Straßen und pöbelnde Menschen freut sich niemand. Ein bisschen Rücksicht hat noch keinem geschadet.

Und generell: Kippt nicht so viel Alkohol in euch rein, dass ihr schon mittags nicht mehr stehen könnt. Seid einfach nett zueinander und achtet auf eure Mitfeiernden, damit sie nicht von Kamelle oder Glasflaschen verletzt werden.

Und jetzt: viele bunte, grandiose Züge un dreimol Kölle Alaaf!

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