Das sind die Hits der Session

Wie machen die das eigentlich? Jedes Jahr produzieren die Karnevalsbands Lieder, die im Ohr bleiben. Mal mehr, mal weniger. Ohne neuen Hit in die Session zu starten, ist für die großen Combos undenkbar. Aber welcher Song hat Potenzial, sich dauerhaft in die Liste der Kult-Hits einzureihen? Hier der Jeckes.Net-Überblick über einige der Neuheiten 2017/2018:

Die Höhner

bedienen sich eines Tricks, der mit Sicherheit funktionieren wird: Ihre frisch erschienene Single „Wir sind für die Liebe gemacht“ basiert auf einer bekannten Melodie, die direkt vom Ohr ins Tanzbein geht. Man nehme den Militärmarsch „The Stars and Stripes Forever“, lege einen leicht zu merkenden Text darüber und präsentiere dies in typisch-fröhlicher Höhner-Manier – fertig ist ein Stück, das zwar nicht innovativ klingt, die Karnevalisten aber scharenweise zum seligen Mitsingen bewegen dürfte. Ähnlich machen es die Klüngelköpp, die das italienische Partisanenlied „Bella Ciao“ auf Kölsch neu aufleben lassen. Dem immer schneller werdenden Rhythmus und dem eingängigen Refrain werden sich auch Bewegungsmuffel kaum entziehen können.

Querbeat

knüpfen mit ihrem neuen Stück „Guten Morgen Barbarossaplatz“ an ihre Tradition an, immer etwas anders zu klingen als die Konkurrenz. Die Brassband, seit 2014 in der ersten Riege der Karnevalsbands zu finden, legt einmal mehr ein Lied vor, das in jeder Kneipe gefeiert werden dürfte. Mit einer Mischung aus Pop und Samba huldigen die Musiker nicht nur dem berühmten Platz im Kölner Süden, sondern auch dem Stippefott, einer Tanzeinlage mit herausgestrecktem Popo. Tschingderassabum!

Cat Ballou

erweisen sich in dieser Session wieder als echte Hymnenkönige. Mit „Mer fiere et Levve“ erfindet sich das Quartett zwar nicht neu, wirft aber eine eingängige Ode an das kölsche Lebensgefühl in den Ring. Mit einer Ballade gehen in diesem Jahr auch Brings an den Start. Allerdings trieft „Liebe gewinnt“ stellenweise vor Kitsch und dürfte nur hartgesottene Romantiker wirklich überzeugen. Kann auf Sitzungen funktionieren, das Partyvolk wird aber an älteren Uptempo-Nummern wie „Polka Polka Polka“ oder „Kölsche Jung“ mehr Freude haben.

Kasalla

bietet in dieser Session einen Single mit Mitsing-Charakter. Der „Künning vun Kölle“ macht gleich bei den ersten Takten Lust, sich beim Nachbarn einzuhaken und los zu schunkeln. Eingängige Melodie, ein leicht zu merkender Refrain, hin und wieder ein Ohoho – der Song besitzt definitiv alle Zutaten, die einen Ohrwurm ausmachen und jede Party in ein Chor-Kollektiv verwandeln.

Die Räuber

wollen endlich auch mal wieder einen großen Hit landen. Mit der Uptempo-Nummer „Für die Iwigkeit“ liefert die Band nach einigen Personalwechseln eine gute Kostprobe ihres neuen, rockigeren Stils ab. Warum die Kölner „Immer singe“, beantwortet Ex-Pavaier-Frontmann Micky Brühl mit seiner Band im Rock’n’Roll-Modus. Nicht unbedingt was für jüngere Partygänger, aber auf Sitzungen und im Straßenkarneval sicherlich ein Song, der Lebensgeister weckt.

Bläck Fööss

Sie dürfen an dieser Stelle natürlich nicht fehlen und melden sich mit den Neuzugängen Mirko Bäumer am Mikro und Pit Hupperten ebenfalls lautstark zu Wort. „Lommer nimmih lommer sage“ ist eher klassisch als modern – nichts Neues am Karnevalshimmel, aber allemal mit einem Rhythmus und einer Energie, die Lust auf kollektives Schunkeln machen dürfte.

0 Kommentare zu “Das sind die Hits der Session

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Okay